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Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung

Aus Sicht der Hamburger Volkshochschule

von Marlene Schnoor, Hamburger Volkshochschule, Geschäftsführung, Abteilungsleitung Vertrieb

Marlene Schnoor Marlene Schnoor

(©Hamburg macht Schule)

Die VHS sieht sich als die Partnerin für die Umsetzung des Prinzips Lebenslangen Lernens (LLL) in regionalen Bildungslandschaften, das definitionsgemäß eben nicht mit dem Verlassen von Schule bzw. dem erfolgten Übergang in den Beruf endet.

Die VHS beteiligt sich gern aktiv an vernetzter Bildungsarbeit, von daher sieht sie in den RBK im Grundsatz ein Instrument, mit dem die verantwortlichen Akteure miteinander transparent, abgestimmt und zielorientiert Vernetzungsprozesse im bzw. für den jeweiligen Sozialraum und die dortigen Bildungsbedarfe entwickeln und gestalten können.

Die RBKs sollten folgende „Erste Schritte“ gehen:
Transparenz herstellen über die vorhandene regionale Bildungslandschaft:

  • Welche Angebote für welche Nutzer-/Zielgruppen an welchen Orten durch welche Träger gibt es?

Diese Bestandsaufnahme kann dann die Basis bilden für eine gemeinsame verantwortliche Zielentwicklung und Bedarfsbeschreibung für den jeweiligen Sozialraum:

  • Was haben wir, was ist gut, was fehlt und wo sehen wir Entwicklungs-/Optimierungspotentiale?

  • Die gemeinsamen Ziele müssen sich orientieren an den regionalen Bildungsbedarfen aller Bewohner, nicht ausschließlich an den Bedarfen von Schule.

Neben der Entwicklung gemeinsamer inhaltlicher Arbeit gehört zu den ersten Schritten dringend eine Klärung des Auftrags und Selbstverständnisses der RBKs:

  • Was bearbeiten regionale, was lokale RBKs und wer ist jeweils in ihnen vertreten?

  • Welche Handlungsfelder können und müssen auch künftig innerhalb einzelner Institutionen bearbeitet werden, für welche bedarf es institutionsübergreifender Zusammenarbeit in den RBKs?

  • Welche Ressourcen stehen für den Prozess der sozialräumlichen Vernetzung zur Verfügung?

  • Sozialräumliche Orientierung der Bildungsarbeit ist nicht Selbstzweck, sondern stellt eine Gelingensbedingung für den LLL-Prozess aller sozialen Milieus dar.

Die VHS erhofft sich von der Mitarbeit in den RBKs einerseits ein wachsendes Verständnis des LLL als ganzheitlichen und alle Lebensphasen umfassenden Prozess. Andererseits erhofft sie sich eine verbesserte Nutzung ihrer eigenen Potentiale durch Netzwerkpartner und in der Folge ein zunehmendes Verlassen der Rolle einer zuweilen “lästigen Mitnutzerin“.