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Verkehrsunfallzahlen 2010

Hamburgs Straßenverkehr ist im vergangenen Jahr erneut sicherer geworden. Der langfristige Trend mit Rückgängen bei der Zahl der Verkehrstoten und der Verunglückten hat sich fortgesetzt

Die Eckdaten der polizeilichen Unfallstatistik für 2010:

  • Die Zahl der Verunglückten in Hamburg ist 2010 deutlich zurückgegangen (9.220 gegenüber 10.074 im Vorjahr = - 8,5 %)
  • Mit 22 Unfalltoten wurde der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1953 erreicht.
  • Deutliche Rückgänge gab es auch bei der Zahl verunglückter Kinder (692 gegenüber 799 im Vorjahr)

Die Gesamtzahl von 64.375  registrierten Verkehrsunfällen in Hamburg fiel 2010 mit einer Zunahme von 1,3 % geringfügig höher aus als im Vorjahr. Der Anstieg ist wesentlich auf leichtere Sachschadensunfälle und den langen Winter zurückzuführen. Auf glatten Straßen ereigneten sich zwar mehr Verkehrsunfälle, durch geringere Geschwindigkeiten verliefen diese jedoch überwiegend glimpflich.


Im Weiteren hat sich die Verkehrsunfalllage wie folgt entwickelt:

  • Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern sank auf 1.298 (-12,7%)
  • Noch stärker war der Rückgang bei der Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern; die Zahl lag mit 2.657 um 17,2 % unter der des Vorjahres
  • Auch die Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern sind deutlich gesunken: 1.382 bedeuten ein Minus von 12,4 %.
  • Die Unfälle mit Beteiligung von Senioren (ab 65 Jahren) stiegen auch 2010 weiter an. 10.002 Unfälle bedeuten eine Zunahme um 381, gleichbedeutend einem Plus von 4,0 % gegenüber dem Jahr 2009. Positiv ist dabei die Tatsache, dass die Zahl der verunglückten Senioren gleichzeitig sank, sie lag bei 800 nach 930 im Vorjahr.
  • Auch im Jahr 2010 waren die „Jungen Erwachsenen“ (18- bis 24-jährige) vermehrt an Unfällen beteiligt (+700 auf 11.820) Die Zahl der Verunglückten in dieser Altersgruppe sank dagegen von 1.446 auf 1.282.
  • Erfreulich ist aus Sicht der Polizei auch der weiterhin rückläufige Trend bei den Alkoholunfällen (756 = - 14,0 %) und den Drogenunfällen (86 gegenüber 94 im Vorjahr).
  • Bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden wurden zu insgesamt rund 29 % überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand als Hauptunfallursache festgestellt; hier zeigt sich ein nahezu unveränderter Trend gegenüber dem Vorjahr.

Schon im März des vergangenen Jahres hatte die Behörde für Inneres und Sport bei einer Veranstaltung in der Handelskammer ein neues Verkehrssicherheitskonzept für Seniorinnen und Senioren präsentiert, das unter dem Titel „Einfach mobil bleiben“ elf unterschiedliche Beratungs- und Schulungsangebote unter einem Dach vereint. Ebenfalls im März des vergangenen Jahres hat das Forum Verkehrssicherheit die Europäische Charta für Verkehrssicherheit unterzeichnet.

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