Bezirk Wandsbek

Interessenbekundungsverfahren Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Rahlstedt - Hohenhorst

Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Rahlstedt - Hohenhorst

 Bezirksamt Wandsbek
- Fachamt Sozialraummanagement - Mai 2018

1.  Gegenstand der Ausschreibung 

Das Bezirksamt Wandsbek plant die Trägerschaft für die Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit `Triangel´,  Schöneberger Straße 52, zum 1. Januar 2019 neu zu besetzen. Hierfür sucht das Fachamt Sozialraummanagement einen Träger der Jugendarbeit, der in der Lage ist, sich auf die spezifischen Bedingungen und örtlichen Gegebenheiten des Quartiers Hohenhorst einzustellen.

2.  Einzugsgebiet

Der Sozialraum Hohenhorst befindet sich im Südwesten von Rahlstedt und entstand in den 1960er Jahren. Er grenzt im Osten und Norden an den Sozialraum Alt-Rahlstedt, im Westen an den Sozialraum Tonndorf und Jenfeld-Ost sowie im Süden an Schleswig-Holstein.

Im Zuge des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) wurde Hohenhorst zwischen den Jahren 2006 bis 2015 (aktiv) und 2016 bis 2017 (Nachsorge) zum ausgewählten Stadtentwicklungsgebiet. Mit dem Ziel die Lebens- und Wohnsituation der Menschen im Quartier zu verbessern, wurde eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt. Neben der Um- und Neugestaltung des direkten Wohnumfeldes und der öffentlichen Grünanlagen wurden auch die Angebote in den Bereichen Kultur, Freizeit und Beratung verbessert.

Im Sozialraum Hohenhorst leben derzeit zirka 6.457 Einwohner. Der Anteil der unter 18-jährigen im Sozialraum liegt mit 1.134 Personen bei 17,6 Prozent. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund, die jünger als 18 Jahre sind, liegt bei 64,7 Prozent.

Das Einzugsgebiet des Sozialraums mit seinen Nutzerbewegungen ist jedoch wesentlich weiter zu fassen. Verbindungen bestehen hier insbesondere zu den Sozialräumen Jenfeld-Ost und Alt-Rahlstedt.

Im näheren Umfeld des Jugendtreffs befinden sich weitere Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Familienförderung. Mit dem Haus am See gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft einen Anlaufpunkt für Jung und Alt.

In fußläufiger Entfernung befindet sich die Flüchtlingsunterkunft in der Grunewaldstraße; am anderen Ende des Hohenhorst Parks das „gelbe Dorf“ in der Rahlstedter Straße.

3. Zielgruppen

Zur Zielgruppe gehören im Wesentlichen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren aus dem Sozialraum. Die jeweiligen Angebote sind so auszugestalten, dass sich die konzeptionellen und programmatischen Inhalte auf die Altersgruppen hin ausrichten und dabei die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen in den Blick genommen werden. Zur Gewährleistung einer heterogenen Angebotslandschaft können in Absprache mit den beteiligten Akteuren im Sozialraum eigene Schwerpunkte gesetzt werden.

4. Angebote und Kooperation

Zukünftige Angebote sind auf Grundlage des §11 SGB VIII und der Globalrichtlinie GR J 1/16 vom 23.02.2016 „Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in den Bezirken“ zu gestalten. Es wird eine kontinuierliche Weiterführung und Weiterentwicklung des offenen Betriebes erwartet. Neben Angeboten zur Stärkung und Förderung der Integration, sollten geschlechterspezifische Angebote das Portfolio abrunden.

Die Kooperation mit der angrenzenden Schule `Potsdamer Straße´  soll intensiviert und verstärkt zielgruppenspezifische Angebote vorgehalten werden. Zweimal wöchentlich (montags und mittwochs) finden in den Räumen der Jugendeinrichtung Kooperationsveranstaltungen mit dem Projekt „Stadtteiltrio“ des Trägers Erziehungshilfe e.V. statt.  Eine Fortführung der bestehenden Kooperation wird von dem zukünftigen Träger erwartet. 

Die Zusammenarbeit mit den bestehenden Einrichtungen des Sozialraums, die Teilhabe an den sozialräumlichen Gremien und das Engagement für die im Sozialraum lebenden Kinder und Jugendlichen wird vorausgesetzt.  

5. Standort und Ausstattung

Bei der Einrichtung handelt es sich um einen im Jahr 2017 fertiggestellten Neubau. Der Jugendclub liegt direkt angrenzend an der Schule `Potsdamer Straße´ im Hohenhorst Park.

Das Grundstück ist Eigentum des Bezirksamtes. Ein Teil der Fläche wird gemäß Erbpacht an den Träger `Quadriga gGmbH´ verpachtet. Ein Teil des Parks wird der Einrichtung als Außengelände durch das Fachamt Management des öffentlichen Raums zur Verfügung gestellt.

Eigentümer der Immobilie ist die `Quadriga gGmbH´, die auch aktueller Betreiber des Jugendclubs ist. Im Rahmen einer zukünftigen Nutzungsvereinbarung ist mit dem Eigentümer eine Verwaltungs- und Betriebskostenpauschale zu vereinbaren.

Räumlichkeiten und Gelände

Das Gelände der Einrichtung umfasst zirka 1.150 Quadratmeter und die Gebäudefläche beträgt zirka 224 Quadratmeter.

Der Jugendclub verfügt über einen großen Gruppenraum, der nochmals über eine mobile Wand separiert werden kann sowie über einen weiteren Betreuungsraum. Insgesamt kann die Einrichtung somit in drei Gruppenräume aufgeteilt werden. Neben Abstellräumen, Sanitäranlagen und Büro steht auch noch eine großzügige Küche zur Verfügung. Im Außenbereich gibt es  für die Lagerung von Spielsachen einen Container.

Im Zuge des Neubaus wurde der Jugendclub mit einer Erstausstattung gefördert. Der zukünftige Träger übernimmt die entsprechenden Abschreibungsverpflichtungen im Rahmen eines Überlassungsvertrages.

Personelle Ausstattung und Finanzierung

Die finanzielle Ausstattung beinhaltet:

- eine Vollzeitstelle Leitung (Sozialpädagoge)

- eine Vollzeitstelle Erzieher

- Honorarmittel in Höhe von 4.000 Euro

-Betriebskosten und Sachmittel in Höhe von 23.600 Euro, exklusive Verwaltungsgemeinkosten

Die Eingruppierung und Berechnung des Personals erfolgt auf Grundlage des Tarifvertrages der Länder  (TV-L). Die Zuwendungssumme wird entsprechend dieser Ausgaben angepasst.

Weitere Kostenpositionen umfassen Ausgaben für Pacht in Höhe von 2.520 Euro jährlich sowie eine Instandhaltungspauschale in Höhe von zirka 285 Euro. Eine entsprechende Regelung hierüber ist mit dem  Eigentümer der Immobilie `Quadriga gGmbH´ im Rahmen einer Nutzungsvereinbarung zu treffen.

6. Trägerprofil

Der Träger sollte idealerweise den Stadtteil gut kennen und die Bereitschaft haben, sich auf die spezifischen Bedingungen und örtlichen Gegebenheiten sowie auf die Bedarfe der im Sozialraum lebenden Menschen einzustellen.

Der zukünftige Träger sollte über Erfahrungen in der Konzipierung und Durchführung von Maßnahmen in der Jugendhilfe, vorzugsweise im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit verfügen. Mit seinen Rahmenbedingungen bietet er eine hohe Gewähr für die Planungs- und Umsetzungssicherheit sowie entsprechende Buchhaltungsmodalitäten.

Es wird erwartet, dass die inhaltliche und pädagogische Arbeit kontinuierlich an die wandelnden Bedarfe des Umfeldes und den gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst wird.

Erwünscht ist ein sozialräumlich eingebundener Jugendhilfeträger, der über langjährige Erfahrungen mit dem Stadtteil und dem Bezirk sowie den dortigen Jugend- und Sozialeinrichtungen verfügt.

Wir bitten um Zusendung der Bewerbungsunterlagen mit

- Trägerdarstellung mit aussagefähigem Konzept

- Darstellung der Leistungen und Angebote

- detaillierte Finanzplanung  inklusive Eigenmittel

bis zum 31. Mai 2018, 15 Uhr schriftlich, an das Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Sozialraummanagement, Leitzeichen SR 530, Schloßstraße 60, 22041 Hamburg.

Zur Beratung stehen Ihnen Herr Danelzig (Tel. 42881–3919) oder Frau Matthes (Tel. 42881–3252) gern zur Verfügung.

 

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