Behörde für Inneres und Sport

Katastrophenschutz So werden Sie gewarnt und informiert

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um die Bevölkerung im Ernstfall zu warnen.
Möglichkeiten für großflächige Katastrophenwarnungen unterscheiden sich in der Geschwindigkeit, dem erreichbaren Bevölkerungsumfang und der Ausfallsicherung. Besondere Aufmerksamkeit liegt allerdings auf dem „Weckeffekt“, also der Möglichkeit die Bevölkerung auf bestimmte Medien und deren Mitteilungen aufmerksam zu machen.

Der Hamburger Katastrophenschutz – So werden Sie gewarnt und informiert

Warnmethoden und -systeme

Die nachfolgend dargestellten Warnmethoden sind, bezogen auf den Zeitpunkt der Auslösung, aufsteigend sortiert.

KATWARN – KATASTROPHENWARNSYSTEM FÜR DIE FREIE UND HANSESTADT HAMBURG

KATWARN - Warnungen per SMS

KATWARN ist ein ergänzendes Warnsystem für die Stadt Hamburg, das bei Unglücksfällen neben den allgemeinen Informationen der Polizei, Feuerwehren und Radio die betroffenen Bürger per SMS oder E-Mail direkt informiert. Die Warnungen werden von der Feuerwehr oder dem zentralen Katastrophendienststab der Hamburger Innenbehörde ausgegeben und enthalten Kurzinformationen zur Gefahr sowie Verhaltensempfehlungen.

Anmeldung bei KATWARN

Bürger, die sich an KATWARN mit einer Postleitzahl angemeldet haben, erhalten bei Gefahrenlage am angegebenen Ort automatisch eine Warnung per SMS bzw. SMS / E-Mail. Die Anmeldung erfolgt per SMS über die Servicenummer 0163-755 88 42 unter Angabe des Stichworts »KATWARN« und der Postleitzahl ihres Wohnorts.

Beispiel einer Anmeldung für Warnungen per SMS:
 KATWARN 20457
Beispiel einer Anmeldung für Warnungen per E-Mail: hans.mustermann@mail.de (für die PLZ 20457, E-Mail-Adresse optional)

Über die Servicenummer können nur SMS und keine Sprachanrufe angenommen werden. Die Anmeldung ist nur mit einer gültigen Postleitzahl innerhalb der Stadt Hamburg möglich. Dies kann auch die Postleitzahl der Arbeitsadresse sein, sofern nur der Arbeitsplatz in Hamburg liegt. Außer dem üblichen SMS-Preis des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung zu KATWARN entstehen keine weiteren Kosten. In Abständen von etwa sechs Monaten wird eine Testwarnung verschickt, bei der die korrekte Funktion des Warnsystems überprüft wird.

Weitere Hinweise erhalten Sie zum Download als PDF.

Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, sich die KATWARN – App sowohl für das iPhone als auch für das Android – Smartphone im App-Store herunter zu laden. Näheres erläutert die PDF-Datei „KATWARN-App“.

Böllerschüsse im Hafen (bei Sturmflut)

Böllerschüsse im Hafen zur Warnung für Hafenbewohner / Beschäftigte im Hafen. Dies gilt nur im Falle einer drohenden Sturmflut.

Weitere Details dazu siehe unter "Sturmflut"

Warnung durch die Polizei 

Streifenwagen der Polizei sind ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen

Die Polizei Hamburg übernimmt die Warnung der Bevölkerung mit Durchsagen aus den Einsatzfahrzeugen heraus. Jedes Fahrzeug der Polizei ist mt einem solchen System ausgestattet. Es gibt aber spezielle Lautsprecherfahrzeuge.

Hierbei handelt es sich um eine Erstwarnung. Weitere Warnungen der Bevölkerung in betroffenen Gebieten werden dann durch Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter durchgeführt.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"

Rundfunkmeldungen und Videotext

Rundfunkstudio

Durchsagen im Rundfunk und Textmeldungen im Videotext.

Die Nutzung des Rundfunks bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben.

Für eine schnelle Übermittlung der Warnungen zu den Rundfunkmedien steht dem Bund und den Ländern ein satellitengestütztes Warnsystem zur Verfügung.

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Neben dem Rundfunk ist das Fernsehen die nächste Möglichkeit, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.

Das laufende Fernsehprogramm wird mit Untertiteln versehen, die Angaben zu dem Ereignis, aber auch Verhaltensmaßnahmen für die Bevölkerung enthalten.

Lautsprecherwagen der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter übernehmen die Warnung der Bevölkerung, nachdem die Erstwarnung von der Polizei durchgeführt wurde. Sie fahren die Straßen der betroffenen Gebiete ab und geben Meldungen durch. Die Bevölkerung wird auch auf angebrachte Verhaltensmaßnahmen hingewiesen.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"


Sirenenwarnung

Kopf einer Pneumatischen Sirene

Der Stadt Hamburg steht für die Warnung der Bevölkerung zurzeit ein Sirenenwarnnetz mit ca. 140 Sirenen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zum einen um ca. 70 „alte“ Motorsirenen und zum anderen um 70 neue, leistungsstärkere Hochleistungssirenen. Diese befinden sich überwiegend im Tidegebiet der Elbe, um die Bevölkerung in den Stadtteilen, die bei einer sehr schweren Sturmflut besonders gefährdet sind, umgehend warnen zu können.

Eine Auslösung dieser Sirenen erfolgt jedoch erst ab einem prognostizierten Wasserstand von mehr als 7,30 m über Normalnull (ü. NN) am Pegel St. Pauli im Hamburger Hafen.

Darüber hinaus wird Hamburg in den kommenden Jahren sein Sirenenwarnnetz dahingehend erweitern bzw. ausbauen, dass neben der Warnung der Bevölkerung im Tidegebiet der Elbe auch eine Warnung der Bevölkerung z.B. in Fußgängerzonen sowie in Einkaufs- und Ballungszentren, aber auch in unmittelbarer Umgebung von Gefahrstoffbetrieben und des Flughafens erfolgen soll / wird.

Ende August / Anfang September  - also unmittelbar vor Beginn der Sturmflutsaison - wird der jährliche Sirenenprobebetrieb durchgeführt. Dieser Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen auch dazu, der Bevölkerung das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf den Beginn der Sturmflutperiode hinzuweisen.

Gleichzeitig impliziert dieses Sirenensignal:
„Rundfunkgeräte einschalten – auf Durchsagen achten“
 Sirenenwarnton: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton
Beispiel für einen Sirenenwarnton (Wikipedia)

Ansprechpartner in Sachen Sirenenwarnung sind:

Behörde für Inneres und Sport
Behördenübergreifende Koordination der Sirenenwarnung
Herr Finger - Tel: 42839-2697

Bezirksamt Altona
Schutz der Bevölkerung
Herr Berens - Tel: 42811-1772

Bezirksamt Harburg
Schutz der Bevölkerung
Herr Peltz - Tel: 42871-3645

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Schutz der Bevölkerung
Herr Wäsche - Tel: 42854-3318

Bezirksamt Bergedorf
Schutz der Bevölkerung
Herr Fröhling - Tel: 42891-2037

Behördenauskunft
Vermittlung bei Nichterreichbarkeit eines der o.a. Ansprechpartner
Tel: 42828-0