Behörde für Inneres und Sport

Katastrophenschutz So werden Sie gewarnt und informiert

Der Einsatzleiter entscheidet entsprechend des Ausmaßes und der Schwere des Anlasses, wie die Bevölkerung gewarnt und informiert wird. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:

Der Hamburger Katastrophenschutz – So werden Sie gewarnt und informiert

Warnmethoden und -systeme

 

Böllerschüsse im Hafen und den Randgebieten (bei Sturmflut)

Böllerschüsse dienen der Warnung der Hafenbewohner / Beschäftigten im Hafen. Dies gilt nur im Falle einer drohenden Sturmflut und erfolgt bereits ab einem erwartetenen Wasserstand von 3,50 m über Normalhöhennull (NHN).

Weitere Details dazu siehe unter "Sturmflut"

Lautsprecherwarnungen

Streifenwagen der Polizei sind ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen

Die Polizei Hamburg übernimmt die Warnung der Bevölkerung mit Durchsagen aus den Einsatzfahrzeugen heraus. Jedes Fahrzeug der Polizei ist mt einem solchen System ausgestattet. Es gibt aber auch spezielle Lautsprecherfahrzeuge.

Hierbei handelt es sich um eine Erstwarnung. Weitere Warnungen der Bevölkerung in betroffenen Gebieten werden dann durch Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter durchgeführt.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"

Lautsprecherwagen der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter übernehmen die Warnung der Bevölkerung, nachdem die Erstwarnung von der Polizei durchgeführt wurde. Sie fahren die Straßen der betroffenen Gebiete ab und geben Meldungen durch. Die Bevölkerung wird auch auf angebrachte Verhaltensmaßnahmen hingewiesen.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"

Rundfunkmeldungen und Videotext

Rundfunkstudio

Durchsagen im Rundfunk und Textmeldungen im Videotext.

Die Nutzung des Rundfunks bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben.

Für eine schnelle Übermittlung der Warnungen zu den Rundfunkmedien stehen dem Bund und den Ländern das satellitengestützte Warnsystem MoWaS zur Verfügung.

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Neben dem Rundfunk ist das Fernsehen die nächste Möglichkeit, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.

Das laufende Fernsehprogramm wird mit Untertiteln versehen, die Angaben zu dem Ereignis, aber auch Verhaltensmaßnahmen für die Bevölkerung enthalten.

Sirenen

Sie kommen zum Einsatz, wenn große Gebiete mit einer großen Zahl von Menschen von einer akuten Gefahr bedroht sind. Dabei erfolgt die Sirenenwarnung nie alleine. Sirenen haben einen sogenannten "Weckeffekt", der lediglich bedeutet:

Achtung! Gefahr! Schalten Sie umgehend Radio oder Fernsehen ein und beachten Sie die Durchsagen!

Kopf einer Pneumatischen Sirene

Beispiele wären eine sehr schwere Sturmflut ab der höchsten Wasserstandsstufe 4 (wenn mehr als 7,30 m über Normalhöhennull (NHN) vorhergesagt werden), die Ausbreitung giftiger Gase oder gar ein Reaktorunglück.

Der Stadt Hamburg steht für die Warnung der Bevölkerung zurzeit ein Sirenenwarnnetz mit ca. 140 Sirenen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zum einen um ca. 70 „alte“ Motorsirenen und zum anderen um 70 neue, leistungsstärkere Hochleistungssirenen. Diese befinden sich überwiegend im Tidegebiet der Elbe, um die Bevölkerung in den Stadtteilen, die bei einer sehr schweren Sturmflut besonders gefährdet sind, umgehend warnen zu können.

Hamburg wird auch in den kommenden Jahren sein Sirenenwarnnetz schrittweise modernisieren. Dabei werden die heute noch vorhandenen alten Motorsirenen durch Hochleistungssirenen ersetzt.

Ende August / Anfang September  - also unmittelbar vor Beginn der Sturmflutsaison - wird der jährliche Sirenenprobebetrieb durchgeführt. Dieser Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen auch dazu, der Bevölkerung das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf den Beginn der Sturmflutperiode hinzuweisen.

 Sirenenwarnton: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton
Beispiel für einen Sirenenwarnton (Wikipedia)

Ansprechpartner in Sachen Sirenenwarnung sind:

Behörde für Inneres und Sport
Behördenübergreifende Koordination der Sirenenwarnung
Herr Bendixen - Tel: 428 39-2679

Bezirksamt Altona
Schutz der Bevölkerung
Herr Berens - Tel: 428 11-1772

Bezirksamt Harburg
Schutz der Bevölkerung
Herr Peltz - Tel: 428 71-3645

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Schutz der Bevölkerung
Herr Dührkop - Tel: 428 54-3355

Bezirksamt Bergedorf
Schutz der Bevölkerung
Herr Fennig - Tel: 428 91-2037

Behördenauskunft
Vermittlung bei Nichterreichbarkeit eines der o.a. Ansprechpartner
Tel: 428 28-0

Warnungen auf das Smartphone

KATWARN - Warnungen per SMS

Mit zumeist kostenlosen Warn-Apps ist es möglich, sich über das Smartphone warnen zu lassen. Voraussetzungen sind, dass man Empfang hat, dass das Smartphone nicht ausgeschaltet, auf Flugmodus oder stumm geschaltet ist und dass in einer Krise die Netze der Mobilfunkanbieter nicht beeinträchtigt sind.
Daher stellen Warn-Apps eher eine mehr oder weniger zuverlässige Ergänzung zu den oben aufgeführten Warnmethoden dar.

vergrößern QR-Code NINA-App in iTunes Die App NINA im App-Store von Apple (iTunes) (Bild: BBK) vergrößern QR-Code NINA-App im Google PlayStore Die App NINA im Google PlayStore (Bild: BBK)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betreibt gemeinsam mit den deutschen Bundesländern ein satellitengestütztes Modulares Warnsystem (MoWaS). Darüber werden amtliche Informationen und Gefahrenmeldungen an Rundfunk und Fernsehanstalten gesendet. Die vom BBK zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellte Warn-App NINA (= Notfall-Informations- und Nachrichten-App) bringt diese Warnungen auch auf ihr Smartphone. Die Warnungen werden von der Polizei oder dem zentralen Katastrophendienststab der Hamburger Behörde für Inneres und Sport ausgegeben und enthalten Kurzinformationen zur Gefahr sowie Verhaltensempfehlungen.

Weitere Apps von kommerziellen Betreibern, wie z.B. BIWAPP (Bürger Info & Warn-App), sollen demnächst ebenfalls an MoWaS angeschlossen werden. Eine weitere kommerziell betriebene App ist KATWARN. Diese ist jedoch nicht an das behördliche Warnsystem MoWaS angeschlossen. Im Bedarfsfall werden Warnungen auch über dieses System verbreitet.