Behörde für Inneres und Sport

Katastrophenschutz So werden Sie gewarnt und informiert

Der Einsatzleiter entscheidet entsprechend des Ausmaßes und der Schwere des Anlasses, wie die Bevölkerung gewarnt und informiert wird. Dazu gibt es primär folgende Möglichkeiten:

  • Sirenen
  • Böllerschüsse (nur im Hafen und Hafenrandgebiet bei Sturmflut)
  • Rundfunkdurchsagen und Einblendungen im Fernsehen
  • Lautsprecherdurchsagen
Weitere Informationen können per SMS oder über Apps (KatWarn, NINA) auf Mobiltelefone gesandt werden. Auch im Internet werden auf speziell dafür geschalteten Websites Informationen bereitgestellt. Der Bürger kann auch das Bürgertelefon 115 anrufen, um Auskünfte zu erhalten. Derzeit prüft man unter anderem, ob auch Anzeigetafeln des HVV und elektronische Werbetafeln genutzt werden können.

Der Hamburger Katastrophenschutz – So werden Sie gewarnt und informiert

Warnmethoden und -systeme

 

Sirenen

Sie kommen zum Einsatz, wenn große Gebiete mit einer großen Zahl von Menschen von einer akuten Gefahr bedroht sind. Dabei erfolgt die Sirenenwarnung nie alleine. Sirenen haben einen sogenannten "Weckeffekt", der lediglich bedeutet:

Achtung! Gefahr! Schalten Sie umgehend Radio oder Fernsehen ein und beachten Sie die Durchsagen!

Kopf einer Pneumatischen Sirene

Beispiele wären eine sehr schwere Sturmflut ab der höchsten Wasserstandsstufe 4 (bei mehr als 7,30 m über Normalhöhennull (NHN) prognostiziertem Wasserstand am Pegel St. Pauli), die Ausbreitung giftiger Gase oder gar ein Reaktorunglück.

Der Stadt Hamburg steht für die Warnung der Bevölkerung zurzeit ein Sirenenwarnnetz mit ca. 140 Sirenen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zum einen um ca. 70 „alte“ Motorsirenen und zum anderen um 70 neue, leistungsstärkere Hochleistungssirenen. Diese befinden sich überwiegend im Tidegebiet der Elbe, um die Bevölkerung in den Stadtteilen, die bei einer sehr schweren Sturmflut besonders gefährdet sind, umgehend warnen zu können.

Darüber hinaus wird Hamburg in den kommenden Jahren sein Sirenenwarnnetz dahingehend erweitern bzw. ausbauen, dass neben der Warnung der Bevölkerung im Tidegebiet der Elbe auch eine Warnung der Bevölkerung z.B. in Fußgängerzonen sowie in Einkaufs- und Ballungszentren, aber auch in unmittelbarer Umgebung von Gefahrstoffbetrieben und des Flughafens erfolgen soll / wird.

Ende August / Anfang September  - also unmittelbar vor Beginn der Sturmflutsaison - wird der jährliche Sirenenprobebetrieb durchgeführt. Dieser Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen auch dazu, der Bevölkerung das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf den Beginn der Sturmflutperiode hinzuweisen.

 Sirenenwarnton: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton
Beispiel für einen Sirenenwarnton (Wikipedia)

Ansprechpartner in Sachen Sirenenwarnung sind:

Behörde für Inneres und Sport
Behördenübergreifende Koordination der Sirenenwarnung
Frau von Brühl - Tel: 42839-2697

Bezirksamt Altona
Schutz der Bevölkerung
Herr Berens - Tel: 42811-1772

Bezirksamt Harburg
Schutz der Bevölkerung
Herr Peltz - Tel: 42871-3645

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Schutz der Bevölkerung
Herr Dührkop - Tel: 42854-3318

Bezirksamt Bergedorf
Schutz der Bevölkerung
Herr Fennig - Tel: 42891-2037

Behördenauskunft
Vermittlung bei Nichterreichbarkeit eines der o.a. Ansprechpartner
Tel: 42828-0

Böllerschüsse im Hafen und den Randgebieten (bei Sturmflut)

Böllerschüsse dienen der Warnung der Hafenbewohner / Beschäftigten im Hafen. Dies gilt nur im Falle einer drohenden Sturmflut und erfolgt bereits ab einem erwartetenen Wasserstand von 3,50 m über Normalhöhennull (NHN).

Weitere Details dazu siehe unter "Sturmflut"

Lautsprecherwarnungen

Streifenwagen der Polizei sind ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen

Die Polizei Hamburg übernimmt die Warnung der Bevölkerung mit Durchsagen aus den Einsatzfahrzeugen heraus. Jedes Fahrzeug der Polizei ist mt einem solchen System ausgestattet. Es gibt aber auch spezielle Lautsprecherfahrzeuge.

Hierbei handelt es sich um eine Erstwarnung. Weitere Warnungen der Bevölkerung in betroffenen Gebieten werden dann durch Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter durchgeführt.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"

Lautsprecherwagen der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter übernehmen die Warnung der Bevölkerung, nachdem die Erstwarnung von der Polizei durchgeführt wurde. Sie fahren die Straßen der betroffenen Gebiete ab und geben Meldungen durch. Die Bevölkerung wird auch auf angebrachte Verhaltensmaßnahmen hingewiesen.

Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"

Rundfunkmeldungen und Videotext

Rundfunkstudio

Durchsagen im Rundfunk und Textmeldungen im Videotext.

Die Nutzung des Rundfunks bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben.

Für eine schnelle Übermittlung der Warnungen zu den Rundfunkmedien stehen dem Bund und den Ländern das satellitengestützte Warnsystem MoWaS zur Verfügung.

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Neben dem Rundfunk ist das Fernsehen die nächste Möglichkeit, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.

Das laufende Fernsehprogramm wird mit Untertiteln versehen, die Angaben zu dem Ereignis, aber auch Verhaltensmaßnahmen für die Bevölkerung enthalten.

KATWARN – KATASTROPHENWARNSYSTEM

KATWARN - Warnungen per SMS

KATWARN ist ein ergänzendes Warnsystem, das bei Unglücksfällen neben den allgemeinen Informationen der Polizei, Feuerwehren und Radio die betroffenen Bürger per SMS, E-Mail oder direkt in der App auf einem Mobiltelefon informiert. Die Warnungen werden von der Feuerwehr oder dem zentralen Katastrophendienststab der Hamburger Innenbehörde ausgegeben und enthalten Kurzinformationen zur Gefahr sowie Verhaltensempfehlungen.

Anmeldung bei KATWARN

Bürger, die sich an KATWARN mit einer Postleitzahl angemeldet haben, erhalten bei Gefahrenlage am angegebenen Ort automatisch eine Warnung per SMS bzw. SMS / E-Mail. Die Anmeldung erfolgt per SMS über die Servicenummer 0163-755 88 42 unter Angabe des Stichworts »KATWARN« und der Postleitzahl ihres Wohnorts.

Beispiel einer Anmeldung für Warnungen per SMS:
 KATWARN 20457
Beispiel einer Anmeldung für Warnungen per E-Mail: hans.mustermann@mail.de (für die PLZ 20457, E-Mail-Adresse optional)

Über die Servicenummer können nur SMS und keine Sprachanrufe angenommen werden. Die Anmeldung ist nur mit einer gültigen Postleitzahl innerhalb der Stadt Hamburg möglich. Dies kann auch die Postleitzahl der Arbeitsadresse sein, sofern nur der Arbeitsplatz in Hamburg liegt. Außer dem üblichen SMS-Preis des Mobilfunkanbieters für die einmalige SMS-Anmeldung zu KATWARN entstehen keine weiteren Kosten. In Abständen von etwa sechs Monaten wird eine Testwarnung verschickt, bei der die korrekte Funktion des Warnsystems überprüft wird.

Weitere Hinweise erhalten Sie zum Download als PDF.

Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, sich die KATWARN – App sowohl für das iPhone als auch für das Android – Smartphone im App-Store herunter zu laden. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Anbieters: KATWARN

NINA - Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes

Nachdem das Fraunhofer Institut KatWarn entwickelt hatte, hat das Bundesamt für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz (BBK) mit einer eigenen App nachgezogen.

Warn-App NINA des Bundes