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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Schützen und pflegen mit System

Wir kümmern uns um Hamburgs Grün – mit Rettungsaktionen für einzelne Bäume genauso wie mit langfristigen Schutzkonzepten und regelmäßigen Gesundheits-Checks für den Bestand.

Baumkontrolle mit Sachverstand und Computertechnik

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Manchmal finden Sie uns oben im Geäst einer alten Eiche, ein anderes Mal mit dem Laptop unter Linden. Und gelegentlich treffen Sie uns auch am Schreibtisch an. Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bezirklichen Gartenbauabteilungen und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sind täglich aktiv in Sachen Baumpflege. Unser Ziel: vitale Stadtbäume für Hamburg.

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Baumkontrolle

Fachmännischer Baumschnitt in luftiger Höhe.

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In Hamburg werden alle Bäume auf öffentlichem Grund regelmäßig kontrolliert. Drohen Äste abzubrechen? Sind Astgabeln eingerissen? Ist der Baum noch standsicher? Um eine Gefährdung für Personen und Dinge auszuschließen, unterziehen wir die Bäume per Sichtkontrolle einem allgemeinen Gesundheits-Check. Wir untersuchen sie auf holzschädigende Pilze, tote Äste, Verletzungen oder Schädlingsbefall. Bei Schäden oder Schadsymptomen, die eine akute Gefahr darstellen, ergreifen wir umgehend die notwendigen Maßnahmen. Hier ist die Stadt in der Pflicht, denn sie muss die so genannte 'Verkehrssicherheit' der Bäume auf öffentlichem Grund gewährleisten.

Baumkataster

Das digitale Baumkataster erleichtert planvolle
Auch ein Baumpfleger geht nicht mehr ohne Computer aus dem Haus: Seit 1997/98 arbeiten wir in Hamburg mit dem digitalen Baumkataster. Auf speziell für den Außendienst entwickelten Computern haben wir vielfältige Informationen zu jedem Straßenbaum erfasst. Bei Kontrollgängen können wir diese nun direkt vor Ort auf dem Bildschirm abfragen, in Karten darstellen und jederzeit ergänzen. Das mühsame Nummerieren der Bäume und die handschriftlichen Eintragungen in gebundene Bücher gehören damit der Vergangenheit an. Dank des digitalen Baumkatasters bleibt uns mehr Zeit für konkrete Pflegemaßnahmen.
Ein weiterer Vorteil des digitalen Baumkatasters: Wir können nun viel leichter Entwicklungen im Baumbestand über längere Zeiträume oder unter verschiedenen Fragestellungen beobachten. Probleme oder Schadsymptome lassen sich so leichter erkennen und analysieren. Entsprechend effektiver leiten wir heute geeignete Maßnahmen in die Wege.

Sanierung alter Bäume

Baumpflege erfordert vollen Einsatz.

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Bei der seit 2001 laufenden intensivierten Baumkontrolle haben wir unerwartet viele, zum Teil schwere Schäden an Bäumen entdeckt. Hamburg hat deshalb ein Programm zur Grundsanierung des Baumbestandes begonnen. Tote oder eingerissene und damit gefährliche Äste werden entfernt und Verletzungen behandelt. Ziel dieses Programms ist es, den wertvollen Baumbestand auch langfristig zu sichern.
Gleichzeitig versuchen wir, die Vitalität älterer Bäume vorbeugend zu stärken. So verbessern wir beispielsweise das Baumumfeld, indem wir den offenen Boden unter der Krone vergrößern, ihn düngen und besser durchlüften.

Jungbaumpflege

Wer pflanzt, muss in die Zukunft denken: Bäume brauchen Platz zum Wachsen - über und unter der Erde

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Ob ein junger Baum zu einem kräftigen Exemplar seiner Gattung heranwächst, entscheidet sich schon bei der Anpflanzung. Wir sorgen deshalb für eine gute Kinderstube. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Wurzelraum. Deshalb heben wir möglichst große Pflanzgruben aus und füllen diese mit speziellen Erdmischungen, die der Belastung im Straßenraum standhalten und dennoch das Wurzelwachstum unterstützen. Pfahlkonstruktionen und Bindungen mit Gurten oder Kokos-Tau geben in den ersten Jahren einen sicheren Stand. Baumbügel schützen vor rücksichtslosen Parkern.
In jungen Jahren wässern wir die Straßenbäume bei Trockenheit und bringen sie mit einem Erziehungsschnitt früh in eine gute Form. Problematische Vergabelungen, die sich im Alter zu einer Gefahr auswachsen, lassen sich jetzt ohne Schwierigkeiten entfernen. Noch sind die Schnittstellen klein und heilen daher rasch.
Grundsätzlich suchen wir für neue Anpflanzungen bevorzugt robuste Sorten aus, die dem extremen Stadtklima trotzen. Dabei kann die Wahl manchmal auch auf nicht heimische Arten fallen.

Bodensanierung

Frische Erde gibt alten Bäumen neue Kraft.

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Hamburg hat die schlimmsten Streusalz-Schäden an seinen Straßenbäumen in den vergangenen Jahren mit einem aufwändigen Bodenaustausch-Programm saniert. Neue Schäden treten heute seltener auf, denn mittlerweile wird Streusalz auch bei Glatteis sparsamer eingesetzt.
Wo es dennoch zu neuen Schäden kommt, hilft die Stadt weiterhin mit ihrem erprobten und effektiven Verfahren. Spezielle Großsauger entfernen wurzelschonend den belasteten Oberboden. Anschließend wird mit Mineralien und viel Wasser das restliche Streusalz verdrängt und die Nährstoffversorgung für den Baum verbessert.

Schutz der Rosskastanien

Bevor die Miniermotte zuschlägt, zeigen sich die Kastanien am Wiesendamm in sattem Grün.

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Die Rosskastanien-Miniermotte setzt den Hamburger Kastanien schwer zu. Sie kennt in unseren Breiten weder natürliche Gegenspieler, noch muss sie bislang andere praktikable Bekämpfungsmethoden fürchten. Zwar hilft die gründliche Laubentfernung, doch gänzlich los werden wir die Motte damit nicht. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat deshalb im Jahr 2002 das 'Hamburger-Cameraria-Projekt' gestartet. Gemeinsam mit dem Biozentrum Klein Flottbek der Universität Hamburg versuchen wir, neue Abwehrstrategien gegen die Miniermotte zu entwickeln.

Ökologische Pflege von Parkbäumen

Pferde sind geschickte Arbeiter im dichten Gehölz.

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Die meisten Parkbäume stehen in dichten Beständen mit Waldcharakter. Neben den oftmals versauerten Böden macht ihnen hier die Konkurrenz um Platz für Wurzel und Krone zu schaffen. Die Bäume stehen häufig so eng beieinander, dass sie sich gegenseitig beeinträchtigen.
Deshalb entwickeln wir für solche Grünanlagen seit 1992 ökologische Pflegekonzepte. Das Ziel sind gesunde, gegen äußere Einflüsse und Belastungen widerstandsfähige Gehölzbestände. Zu den von uns festgelegten Pflegemaßnahmen gehören gezielte Baumfällungen genauso wie standortgeeignete Nachpflanzungen. Für das Ökosystem Wald kann es wichtig sein, standortfremde Arten wie die spätblühende Traubenkirsche zu entfernen, wenn sie für den Naturkreislauf wichtigen heimischen Bäume verdrängen.

Das Ulmenprogramm

Prächtige Ulmen, wie dieser Baum an der Baron-Voght-Straße, sollen auch künftig zum Stadtbild gehören.

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Hamburg zählt nur noch wenige Ulmen. Schuld daran trägt vor allem eine tückische Pilzerkrankung, die Holländische Ulmenkrankheit. Seit dem Jahr 2002 gibt es deshalb das Hamburgische Ulmenprogramm, das von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt betrieben wird. Dieses Programm hat zum Ziel, die Zahl der Ulmen in Hamburg deutlich zu vermehren und gesunde Bäume zu schützen. Der einst stattliche Ulmenbestand soll in den nächsten 25 Jahren wieder auf etwa 6000 Exemplare anwachsen.

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Kontaktmöglichkeit
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Gerhard Doobe Landschafts- und Grünplanung Alter Steinweg 4 20459 Hamburg
Tel.: E-Mail: