Rudern Der Deutschland-Achter siegt auf dem Nordostsee-Kanal

Die besten Ruder-Achter waren wieder zu Gast bei der Langstreckenregatta auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Vom 13. bis zum 15. Oktober 2017 fand der 17. SH Netz Cup statt. Und wieder einmal gewann Deutschland

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SH Netz Cup in Rendsburg

Das Rennen 2017

Deutschland gewann im Jahr 2017 bereits zum 13. Mal den Kanal-Cup. Es war ein Start-Ziel-Sieg. Das Deutsche Boot brauchte für die 12,7 Kilometer lange Strecke 36:58 Minuten und war damit neun Sekunden schneller als der zweitplatzierte US-Achter (37:07 Minuten). Auf Platz drei kamen die Briten, Holland wurde Vierter. Für einen Streckenrekord reichte es nicht, der Wind spielte nicht mit. „Es war unfassbar anstrengend. Ich habe die Amerikaner verflucht, dass sie nicht aufgegeben haben“, sagte Schlagmann Felix Wimberger nach dem Rennen. Übrigens gewann der Deutschland-Achter auch des sogenannte Rendsburg-Triple: Das Ergometer-Rennen am Freitag (der Sieger darf sich die bahn für Sonntag aussuchen), den Sprintcup am Sonnabend und das Hauptrennen am Sonntag.

Der SH Netz Cup 2017

Das traditionelle Ruderereignis wurde in diesem Jahr vom 13. bis zum 15. Oktober auf dem Nordostsee-Kanal ausgetragen. Höhepunkt war die Langstrecken-Regatta für die weltbesten Ruderachter am 15. Oktober. Im Deutschen Boot befindet sich erneut ein Hamburger. Im vergangenen Jahr saß noch Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Eric Johannesen im Siegerboot. Der legt in diesem Jahr ein Pause ein – das Studium geht vor. Aber, für Ersatz ist gesorgt: An seiner Stelle saß nun Bruder Torben im Boot. Bei den Sommerspielen in Rio 2016 war er noch Ersatzmann und kam nicht zum Einsatz.

Die HanseWerk Gruppe ist seit Beginn der Veranstalung im Jahr 2001 als Sponsor dabei. Damals starteten drei Teams: Die USA, Holland und Deutschland. Ein Jahr später kamen die Briten hinzu. Rekordsieger ist Deutschland mit 13 Siegen.

Diese Achter traten an

Deutschland
Weltmeister und Europameister 2017, Olympiasilber in Rio 2016.
Das Team:
1: Richard Schmidt (10. Jahr Rendsburg)
2: Malte Jakschik
3: Jakob Schneider
4: Torben Johannesen
5: Maximilian Planer
6: Felix Wimberger
7: Johannes Weißenfeld
8: Laurits Follert
Steuermann: Martin Sauer
Trainer: Uwe Bender
USA
Platz zwei bei der WM 2017, Platz vier in Rio
Holland
Platz drei in Rio
England
Weltmeister 2013 bis 2015, Olympiasieger 2016 in Rio

Das Programm

Beim größten Rudersportfest in Deutschland gab es neben dem Sport ein Unterhaltungsprogramm, das keine Wünsche offen ließ. Auf der NDR 1-Bühne unterhalb der Rendsburger Hochbrücke traten im Abendprogramm am Freitag Freestyle und Poohlmann auf. Am Sonnabend nach dem Sprint-Cup der Internationalen Achter sorgte Michael Patrick Kellly in dieser einmaligen Kulisse für Partystimmung.

Freitag, 13. 10.
19 bis 21.00 Uhr: NDR 1 und Schleswig Holstein-Magazin-Party. Liveauftritt: Freestiyle
21 bis 21.15 Uhr: Eröffnung der Veranstaltung
21.15 bis 21.45 Uhr: Stadtwerke Ergo-Cup der internationalen Achter
21.45 bis 0.00 Uhr: NDR 1 und Schleswig Holstein-Magazin-Party. Liveauftritte: Freestyle und Pohlmann

Sonnabend, 14. 10.
11.00 bis 13.40 Uhr: 4. SparkassenCanalTriathlon (500 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Rad, 5 Kilometer Laufen)
13.45 bis 14.00 Uhr: Siegerehrung
14.30 bis 15.00 Uhr: Drachenboot AktivRegion-Cup
15.00 bis 17.00 Uhr: 50er-Feuerdrachen-Cup
17.45 bis 18.15 Uhr: Ruder-Sprint-Cup der internationalen Achter
18.15 bis 18.45 Uhr: Siegerehrungen Drachenboot
18.45 bis 19.00 Uhr: Siegerehrung Achter
19.00 bis 23.00 Uhr: NDR 1 und Schleswig Holstein-Magazin-Party. Liveauftritt: Michael Patrick Kelly

Sonntag, 15. 10.
11.00 bis 12.00 Uhr: Rudergottesdienst
12.30 bis 13.30 Uhr: Schüler-Achter-Cup
13.30 bis 14.10 UHr: NDR 1 und Schleswig Holstein-Magazin-Party
14.10 bis 15.30 Uhr: VIP-Ruder-Cup
15.30 bis 16.30 Uhr: Warm up zum SH Netz Cup der Ruderachter
16.30 bis 17.30 Uhr: SH Netz Cup der Ruderachter
17.30 bis 18.15 Uhr: Fallschirmspringen der LTG 63 der Bundeswehr
17.30 bis 18.15 Uhr: NDR 1 und Schleswig Holstein-Magazin-Party
18.15 bis 18.30 Uhr: Vergabe der Sportpakete „Kein Kind ohne Sport“
18.30 bis 19.30 Uhr: Siegerehrungen der Ruderachter

Der Eintritt ist frei und für jedermann zugänglich.

Wieder dabei: Der Sprint Cup
Bis 2012 gehörte der Sprint Cup der Achter fest zum Programm in Rendsburg. Nach drei Jahren auf der Hamburger Binnenalster kehrte dieser auch für die Zuschauer besonders attraktive Wettbewerb im Jahr 2016 zurück auf den Nord-Ostsee-Kanal. Das Rennen am Sonnabend geht über die kurze Distanz von 400 Meter.

50er-Feuerdrachen-Cup
20 Freiwillige Feuerwehren traten gegeneinander an – zehn von der Nordseite und zehn von der Südseite des Kanals. Nach den Vorläufen in 10er Drachenbooten kamen beim Finallauf der jeweils fünf besten Mannschaften zwei in Europa einmalige 50er-Drachenboote zum Einsatz. Die Preisgelder von 5000 € kommen den Freiwilligen Feuerwehren zugute und werden auch 2016 von der Schleswig-Holstein Netz AG zur Verfügung gestellt.

Drachenboot-AktivRegion-Cup
Die AktivRegion „Eider- und Kanalregion“ Rendsburg rief 2016 alle Partner, Sponsoren und Freunde der Veranstaltung zur Teilnahme am Drachenboot-AktivRegion-Cup auf. Gepaddelt wird in 10er-Drachenbooten.

SparkassenCanalTriathlon

Der Triathlon für jedermann gehört schon traditionell zum HanseWerk Cup. Die Strecken: 500 Meter Schwimmen im Rendsburger Kreishafen; 25 Kilometer radfahren entlang des Kanals; 5 Kilometer Laufen. Die Wechselzone der Sportler befindet sich direkt vor der großen NDR-Bühne im Kreishafen.

Alle Sieger auf einen Blick

2017: Deutschland
2016: Deutschland
2015: Großbritannien
2014: Deutschland
2013: Deutschland
2012: Deutschland
2011: Deutschland
2010: Großbritannien
2009: Deutschland
2008: Deutschland
2007: Deutschland
2006: USA
2005: Cambridge
2004: Deutschland
2003: Deutschland
2002: Deutschland
2001: Deutschland

Der Deutschland-Achter siegt auf dem Nordostsee-Kanal
Die besten Ruder-Achter waren wieder zu Gast bei der Langstreckenregatta auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Vom 13. bis zum 15. Oktober 2017 fand der 17. SH Netz Cup statt. Und wieder einmal gewann Deutschland
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