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Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Fragen und Antworten

Sprechblasen / BSU
„Sie planen mit der Verlegung der Reichsstraße eine Autobahn!“

Nein, die neue B 4/75 wird eine Bundesstraße bleiben. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dann 80 km/h. Ihr Querschnitt wird jedoch regelgerecht den Anforderungen an heutige Sicherheitsstandards angepasst und mit Standstreifen versehen. Zusätzliche neue Verkehrsaufgaben wird die Bundesstraße aber nicht übernehmen.

Sprechblasen / BSU
„Die Bahn baut doch seit Jahren keinen Lärmschutz!“

Mit der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße erhalten Sie einen Anspruch auf effizienten Schutz vor Straßen- und Schienenlärm. Entlang der neuen gebündelten Bahn- und Straßentrasse werden allein für die Schiene verpflichtend 25.000 qm Lärmschutzwände auf einer Länge von 6,2 km errichtet. Hinzu kommen weitere Lärmschutzwände an der verlegten Straße.

Sprechblasen / BSU
„Warum wird der Verkehr nicht auf die vorhandenen Autobahnen umgeleitet?“

Die Wilhelmsburger Reichsstraße dient als Bundesstraße in der Baulast des Bundes der Ergänzung der überregionalen Autobahnen. Sie wickelt überwiegend regionalen Verkehr aus Wilhelmsburg, den benachbarten Stadtteilen und dem Umland ab. Umleitungen auf die hochbelasteten Autobahnen A 1 und A 7 würden dort zu gefährlichen Verkehrsbehinderungen führen. Trotzdem würde der Verkehr in Wilhelmsburg nicht verschwinden. Autofahrer, die auf die Insel möchten, würden sich ihren Weg durch Wohngebiete bahnen. Wenn das verhindert werden soll, ist eine Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße sinnvoll.

Sprechblasen / BSU
"Ich wohne in der Rotenhäuserstraße. Zwar ermöglicht mir die Neue Wihelmsburger Reichsstraße eine bessere Verkehrsanbindung, aber ich befürchte eine höhere LKW-Belastung. Ist ein LKW-Verbot möglich?"

Ziel ist es, den Verkehr in Wohn- und Bezirksstraßen zu beruhigen. Eine Diskussion über Lärmschutzzeiten für LKW und das Sperren des LKW-Durchgangsverkehrs in Nebenstraßen ist durchaus denkbar – der Verkehr soll prinzipiell auf den großen Straßen gebündelt werden.

Sprechblasen / BSU
"Wäre es nicht möglich, eine zweite Ausfahrt weiter südlich vom Vogelhüttendeich zu öffnen?"

Das ist leider nicht möglich, da es hier geometrische Probleme gibt. Aufgrund der baulichen Situation und der beengten Raumverhältnisse lässt sich z.B. eine Anschlussstelle auf Höhe der Neuenfelder Straße leider nicht realisieren. Selbst der Anschluss im Bereich Rotenhäuser Straße kann infolge der seitlich eingeschränkten Platzverhältnisse durch angrenzende Bebauung und Bahnanlagen nur in Form von rautenförmigen Rampen („holländische Rampen“) umgesetzt werden.

Sprechblasen / BSU
"Den Straßenverkehr kann man doch anders lenken, zum Beispiel LKW-Güter über die Schiene befördern. Warum macht man das nicht?"

In der Metropolregion Hamburg sind viele Unternehmen angesiedelt, die direkt über den Güterverkehr mit dem Hafen verbunden sind. Diese Güterverkehre können jedoch nur eingeschränkt auf die Schiene verlagert werden. Das liegt zum einen daran, dass das Schienennetz zum Erreichen dieser Ziele nicht so feinräumig ausgelegt ist, zum anderen sind LKW im regionalen Bereich in vielerlei Hinsicht flexibler und werden daher häufig von den Unternehmen bevorzugt. Daher ist Hamburg bestrebt, den Straßengüterverkehr über das Fernstraßennetz konzentriert zum bzw. vom Hafen zu leiten, so dass möglichst kein Durchgangsverkehr durch Wohngebiete stattfindet.

Sprechblasen / BSU
"Wie sieht die zeitliche Planung für die Verlegung der Reichsstraße aus? Wird der Umbau noch vor der igs 2013 Auswirkungen auf den Verkehrsablauf haben?"

Der Zeitplan in Verbindung mit der igs 2013 ist nach wie vor sehr ehrgeizig. Das Planfeststellungsverfahren zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße ist mit der öffentlichen Auslegung am 17. Februar 2011 eröffnet worden mit dem Ziel, noch in 2011 das Baurecht zu erlangen. Ein frühestmöglicher Baubeginn wäre dann in 2012 möglich. Der Umbau wird weitestgehend keine Auswirkungen auf den Verkehrsablauf  haben, da die vorhandene Trasse während  der Bauphase weiterhin unter Verkehr sein wird. Lediglich in der Abschlussphase werden verkehrslenkende Maßnahmen erforderlich werden, die auf ein Minimum reduziert sein werden.

Sprechblasen / BSU
"Warum werden Prognosen für die Verkehrsentwicklung in Wilhelmsburg bis 2025 erstellt? Eine solch weitsichtige Vorbestimmung ist doch gar nicht möglich."

Üblicherweise werden Prognosen für die Verkehrsentwicklung für Zeiträume von 15 bis 20 Jahren vorgenommen. Das Prognosejahr für die Verkehrsentwicklung im Rahmen der Verkehrsuntersuchungen zur Wilhelmsburger Reichsstraße ist 2025. Ein solches Zeitintervall ist wichtig, um die häufig umfangreichen Investitionen für Verkehrsprojekte  effizient und nachhaltig einsetzen zu können. In die Verkehrsprognose gehen unterschiedliche Randbedingungen ein, von denen sich einige, wenn auch nicht alle, gut abschätzen lassen. Dazu zählen z.B. die demographische Entwicklung, geplante städtebauliche Maßnahmen und weitere Verkehrsprojekte selbst. Gleichermaßen fließen Abschätzungen zur lokalen wie zur überregionalen wirtschaftlichen Entwicklung ein (z.B. Hamburger Hafen, EU-Osterweiterung). Insgesamt können so Verkehrsentwicklungen relativ sicher vorausgesagt werden. Die Vorgehensweise stellt eine gängige und anerkannte Praxis dar.

Sprechblasen / BSU
"Was passiert mit der alten Trasse der Reichsstraße?"

Der Rückbau der vorhandenen Wilhelmsburger Reichsstraße ist ein wesentliches Projektziel des Bauvorhabens. Insbesondere im Wilhelmsburger Inselpark aber auch in den übrigen Bereichen, z.B. der Freiraumachse Ernst-August-Kanal, bewirkt der Rückbau eine wesentliche Verbesserung für Umwelt und Umfeld. Zerschneidungswirkungen der alten Trasse werden aufgehoben und erhebliche Stadtentwicklungspotenziale innerhalb Wilhelmsburg freigesetzt.

Sprechblasen / BSU
"Bedeutet mehr S-Bahn-Verkehr weniger PKW-Verkehr auf der Straße?"

Derzeit erleben wir, dass z.B. die S-Bahn-Erweiterung Richtung Stade zu vielen zusätzlichen Fahrgästen geführt hat, weshalb möglichst viele S-Bahn-Fahrzeuge auf dieser Linie eingesetzt werden. Ein weiter verbessertes S-Bahn-Angebot kann insbesondere auf dieser stark belasteten Linie weitere Pkw-Nutzer zum Umsteigen vom Auto auf die Bahn motivieren.Das Umsteigepotenzial und damit eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs auf der Straße hängt z.B. davon ab, wie komfortabel und schnell die eigenen Ziele erreicht werden können und welche Kosten durch das Bahnfahren im Vergleich mit dem PKW entstehen.