Ausgerechnet zum verlängerten Wochenende spielt das Wetter nicht mit. Besonders heftig erwischt es die Alpenregion. Dort kommen zwischen Donnerstag- und Samstagabend ganz erhebliche Regenmengen zusammen.
Dank der vielen Feiertage im Mai eignet sich dieser Monat optimal für einen Kurzurlaub. Nimmt man einen Brückentag dazu, dann wird aus Christi Himmelfahrt ein schönes, langes Wochenende. Ein beliebtes Reiseziel unter den Kurzurlaubern ist die Alpenregion. In den kommenden Tagen werden jedoch heftige Regenfälle vielerorts die Wanderlust trüben.
Ein Tief bei den Britischen Inseln lenkt nämlich wolkenreiche und kühlere Atlantikluft in Richtung Mitteleuropa. Im Übergangsbereich zu warmer Luft bilden sich dabei Gewitter und teils kräftige Regenschauer. Über der Alpenregion setzt sich diese Grenze zwischen kalter und warmer Luft bis Samstagabend fest. Daraus folgen teils heftige, auch lang anhaltende Regenfälle.
Heute Vormittag verdecken in weiten Teilen der Schweiz bereits viele Wolken den Himmel. Die Temperaturen klettern auf 15 bis 22 Grad, im Tessin auf 24 Grad. In Österreich ist es zunächst freundlich. Hier zeigt sich vor allem im Osten häufig die Sonne ungestört. Die Höchstwerte erreichen noch mal 20 bis 27 Grad. Im Laufe des Nachmittags nähern sich dann dunkle Regenwolken den Westalpen. Schauer und vereinzelte Gewitter sind die Folge. Am Freitag breitet sich das Wolkenband mit ausgiebigem Regen weiter ostwärts aus. In der Nacht zum Samstag dringt es dann bis in die Ostalpen vor. Gleichzeitig kühlt sich die Luft merklich ab. Die Schneefallgrenze sinkt.
Örtlich droht durch die großen Regenmengen vor allem in Muldenlagen und entlang von Bächen sowie kleinen Flüssen Überschwemmungsgefahr. Zwischen der südöstlichen Schweiz und der Mitte Österreichs, aber auch im Südosten Deutschlands fallen bis Samstagabend örtlich 50 bis 90 Liter Regen. Stellenweise können sogar 100 Liter erreicht werden. Aufgrund der starken Regenfälle ist im Gebirge die Gefahr durch Schlammlawinen erhöht, betont wetter.net.
Paulina Fischer
Geografie M.A.
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