Der Mai droht in vielen Regionen Deutschlands zu kalt und zu nass zu werden. Auch der Sonnenschein bleibt hinter den Erwartungen zurück.
In den meisten Regionen Deutschlands zeichnet sich bereits heute ein zu kalter Monat ab. In der gesamten Westhälfte und in einigen Gebieten in der Mitte und im Süden ist der Monat bereits jetzt zu kalt und eine Besserung ist in den nächsten Tagen nicht wirklich in Sicht. Die sich abzeichnende Erwärmung zum Dienstag erweist sich voraussichtlich leider als Eintagsfliege. Begünstigt bei den Temperaturen waren bislang der Nordosten und Osten unseres Landes. Dieser Trend setzt sich auch in der letzten Maiwoche phasenweise fort. Mit den zu erwartenden Temperaturen der nächsten Woche kann sich dort ein leichtes Plus bis in den Monatswechsel hinüber retten und in die Klimageschichte eingehen. Im Mittel über das gesamte Gebiet wird sich jedoch ein kleines Wärmedefizit einstellen.
Ganz anders sieht es bei den Regenmengen aus. Hier kann von Defiziten kaum die Rede sein, von ganz wenigen Ausnahmeregionen abgesehen. Vielmehr wird das Monatssoll erreicht, mitunter sogar schon jetzt überschritten. Lediglich in einigen Regionen Baden-Württembergs, Bayerns, Brandenburgs und Sachsens liegt die Regenausbeute bislang noch unter dem Durchschnitt. Allerdings dürfte es bei den zu erwartenden Regensummen der nächsten Tage zumindest in Sachsen ebenfalls zu einem Überschreiten der 100% Marke kommen.
Einheitlich, aber unerfreulich ist der Trend über das gesamte Land hinweg dagegen bei den Sonnenscheinstunden. Lediglich ein bis zwei Drittel der im langjährigen Mittel zu erwartenden Sonnenscheindauer sind zu verzeichnen. Daran ändert sich bis Monatsende leider nichts mehr grundlegend, auch wenn ein paar Sonnenstunden hier und da noch hinzukommen. Im Schnitt müssen wir uns auf einen erheblichen Sonnenscheinmangel einstellen. Ein Defizit von rund einem Drittel entspricht rund 65 fehlenden Sonnenstunden. Der Mai knüpft damit leider nahtlos an den bisherigen ausgesprochen trüben Verlauf des Jahres 2013 an.
Als Fazit lässt sich festhalten, dass der Mai 2013 in vielen Teilen leicht zu kalt, vor allem aber zu nass und zu trüb ausfallen wird, so wetter.net.