Nach wie vor ist uns die Sonne nicht gewogen. Nach einem passablen April hinkt nun die Sonnenscheindauer stellenweise erheblich hinter dem Monatssoll hinterher. Ein Defizit ist besonders über dem Süden und Westen zu beklagen.
Dagegen pendeln im Norden und Osten auch nach zwei Monatsdritteln die Sonnenscheinstunden im Bereich der langfristigen Erwartungswerte oder etwas darüber. Dagegen müssen wir uns im Süden und Westen des Landes mit einem Mangel an Sonnenstunden begnügen. Stellenweise fehlen mittlerweile 30 Sonnenstunden und mehr. Meist liegt der Fehlwert bei 15 bis 25 Sonnenscheinstunden, so das Team von wetter.net. Eine Besserung im Sinne einer Aufholjagd ist nicht in Sicht.
Die Temperaturen entwickeln sich weiterhin uneinheitlich. Einem relativ warmen Osten mit einem Wärmeüberschuss von 1 bis 1,5 Grad, örtlich von mehr als 2 Grad, stehen Werte um den Durchschnitt im Süden und über der Westhälfte entgegen. Dort liegen die Abweichungen in beide Richtungen bei 0,5 Grad oder weniger, nur vereinzelt höher. Für das letzte Maidrittel verstärkt sich zunächst einmal die Tendenz zu einem Temperaturdefizit, an immer mehr Stationen wird sich ein Fehlbetrag in Sachen Wärmeangebot einstellen. Und auch im Osten schmilzt das Temperaturplus dahin.
Die Regenmengen sind im Osten und Norden und Süden vereinzelt übererfüllt, oft aber im Bereich des Erwartungswertes, vereinzelt aber auch deutlich darunter. Die Regensummen werden jedoch in einigen Regionen in der Mitte in den nächsten Tagen drastische Änderungen erfahren, so dass im Mittel von einem zu nassen Mai ausgegangen werden muss. Dies wird allerdings, wie üblich, nicht flächendeckend für das gesamte Land gelten. Einige zu trockene Ecken vor allem im Südwesten des Landes könnten dem nassen Mai trotzen und ein Regendefizit ausweisen.