Behörde für Umwelt und Energie

Mehr als 110 MW installierte Leistung Windenergie in Hamburg

Mehr als 65 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 110 Megawatt (MW) auf der Fläche des Stadtstaats.

Windenergie in Hamburg

Die Windenergie an Land (Onshore Wind) ist eine weit fortgeschrittene und kostengünstige Art, große Mengen erneuerbaren Stroms zu erzeugen. Daher ist sie ein sehr wichtiger Baustein für die Energiewende und den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

In einem Stadtstaat wie Hamburg sind die Flächen für die Windenergie-Nutzung eng begrenzt, aufgrund vieler anderer Nutzungen und des Schutzes von Mensch, Natur, Umwelt und Arten. Trotzdem haben die Betreiber von Windenergieanlagen die installierte Leistung in Hamburg auf mehr als 110 Megawatt gesteigert.

Neue Flächen für Windenergie in Hamburg

Eine grundlegende Voraussetzung für den Ausbau der Windenergie ist die Darstellung von Eignungsflächen für Windenergie im Flächennutzungsplan, die im Dezember 2013 von der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossen wurde. Auf diesen Flächen können neue Anlagen gebaut werden, zudem lassen sich ältere Windenergienlagen am gleichen Standort durch moderne, leistungsstärkere Modelle ersetzen - diesen Prozess nennt man Repowering.

Mehr Strom durch Repowering

Mit dem Neubau und dem Repowering von Windenergieanlagen in Hamburg ist es gelungen, die installierte Leistung an Windenergie in den letzten Jahren für hamburgische Verhältnisse stark zu steigern. Von rund 60 MW vor fünf Jahren ist die installierte Leistung auf über 110 MW im Jahr 2017 gestiegen.

Neben den Windenergieanlagen im Außengebiet an den Standorten Altengamme, Curslack, Francop, Georgswerder, Neuengamme und Ochsenwerder spielt mittlerweile auch der Hamburger Hafen als Standort für Windenergieanlagen eine wichtige Rolle. Erst 2017 wurden je drei neue Windenergieanlagen mit je 3 MW Leistung bei Trimet und ArcelorMittal errichtet.

Mit dem Zubau an Erzeugungsleistung steigt auch der ins Netz eingespeiste, regenerative Strom aus Windenergie. Denn moderne Anlagen haben aufgrund verbesserter Technologie deutlich bessere Wirkungsgrade und können mit höheren Türmen einen stärkeren Wind nutzen.

Einer Faustregel nach geht man dabei davon aus, dass jeder Meter an Höhe bei einer modernen Windenergieanlage ein Prozent mehr Ertrag an regenerativem Strom bringt. Das ergibt sich dadurch, dass in größeren Höhen der Wind stetiger und mit weniger Verwirbelungen weht. Zusätzlich können in größeren Höhen auch größere Rotoren installiert werden: Letztendlich hängt die Menge des erzeugten regenerativen Stroms an der vom Wind überstrichenen Rotorfläche.

Größere Windenergieanlagen bedeuten nicht zwangsläufig eine stärkere Störung der Nachbarschaft durch Geräusche oder Schattenwurf. Für diese Emissionen sind Richt- und Grenzwerte festgelegt, die eingehalten werden müssen. Moderne Anlagen bieten die Möglichkeit, sie aus der Ferne via Computer zu überwachen. So lassen sich die Anlagen bei Erreichen von Grenzwerten in der Leistung drosseln oder - falls nötig - abschalten.

Repowering bietet zudem die Möglichkeit, die optische Wirkung der Windenergieanlagen zu verbessern: Statt eines dichten Gedränges kleiner, schnell drehender Anlagen zeichnet sich ein moderner Windpark durch geringe Drehzahlen und größere Abstände der Windenergieanlagen untereinander aus.

Interaktive Karte mit Windkraftanlagen in Hamburg

Auf dieser Karte sehen Sie die Standorte von Windkraftanlagen in Hamburg.