Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

1.11.2015 bis 31. März 2016 Hamburger Winternotprogramm für obdachlose Menschen

In Hamburg muss niemand auf der Straße schlafen!

Hamburger Winternotprogramm für obdachlose Menschen

vergrößern Unterkunft für Obdachlose in einem Wohncontainer (Bild: FHH)

Vom 1. November 2015 bis zum 31. März 2016 stellte Hamburg für obdachlose Frauen und Männer 890 zusätzliche Schlafplätze (seit Januar 2016: 1.040 Schlafplätze) in Gemeinschaftsunterkünften und Wohncontainern zur Verfügung.

Die Übernachtung war kostenlos.

In den Gemeinschaftsunterkünften erfolgte die Unterbringung in Räumen mit mehreren Betten.

In den Wohncontainern konnten zwei bis vier Menschen übernachten.

Wo waren die Übernachtungsstätten?

Münzstraße

400 Schlafplätze (seit Januar 2016: 450 Schlafplätze) befanden sich in einem Gebäude und in Wohncontainern auf dem Gelände der ehemaligen Schule Münzstraße 6-9, 20097 Hamburg. Sie standen täglich von 17.00 Uhr bis 9.00 Uhr zur Verfügung.

So kommen Sie zur Unterkunft: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Hauptbahnhof, von dort sind es ca. fünf Minuten Fußweg (HVV-Fahrplan | Stadtplan).

Hier war auch die zentrale Vermittlung der Schlafplätze.

Schaarsteinweg

350 Schlafplätze (seit Januar 2016: 450 Schlafplätze) befanden sich in einem ehemaligen Verlagsgebäude am Schaarsteinweg 14, 20459 Hamburg. Sie standen täglich von 19.00 Uhr bis 9.00 Uhr zur Verfügung. Hier fanden Menschen auch dann einen Schlafplatz, wenn sie nicht vorher in der Münzstraße bei der zentralen Platzvermittlung waren.

So kommen Sie zur Unterkunft: Mit der U-Bahn (U3) bis zur Haltestelle Baumwall, von dort sind es ca. 5 Minuten Fußweg (HVV-Fahrplan | Stadtplan).

Weitere Plätze

140 Schlafplätze waren wie in den vergangenen Jahren in Wohncontainern über das ganze Stadtgebiet verteilt: Bei Kirchengemeinden, bei der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Alexanderstraße und bei der Evangelischen Hochschule für Sozialpädagogik beim Rauhen Haus.

Wichtig: Kein Bus-Shuttle!

Die Notunterkünfte liegen in diesem Winter sehr zentral, in der Mitte der Stadt. Deshalb gibt es keinen Shuttle-Bus.

Wer vermittelte die Schlafplätze?

Für einen Schlafplatz konnten sich Obdachlose an die zentrale Unterkunft Münzstraße 6 - 9 wenden. Dort wurden Schlafplätze in den beiden städtischen Standorten Münzstraße und Schaarsteinweg vermittelt.

Die Vermittlung der Schlafplätze bei den Kirchengemeinden erfolgte

Nur für obdachlose Frauen (Mo./Do./Sa./So. 14-19 Uhr, Mi. 10-15 Uhr) auch über den Tagestreff „Kemenate”, Charlottenstraße 30, 20257 Hamburg (U2 "Emilienstraße"), Telefon: 4 30 49 59.

Anlaufstelle für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger aus Osteuropa

Die Anlaufstelle PLATA berät obdachlose Menschen aus Osteuropa informiert und bietet Hilfen bei der Rückkehr in das jeweilige Heimatland. Die Mitarbeitenden sprechen Englisch, Russisch, Ungarisch, Bulgarisch, Polnisch, Rumänisch und Deutsch.

Die Anlaufstelle befindet sich in der Rosenallee 11, 20097 Hamburg, Tel. Telefon: 28 00 43 11 oder 28 00 43 12.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 11.30 Uhr und nach Vereinbarung

Obdachlose EU-Bürger, die keine Ansprüche auf Sozialleistungen haben, können nicht öffentlich-rechtlich untergebracht werden.

Wenn erwünscht, wird die Rückreise in das jeweilige Heimatland von PLATA unterstützt und vorbereitet.

Ganzjährig verfügbare Angebote

Für obdachlose Menschen stehen das ganze Jahr zur Verfügung:

  • Sieben Tagesaufenthaltsstätten.
  • Soziale Beratungsstellen für wohnungslose Menschen in jedem Bezirk.
  • Gesundheitshilfen wie die Krankenstube, Schwerpunktpraxen für Wohnungslose, spezielle ärztliche Sprechstunden für Obdachlose in den Tagesaufenthaltsstätten Bundesstraße und Kemenate (Frauen) sowie die Mobile Hilfe und das Zahnmobil.
  • In jedem Bezirksamt gibt es eine Fachstelle für Wohnungsnotfälle, die Plätze in Wohnunterkünfte vermittelt und bei der Wohnungssuche hilft.
  • Das Jobcenter, Kleine Reichenstraße 2, 20355 Hamburg, prüft Ihre Ansprüche auf Sozialleistungen.
  • Plätze in in Wohnunterkünften und Notübernachtungsstellen.
  • Straßensozialarbeiter in der Innenstadt und in den Bezirken.

Mehr Informationen

Ein Faltblatt mit allen praktischen Informationen zum Winternotprogramm sowie die Broschüre "Das soziale Hilfesystem für wohnungslose Menschen in Hamburg" sind kostenlos erhältlich.

Alle Informationen über Unterstützungsmaßnahmen für obdachlose Menschen in Hamburg finden Sie unter www.hamburg.de/obdachlosigkeit.

Ich möchte helfen

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, finden Sie hier weitere Informationen.

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