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Wirtschaft und Innovation

Hamburg hat die Chance auf ein über dem Bundesdurchschnitt liegendes Wachstum. Diese Chance wollen wir nutzen. Handwerker und Dienstleister, Forscher und Kreative, Großindustrie und Mittelstand und die vielen Labore des Neuen können sich auf uns verlassen. Wir wollen eine Kultur der Selbstständigkeit fördern.

 

Containerumschlag
Containerumschlag (Bild: www.mediaserver.hamburg.de/M. Brinckmann)

Bündnis für den Mittelstand

Mit einem Bündnis für den Mittelstand wollen wir insbesondere auch kleine und kleinste Unternehmen unterstützen. Dazu werden wir mit den Kammern auf der Basis einer Mittelstandsvereinbarung gemeinsam handeln. Wir wollen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen die Möglichkeit kleiner Lose nutzen und kleine und mittlere Unternehmen vor unseriösen Anbietern und Lohndumping schützen, indem wir auf Tariftreue und Mindestlöhne achten.

Masterplan Handwerk

Im Zusammenhang mit der Mittelstandsvereinbarung wollen wir mit Kammern, Verbänden und Betrieben gemeinsam eine Strategie zur Stärkung des Handwerks ausarbeiten. Wir wollen Vereinbarungen schließen, u.a. über die Bereiche Fachkräfte, Ausbildung, Vergabe, Existenzgründung und Betriebsnachfolge. Wir wollen Gewerbe- und Handwerkerhöfe entwickeln, die es Handwerksbetrieben erlauben auch in der verdichteten Stadt ihre Dienste kundennah anzubieten. Mieten und Pachten müssen bezahlbar sein.

Fortentwicklung des Masterplans Industrie

Den gemeinsam mit der Handelskammer und dem Industrieverband Hamburg erarbeiteten Masterplan Industrie wollen wir fortschreiben. Er stellt eine bewährte Form der Zusammenarbeit für die Abstimmung und gemeinsame Entwicklung von Strategien zwischen Industrie, Kammer und Verwaltung dar.

Errichtung einer Investitionsbank

Wir werden die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt zu einer Investitionsbank umbauen, in der sämtliche Fördermittel der Wirtschaftsförderung, des Wohnungsbaus, des Umwelt- und des Klimaschutzes gebündelt werden sollen. Über Ausnahmen entscheidet der Senat. In diesem Rahmen prüfen wir auch die Fortführung des im Rahmen des Konjunkturprogramms eingeführten „Feuerwehrfonds“ als Bürgschaftsprogramm.

Bürokratiekosten senken: Verwaltung als Partner der Wirtschaft

Durch klare Verantwortlichkeiten, zeitnahe und transparente Handhabung von Genehmigungsverfahren und verlässliche Entscheidungen erfahren die Unternehmen die Verwaltung als Partner. Wir werden die bezirklichen Zentren für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt in ihrer Rolle als erste Ansprechpartner für die Wirtschaft stärken und qualifizieren. Fall- und Verfahrensmanager sollen die Unternehmen in Verwaltungsverfahren unterstützen.

Innovationshauptstadt für Europa

Die Innovationskraft unserer Unternehmen entscheidet über die Wachstumschancen von heute und morgen. Durch die zielgerichtete Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung wollen wir Hamburg zu einer Innovationshauptstadt für Europa machen. Themen sind

  • Förderung von Forschungs- und Kooperationsflächen für Hochschulen, Unternehmen und innovative Existenzgründer (Technologieparks, Innovations‐ und Forschungscampus mit Hochschulanbindung)
  • Weiterentwicklung der anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen und Ausbau der gemeinsamen Einrichtungen der beruflichen und akademischen Aus- und Weiterbildung
  • Optimierung der bestehenden Hamburger Förderstruktur
  • Förderung von technologieorientierten Existenzgründungen durch aufeinander aufbauende Finanzierungsinstrumente
  • Entwicklung eines neuen Hamburger Innovationsportals, das alle innovationsrelevanten Informationen transparent abbildet
  • Aktivitäten in Brüssel, damit die Europäische Union (EU) ihre Förderprogramme unter Vereinfachung der Verfahren stärker auf die Förderung von Innovation und Forschung konzentriert
  • Innovationskontaktstelle zwischen Unternehmen und Hochschulen

Das Zusammenwirken der Innovationsstiftung Hamburg mit der neuen Investitionsbank ist zu klären.

Cluster stärken

In Clustern arbeiten Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung gezielt zusammen, um die Wachstumschancen in ausgewählten Branchen und Wirtschaftszweigen zu nutzen. Die konzeptionelle Ausrichtung und operative Steuerung der Wirtschaftscluster haben wir in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) zusammengeführt.

Das Luftfahrtcluster werden wir durch die Weiterentwicklung des Luftfahrtforschungsprogramms, des "Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung" (ZAL) sowie des "Hamburg Center of Aviation Training" (HCAT) weiter stärken.

Die Logistik-Initiative werden wir durch Unterstützung der anwendungsorientierten Forschung, Flächenbereitstellung, die Optimierung des Hafen- und Logistikmarketings und Pilotprojekte zur nachhaltigen Logistik weiter unterstützen.

Hamburg hat die Chance zur Hauptstadt des e‐Commerce zu werden. Diese Chance wollen wir nutzen. Durch das Aufsetzen eines maritimen Forschungsprogramms wollen wir das Maritime Cluster weiter auf- und ausbauen.

Durch das Cluster Erneuerbare Energien wollen wir Hamburg zur Hauptstadt der Windkraft in Deutschland entwickeln und gemeinsam mit den norddeutschen Ländern die Region zu einem der führenden Stadtorte dieser Branche auf der Welt machen.

Die Gesundheitswirtschaft und Life Sciences sind Wachstumsmärkte der Zukunft, die wir durch eine gezielte Clusterpolitik ausbauen. Hamburg soll nicht nur eine vorbildliche Gesundheitsversorgung haben, sondern auch hervorragende Bedingungen für Unternehmen garantieren, die gesundheitsbezogene Produkte und Dienstleistungen auf dem europäischen und Weltmarkt anbieten.
Für alle Cluster spielt die Sicherung des Fachkräftepotenzials durch erfolgreiche Qualifizierungsinitiativen in den Clustern und Ergänzung um clusterübergreifende und berufsfeldorientierte Maßnahmen eine zunehmende Rolle.

Gegenüber der EU werden wir dafür eintreten, dass sich die Industriepolitik der EU und insbesondere die EU‐Förderinstrumente stärker an den Clustern ausrichten.

Aktives Gewerbeflächenmanagement

Hamburg braucht auch in Zukunft einen Vorrat an gut erschlossenen Gewerbe‐ und Industrieflächen. Dazu werden wir eine aktive, an der Nachfrage orientierte strategische Steuerung der Gewerbeflächenentwicklung einrichten. Neben der Neuausweisung spielen Flächenrecycling, Nutzungsintensivierung und Brachflächenaktivierung ebenso eine zunehmende Rolle, wie die Qualifizierung bestehender Gewerbeflächen. Wir werden das Gewerbeflächeninformationssystem weiter ausbauen.Das aktive Gewerbeflächenmanagement ist eingebunden in ein gesamtstädtisches strategisches Management für alle städtischen Flächen (siehe „Wohnen und Stadtentwicklung“).

Professionelles Standortmarketing

Hamburg hat in der Welt einen guten Namen. Das klare Profil und die professionelle Vermarktung sind für die Wahrnehmung Hamburgs im internationalen Maßstab entscheidend. Daher werden wir die Marketingaktivitäten von Wirtschaftsförderung, Tourismusmarketing und anderen Hamburger Einrichtungen sorgfältig aufeinander abstimmen und weiter professionalisieren.