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UniVision 2020 – Chancengleichheit ist barrierefrei!

Ausstellung: „Barrierefrei in Hamburg – Barrierefreiheit und Universal Design“, 3. und 4. Dezember 2010, Universität Hamburg, Flügelbau Ost, Edmund-Siemers-Allee 1

Rollstühle auf einem Flur Rollstühle auf einem Flur

(ingo anstötz / pixelio.de)

Am 3. und 4. Dezember 2010 veranstaltet das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) an der Universität Hamburg die Fachtagung„UniVision 2020 – Chancengleichheit ist barrierefrei!“.

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wird die Frage erörtert, welche Bedeutung die 2006 verabschiedete und in Deutschland 2009 in Kraft getretene sogenannte UN-Behinderten­rechts­konvention für den Hochschulbereich hat. Im ersten Teil entwerfen verschiedene ExpertInnen Szenarien einer „Hochschule für Alle“. Über „Barrieren für barrierefreies Bauen (im Hochschulbereich)“ und deren Überwindungschancen diskutieren VertreterInnen aus Hochschule, Wirtschaft und Politik; die TeilnehmerInnen werden mit einer „Barrierenerkundung“ des Veranstaltungsgebäudes und seiner Umgebung für das Thema sensibilisiert. Im Mittelpunkt des abschließenden Veranstaltungsteils steht die gemeinsame Entwicklung von Perspektiven für eine „Hochschule für Alle“. Ergänzt wird die Tagung am ersten Veranstaltungstag durch die Ausstellung „Barrierefrei in Hamburg – Barrierefreiheit und Universal Design“. Hier erhalten TagungsteilnehmerInnen und interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit, Barrieren überwindende Produkte und Dienstleistungen kennenzulernen.

Warum veranstaltet das ZeDiS diese Tagung? 2009 trat in Deutschland die UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung in Kraft. Zentrale Punkte dieses als Behindertenrechtskonvention bekannt gewordenen Vertrages sind das Recht auf Arbeit, die Forderung nach einem selbstbestimmten Leben und die Verpflichtung zur Barrierefreiheit. Weiterhin fordert die Konvention ein inklusives Bildungssystem. Hierauf zielt auch die 2009 verabschiedete Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) „Eine Hochschule für Alle“: Ziel dieser selbstverpflichtenden Empfehlung ist die Gewährleistung von Chancengleichheit für von Behinderung betroffene Studierende. Tatsächlich sind die deutschen Hochschulen von diesem Ziel jedoch noch ziemlich weit entfernt. Mit der Fachtagung und der sie begleitenden Ausstellung will das ZeDiS Ansätze zur Überwindung von Barrieren entwickeln und damit einen wirksamen Beitrag leisten zur Annäherung an die „Hochschule für Alle“.

Wer ist das ZeDiS? Das Zentrum für Disability Studies an der Universität Hamburg wird gefördert von Europäischen Sozialfonds (ESF). Im 2005 gegründeten und von Prof. Dr. Gerlinde Renzelberg geleiteten Zentrum forschen und lehren zur Zeit fünf wissenschaftliche MitarbeiterInnen, unterstützt von einer Projektkoordinatorin und einer Verwaltungsfachangestellten. Nahezu alle Zentrums­mitglieder sind selbst von Behinderung betroffen. Das ist das Besondere der Disability Studies: Von Behinderung betroffene Menschen arbeiten selbst an sie betreffenden Themen. Zentrale Projekte des ZeDiS sind die Entwicklung eines Studiengangs „Disability Studies“ sowie die Konzeption eines „barrierefreien Lehrhauses“.

Kontakt:

tagungsbuero.zedis@uni-hamburg.de
040-42838-3735 (Sabine Maaß, Projektkoordinatorin)
www.zedis.uni-hamburg.de