Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis 2012
20.000 Euro für Hamburgs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung schreibt in Zusammenarbeit mit der Edmund Siemers-Stiftung für das Jahr 2012 erneut den mit 20.000 Euro dotierten Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis aus.
Der Preis ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Ende der „Postdoc-Phase“ bestimmt, die eine bedeutende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften, gerne auch mit interdisziplinärem Bezug, erbracht haben. Der erforderliche Bezug zu Hamburg kann sich sowohl daraus ergeben, dass die Leistung überwiegend im Raum Hamburg erarbeitet worden ist, als auch daraus, dass die Arbeit ein hamburgisches Thema behandelt.
Die Bewerbung muss bis zum 30. April 2012 bei der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung (Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 113, 20146 Hamburg) eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten unter: www.hmb-wiss-stift.de
Seit 105 Jahren arbeitet die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung für die Wissenschaften in Hamburg. Als unabhängige gemeinnützige Stiftung hat sie sich zum Ziel gesetzt, deren Pflege und Verbreitung in der Hansestadt zu fördern. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in schneller und effektiver Hilfe für kleinere und mittlere Projekte.
Kontakt:
Dr. Johannes Gerhardt
Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung
Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 113
20146 Hamburg
Telefon: 040/42838-7638
E-Mail: info@hmb-wiss-stift.de
Der Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis 2012
Mit dem Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis will die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung
- Wissenschaftler am Ende der „Postdoc-Phase“ fördern, die eine exzellente wissenschaftliche Leistung mit Hamburg-Bezug erbracht haben (sei es durch ein hamburgisches Thema, sei es dadurch, dass diese in Hamburg erarbeitet worden ist),
- an einen hanseatischen Bankier, Schiffsmakler und Philanthropen erinnern,
der sich in besonderem Maße für die Wissenschaften in Hamburg engagiert
hat, - den Wissenschaftsstandort Hamburg stärken und
- ihre Tradition privater Wissenschaftsförderung fortsetzen.
Seit 1970 hat die Stiftung ihren Wissenschaftspreis an 38 Forscher aus den verschiedensten
Disziplinen verliehen. Für die meisten von ihnen stand die Auszeichnung am
Beginn einer erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere.
Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Basedow, Preisträger des Jahres 1986 und jetziger Direktor
des Hamburger Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht:
„Ermutigung und Anerkennung sind enorm wichtig, nicht zu vergessen der
finanzielle Anreiz. So belohnt zu werden bedeutet, den wissenschaftlichen Weg gestärkt
weiter zu gehen. Für mich hat das sehr viel ausgemacht.“
Der renommierte Wissenschaftspreis wird in Zusammenarbeit mit der Edmund Siemers-
Stiftung vergeben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre
ausgeschrieben.
- Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung vergibt in Zusammenarbeit mit der Edmund Siemers-Stiftung den Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis. Dieser ist für Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler am Ende der „Postdoc-Phase“ bestimmt, die im Sinne des Stiftungszweckes, die Wissenschaften sowie deren Pflege und Verbreitung in Hamburg zu fördern, eine bedeutende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften, gerne auch mit interdisziplinärem Bezug, erbracht haben. Der erforderliche Bezug zu Hamburg kann sich sowohl daraus ergeben, dass die Leistung überwiegend im Raum Hamburg erarbeitet worden ist, als auch daraus, dass die Arbeit ein hamburgisches Thema behandelt.
- Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Er wird in der Regel nur an eine einzige Bewerberin bzw. einen einzigen Bewerber vergeben. Das Preisgeld soll nach Möglichkeit für eine Forschungstätigkeit im Ausland verwendet werden.
- Der Bewerbung sollen folgende Unterlagen beigefügt sein: 2 Exemplare der wissenschaftlichen Arbeit, welche die Grundlage für die Bewerbung bildet (bei kumulativer Leistung höchstens je 2 Exemplare von drei Arbeiten, die auch verschiedene Themen behandeln können), eine eingehende Darstellung der Forschungsergebnisse sowie Lebenslauf, Examensnachweise und ein vollständiges Verzeichnis der bisherigen Publikationen. Eine Dissertation kann nur zusammen,mit anderen wissenschaftlichen Arbeiten Grundlage der Preisverleihung sein.
- Wenn eine Qualifikationsarbeit eingereicht wird, sollen auch die Gutachten dazu beigebracht werden. Der notwendige Bezug zu Hamburg sollte dargelegt werden, sofern er aus den genannten Unterlagen nicht ohnehin ersichtlich ist. Selbstbewerbung ist erwünscht.
- Über die Vergabe des Preises entscheidet unter Ausschluss des Rechtsweges das Kuratorium der Stiftung aufgrund eines Vorschlages des geschäftsführenden Kuratoriums. Wenn keine geeigneten Bewerbungen eingehen, behält sich das Kuratorium vor, von der Vergabe abzusehen.
- Bewerbungen müssen bis zum 30. April 2012 bei der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung (Geschäftsstelle Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 113, 20146 Hamburg) eingereicht werden.
Nähere Informationen erteilt Dr. Johannes Gerhardt, Tel.: 040/42838-7638, E-Mail: johannes.gerhardt@hmb-wiss-stift.de. - Der Preis wird im Rahmen einer von der Stiftung organisierten Veranstaltung öffentlich vergeben.
Der Hamburger Bankier, Schiffsmakler und Philanthrop Kurt Hartwig Siemers (1907-1988)
Kurt Hartwig Siemers – eine vielseitige Persönlichkeit, die durch ihre geistigen Interessen, ihre philanthropische Gesinnung und ihre tiefe Beziehung zu den Wissenschaften und Künsten in vielen Werken Hamburgs gewirkt hat. „Ein Zeitgenosse, der wie wenige in dieser Stadt als ein Citoyen zu gelten hat, ein
Bürger im wahrsten Sinne des Wortes.“ (Peter Fischer-Appelt, langjähriger
Präsident der Universität Hamburg)
Geboren wurde Siemers am 30. Dezember 1907 in Hamburg. Wenige Monate zuvor hatte sich sein Großvater Edmund Siemers entschlossen, ein Vorlesungsgebäude auf der Moorweide zu stiften, das Hauptgebäude der Universität Hamburg. Dieses außergewöhnliche Engagement für die Wissenschaften hat Kurt Hartwig Siemers tief geprägt.
Nach dem Studium der Nationalökonomie und Geschichte in Zürich und Berlin arbeitete Kurt Hartwig Siemers in Hamburg, Berlin und London als Schiffsmakler und Bankier. Der Zweite Weltkrieg führte ihn 1941 als Gebirgsjäger nach Nordskandinavien und anschließend in Kriegsgefangenschaft.
Seit 1946 war Kurt Hartwig Siemers zunehmend ehrenamtlich tätig als stellvertretender Vorsitzender der Universitäts-Gesellschaft, als Beiratsmitglied der Joachim Jungius-Gesellschaft und als Vorsitzender der Geographischen Gesellschaft. Selbst Maler, der bis ins hohe Alter mit Ausstellungen in die Öffentlichkeit trat, wirkte er außerdem als Schatzmeister des Hamburger Kunstvereins und als Mitglied des Denkmalrates der Kulturbehörde. Am nächsten lag ihm das Amt des Vorsitzenden der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, das er von 1951 bis zu seinem Tode 1988 ausübte.
1961 wurde er Ehrensenator der Universität Hamburg.

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