NSG Wittmoor
NSG Wittmoor (5)
NSG Wittmoor (1)
Für den Botaniker oder Forstwissenschaftler ist das Wittmoor eine Fundgrube für die Dokumentation der Vegetations- und Waldgeschichte seit der letzten Eiszeit und auch für den Laien eine eindrucksvolle Bebilderung der Jahrtausend langen Geschichte der Entstehung dieses Moores, das als Naturschutzgebiet auf Hamburger und Schleswig-Holsteiner Flächen liegt.
Pflanzenwelt
NSG Wittmoor (2)
Ein Nahrungsspezialist ist der Rundblättrige Sonnentau, der auf den Polstern der Torfmoose wächst. Der Standort der kleinen Pflanze auf dem lockeren Moos ist so armselig, dass keine Konkurrenten folgen können, um ihr den Platz streitig zu machen. Für ihre eigene Existenz hat sie eine ganz besondere Lebensstrategie entwickelt.
Sonnentau
(Naturschutzamt)
NSG Wittmoor (3)
Umgeben ist der Hochmoorblock auch von anderen Vegetationsformen wie Heiden, Trockenrasen oder extensiv genutztem Grünland.
Tierwelt
NSG Wittmoor (4)
Bergeidechsen, Ringelnattern und Kreuzottern gibt es im Wittmoor wieder häufig. Aus der Vogelwelt sind vor allem Fitislaubsänger, Baumpieper und Goldammer zu nennen, die ihre Gelege überall in den ausgetrockneten Moorpartien haben. In den kleinen Moorweihern brüten Krickenten. Die hochmoortypischen Vogelarten wie Birkhuhn und Großer Brachvogel sind aufgrund ihrer Störungsempfindlichkeit aus dem Wittmoor verschwunden. Habicht und Turmfalke kommen auf den baumlosen Flächen gern zur Jagd, und während der Zugzeiten können auch Waldschnepfe, Bruch- und Waldwasserläufer beobachtet werden.
Die Naturschutzgebiets-Verordnung finden Sie hier.
Information
HVV - Ihr "persönlicher Fahrplan"
Das Wittmoor liegt zwischen Lemsahl und Glashütte. Zu erreichen ist das NSG vom Hauptbahnhof mit der U 1 Richtung Norder-stedt, Haltestelle Langenhorner Markt. An der Osteingängen der Wanderwege, am Brillenbarg, Fiersbarg und am Wittmoor-redder befinden sich Aussichtspunkte, von denen es einen guten Blick auf die Feuchtgebiete gibt.

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