Europäischer Gewässerschutz für die Grüne Metropole am Wasser
Bewirtschaftungsplan und Karten
Für die Stadt Hamburg, die sich "Grüne Metropole am Wasser" nennt, die in ihrer ganzen Geschichte geprägt ist durch ihre Lage am Wasser, deren Wirtschaft auf Wasser als Rohstoff, als Kühlmittel und als Transportweg angewiesen ist - für die Stadt Hamburg spielt der Gewässerschutz eine ganz besondere Rolle. Hamburgs Bevölkerung ist Trinkwasser in bester Qualität gewohnt, für viele Bürgerinnen und Bürger sind Spaziergänge an der Alster oder am Elbstrand fester Bestandteil Hamburger Lebensart, Segeln, Rudern und Angeln sind beliebte Freizeitgestaltungen.
Grüne Metropole am Wasser - Erfolg und Lebensqualität der Stadt hängen unmittelbar vom Wasser ab.
Gewässerschutz ohne Grenzen
Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die Ende Dezember 2000 in Kraft trat, hat der Gewässerschutz in Europa eine neue Dimension bekommen. Auch Hamburg wird von einem Gewässerschutz ohne Grenzen profitieren, der von der Quelle bis über die Mündung hinaus ein einheitliches, anspruchsvolles Ziel für Europas Gewässer definiert.
Die Stadt hatte schon lange vor Einführung der Wasserrahmenrichtlinie erkannt, wie sehr der Zustand der eigenen Gewässer auch von der Qualität des Gewässerschutzes in den stromaufwärts gelegenen Staaten abhängt und hat sich für einen internationalen Schutz der Elbe stark gemacht.
Neue Ziele
Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfordert ein Umdenken in der Wasserwirtschaft: Bewirtschaftungspläne enden nicht länger an Verwaltungsgrenzen, Leitbild für den Gewässerzustand sind unberührte, naturbelassene Gewässer, Öffentlichkeit und Interessengruppen sollen in den Umsetzungsprozess eingebunden werden.
Die Forderung nach einem guten Zustand der Gewässer, der nicht nur sauberes Wasser, sondern auch ein intaktes Ökosystem beinhaltet, stellt in einer wassergeprägten Metropole wie Hamburg eine besondere Herausforderung dar. Besiedlung und Gewässer sind historisch gewachsen eng verzahnt und beeinflussen sich gegenseitig stark. Die Bevölkerungsdichte und die wirtschaftlichen Nutzungen bergen ein Belastungspotenzial für die Gewässer.
Hamburg stellt sich der Herausforderung und richtet seine Wasserpolitik auf die Ziele und Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aus.
Gemeinsam für Hamburgs Wasser
Die Federführung für die Umsetzung der Richtlinie liegt bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) in der Abteilung Gewässerschutz.
Doch kann eine Aufgabe dieser Größenordnung nicht von einer Abteilung alleine bewältigt werden.
Andere Abteilungen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, weitere Fachbehörden und die Bezirke werden in die Arbeit einbezogen. Außerdem wirken mehrere städtische Unternehmen sowie Verbände aktiv an der Umsetzung der Richtlinie mit.
Dies ergibt sich zum einen aus dem interdisziplinären Ansatz der Richtlinie, bei dem die traditionelle Wasserwirtschaft in Einklang zu bringen ist mit Umweltschutz und Gewässerschutz, mit Ökologie und Ökonomie, mit Stadtplanung und Lebensqualität.
Zum anderen sind in Hamburg in der Regel die Bezirke für die Unterhaltung der Gewässer 2. Ordnung, also für die kleineren Gewässer, zuständig, während beispielsweise im Hafen die Hamburg Port Authority (früher: Strom- und Hafenbau) die Hauptverantwortung trägt. Insbesondere bei der rechtzeitigen Durchführung effizienter Maßnahmen, die für das Erreichen des guten Zustandes der Gewässer erforderlich sind, ist die Mitwirkung der Bezirke und anderer Behörden unumgänglich.
Ein weiterer Punkt ist, dass Anbieter und Nutzer von Wasserdienstleistungen, wie beispielsweise Hamburg Wasser (früher: Hamburger Wasserwerke und Hamburger Stadtentwässerung) und Hamburg Port Authority, frühzeitig in die neue Ausrichtung der Wasserwirtschaft einbezogen werden müssen.
Ein anderer wichtiger Grund für die breite Streuung von Verantwortung und Mitwirkung ist in der Forderung der Richtlinie nach Beteiligung der Öffentlichkeit zu finden. Hier sind insbesondere die Verbände aufgefordert, ihr oftmals umfangreiches und fundiertes Fachwissen in die Planungen einzubringen und als Interessenvertretungen an dieser gesellschaftlichen Aufgabe mitzuwirken.
Die Zukunftsfähigkeit Hamburgs hängt vom Wasser ab. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie bietet hierfür eine große Chance. Hamburg stellt sich seiner Verantwortung - für die Zukunft der Grünen Metropole am Wasser.

Mister Wong
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