Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Die 3 + 2-Regelung Ausbildung für junge Geflüchtete

Menschen, die hier kein dauerhaftes Bleiberecht erhalten, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht abgeschoben werden können, erhalten eine Duldung, und diese zum Teil über einen Zeitraum von vielen Jahren. Mit dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes am 6. August 2016 hat der Bundesgesetzgeber daher die Voraussetzungen geschaffen, diesen Menschen eine Perspektive zu vermitteln, wenn sie eine Ausbildung beginnen und anschließend in dem erlernten Beruf arbeiten (sogenannte 3 + 2-Regelung).

Umsetzung der „3 plus 2-Regelung“

Umsetzung in Hamburg

Zur Umsetzung in Hamburg haben die Behörde für Inneres und Sport und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration geklärt, wie die entsprechenden Regelungen des Aufenthaltsgesetzes ausgelegt werden und wie der Weg in Ausbildung unterstützt wird. 

Mit der Vorlage eines unterschriebenen Ausbildungsvertrages werden die aufenthaltsbeendenden Maßnahmen eingestellt. Viele Bundesländer, so auch Hamburg, verlangen jedoch, dass dieses Ausbildungsverhältnis von der zuständigen Kammer eingetragen sein muss. 

Einzelfallprüfung

Die zuständige Behörde für Inneres und Sport ist bereit, nach individueller Prüfung für junge Geduldete, die sich in ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen befinden, die Abschiebung auszusetzen. Es handelt sich um die Einstiegsqualifizierung gemäß § 54a SGB III (EQ) sowie die Hamburger Programme „Qualifizierung und Arbeit für Schulabgänger“ (QuAS) und „Berufliche Qualifizierung“ (BQ).

Diese Regelung stellt für die jungen Geflüchteten eine große Chance dar, im Anschluss einen Ausbildungsplatz zu erhalten und damit auch ihre Bleibeperspektive zu verbessern. Gleichzeitig bietet dieses Verfahren auch Unternehmen die Möglichkeit, engagierte Auszubildende zu gewinnen.

Für die Einzelfallprüfung der Ausländerbehörde ist allerdings die Abgabe einer Absichtserklärung der beteiligten Praktikumsbetriebe erforderlich, dass sie die Jugendlichen in ein Ausbildungsverhältnis übernehmen, sofern alle Voraussetzungen gegeben sind („alles passt“).

Die notwendige Erklärung dokumentiert, was wahrscheinlich in den Betrieben ohnehin geltende Praxis ist: wenn der Jugendliche die gewünschten Voraussetzungen mitbringt, Interesse zeigt und auch die menschliche Ebene stimmt, kann er sich Hoffnungen auf einen Ausbildungsplatz machen.

Mehr Informationen

Unten finden Sie detaillierte Hinweise zur Auslegung der Regelungen des Aufenthaltsgesetzes und zum Umgang mit bestimmten ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen in Hamburg sowie ein Faltblatt mit allgemeinen Informationen zum Integrationsgesetz.

Kontakt

Für Informationen stehen Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) gerne zur Verfügung:

  • Herr Möller (Referatsleiter)
    Tel.:  040/42863-3146, E-Mail: carsten.moeller@basfi.hamburg.de),
  • Frau Heitmann
    Tel.: 040/42863-3156, E-Mail: margit.heitmann@basfi.hamburg.de und
  • Frau Dr. Schurig
    Tel.: 040/42863-5048, E-Mail: barbara.schurig@basfi.hamburg.de)

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