Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge

FindingPlaces Gesucht, gefunden: Die Ergebnisse der Flächensuche

In zahlreichen Workshops haben fast 400 Hamburgerinnen und Hamburger 161 Flächen vorgeschlagen. Es wurden Flächen für weit mehr als die gesuchten 20000 Unterbringungsplätze zur Prüfung an die Stadt geschickt. Von den vorgeschlagenen Flächen beurteilte die Stadt 44 nach erster Einschätzung als geeignet. Die von den Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmern empfohlene Zahl an Unterbringungsplätzen für diese Flächen liegt bei rund 6500.

FindingPlaces: Die Ergebnisse der Flächensuche

In der untenstehenden Datei zum Herunterladen (PDF) finden Sie die Ergebnisse, Erläuterungen zu den Flächen und wie es weitergeht.

Kurze Steckbriefe aller besprochenen und vorgeschlagenen Flächen – inklusive der Kommentare aus den Workshops und den Prüfergebnissen der Stadt – finden Sie online: www.findingplaces.hamburg.

Weitere Informationen über FindingPlaces:

Am interaktiven Stadtmodell „FindingPlaces“ haben seit Mai rund 400 Hamburgerinnen und Hamburger Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht – und gefunden:  161 Flächen für mehr als 20.000 Unterbringungsplätze wurden in den Workshops an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) diskutiert und zur Prüfung an den Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) weitergeleitet. Am 15. September wurden alle Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung an der HCU Hamburg präsentiert.

Niemand kennt Hamburg besser als seine Bürgerinnen und Bürger: Egal ob an der Joggingstrecke, am Schulweg der Kinder oder beim täglichen Spaziergang – wer im Alltag die Augen offen hält, kennt die freien Flächen in seinem Stadtteil. Das Projekt FindingPlaces, eine Kooperation der Stadt Hamburg mit der HCU Hamburg, hat diese Beobachtungen mit den Statistiken und Daten der Stadt an einem digitalen Stadtmodell zur Flächensuche erfolgreich zusammengeführt. 44 der rund 160 in den Workshops vorgeschlagenen Flächen wurden nach Ersteinschätzung vom ZKF als geeignet bewertet – dies entspricht in etwa 6.500 Unterkunftsplätzen.

Umsetzungsempfehlung für 6 Flächen in vier Bezirken

Alle 44 Flächen, die eine positive Ersteinschätzung erhalten haben, werden nun weiter detailliert für eine Umsetzung geprüft. Zu diesen Flächen berät und entscheidet eine gesamtstädtische Lenkungsgruppe, in der die Staatsräte der zuständigen Fachbehörden, alle Bezirksamtsleitungen, der ZKF, f & w fördern und wohnen AöR und der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) vertreten sind. Inzwischen sind von den 44 Flächen insgesamt bereits  18 Flächen priorisiert worden. Für 12 dieser Flächen sind umfangreichere Prüfungen und Vorbereitungen erforderlich. Für 6 Flächen jedoch wird schon jetzt die Umsetzung empfohlen. Diese Flächen verteilen sich auf vier verschiedene Bezirke. Auf ihnen können etwa  730 Plätze für Flüchtlinge errichtet werden. Im Anschluss an die Abschlussveranstaltung am 15. September werden der ZKF und das jeweilige Bezirksamt alle übrigen Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie die Bezirksversammlungen über die konkreten Bebauungsvorschläge für diese Flächen informieren.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Stadtplanung

Neben konkreten Hinweisen auf Flächen hat FindingPlaces auch den Dialog zwischen Hamburger-innen und Hamburgern und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Hamburg über die Unterbringung von Flüchtlingen befördert. Es hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, transparent und nachvollziehbar zu zeigen, wie die Stadt Hamburg bei der Prüfung von Standorten für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgeht. Der Einsatz des interaktiven Stadtmodells hat des Weiteren einen Eindruck davon vermittelt, wie die Teilhabe der Öffentlichkeit an den Planungen der Stadt mit Hilfe moderner Technologie  vertieft werden kann.

Eine Kooperation zwischen der HCU Hamburg und dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) brachte die interaktiven CityScopes erstmals nach Deutschland. An den rechnergestützten Simulationssystemen werden komplexe städtische Zusammenhänge für die Zusammenarbeit zwischen Experten und Nicht-Fachleuten veranschaulicht. Für das Projekt FindingPlaces wurde im CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg im Auftrag der Stadt Hamburg eines dieser Modelle weiterentwickelt und mit Daten zu den Grundstücken im Hamburger Stadtgebiet hinterlegt, um so einen sachlichen Dialog über Flächen für Flüchtlingsunterkünfte zu ermöglichen. Zwischen Mai und Juli fanden 34 Workshops im CityScienceLab der HCU Hamburg statt, die von der steg Hamburg mbH moderiert wurden.

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