Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge

Flüchtlinge Februar: Abbau von Erstaufnahmen schreitet voran, Erstaufnahme in Folgeunterkunft umgewandelt

Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) zieht Monatsbilanz

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 764 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen, davon verblieben 439 Schutzsuchende in der Hansestadt, 263 Frauen, Männer und Kinder mussten dabei untergebracht werden. Insgesamt leben derzeit rund 32.700 Personen in Erstaufnahmen und Folgeunterkünften. Die Erstaufnahme Neuland II in Harburg wurde Ende Februar geschlossen und die Erstaufnahme Albert-Einstein-Ring in eine Folgeunterkunft umgewandelt.

Pressemitteilung ZKF Hamburg

Die Erstaufnahme Neuland II, die ehemalige Fegro-Halle an der Schlachthofstraße, ist als Flüchtlingsunterbringung geschlossen worden. Seit Oktober 2015 waren dort zeitweise mehr als 1000 Geflüchtete untergebracht. Der größte Teil der Bewohnerinnen und Bewohner konnte in Folgeunterkünfte verlegt werden. Die Zahl der Menschen, die in ehemaligen Baumärkten und Hallen leben müssen ist damit im Vergleich zum Vormonat von rund 1200 auf etwa 670 Personen gesunken.

Begonnen hat auch der Abbau der Erstaufnahmeeinrichtung Schwarzenberg-Festplatz. Die derzeit noch 121 Bewohnerinnen und Bewohner werden bis Ende März die Einrichtung verlassen haben und innerhalb des Bezirkes in anderen Unterkünften untergebracht werden. Der Rückbau soll bis zum 30. Juni erfolgt sein. Bis dahin gilt es, insgesamt 235 Container und zwölf Leichtbauhallen abzubauen. Im Oktober 2014 war die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Schwarzenberg mit circa 700 Plätzen eingerichtet worden.

Darüber hinaus ist es gelungen, eine Erstaufnahme in eine Folgeunterkunft umzuwandeln. Im ehemaligen Bürogebäude am Albert-Einstein-Ring waren bisher bis zu 760 Menschen auf engem Raum untergebracht. Jetzt werden dort 450 Geflüchtete wohnen. Die Folgeunterkunft wurde mit Gemeinschaftsküchen ausgestattet. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden in Drei- bzw. Vier-Bett-Zimmern untergebracht.

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte

Insgesamt sind in Hamburg noch 31 Erstaufnahmen in Betrieb. In den Erstaufnahmen lebten im Februar (Stichtag: 28.02.2017) noch 7.454 Menschen. Rund 670 Personen wohnen dabei noch in ehemaligen Baumärkten und Hallen. In den 119 Folgeunterkünften lebten zum Stichtag mehr als 25.200 Personen.  Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbe Jahr in einer Erstaufnahme leben, obwohl sie einen Anspruch auf eine Folgeunterkunft haben, liegt bei 5.378, im Vormonat waren es 6.046 Personen, Ende Dezember 2016 noch rund 6.300.

Von den 439 Hamburg zugewiesenen Personen machten 263 einen Unterbringungsbedarf geltend. Die monatliche Entwicklung und das Vorjahresergebnis sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Monat 2017Schutzsuchende
(mit Zuweisungs-
entscheidung)
davon Hamburg
zugewiesen
darunter mit Unterbringungs-
bedarf

Januar

794

489

309

Februar764439263
Summe:1.558928572

Vorjahreszeitraum

6.731 *

4.676

4.178

*nachträglich berichtigt

Rückfragen der Medien
Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF)
Kerstin Graupner | Pressesprecherin
Telefon: (040) 428 63-2655 | kerstin.graupner@zkf.hamburg.de