Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge

Flüchtlinge März: Weitere Erstaufnahmen geschlossen, neue Folgeunterkunft auf den Weg gebracht

Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) zieht Monatsbilanz

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 771 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen, davon verblieben 429 Schutzsuchende in der Hansestadt, 261 Frauen, Männer und Kinder mussten dabei untergebracht werden. Insgesamt leben derzeit 32.585 Personen in Erstaufnahmen und Folgeunterkünften. Die Erstaufnahmen Niendorfer Straße in Eimsbüttel und Schwarzenberg-Festplatz in Harburg wurden im März geschlossen. Die Folgeunterkunft Averhoffstraße im Bezirk Hamburg-Nord wurde auf den Weg gebracht.

Pressemitteilung ZKF Hamburg

Die Erstaufnahme Niendorfer Straße im Bezirk Eimsbüttel wurde planmäßig geschlossen. Das Grundstück wird Ende Mai an den Eigentümer übergeben. Dort sollen Kleingartenparzellen entstehen. Die Erstaufnahme wurde Anfang des Jahres 2015 eingerichtet und hatte rund 300 Plätze. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind weitgehend in der Umgebung untergebracht worden.

Ebenfalls geschlossen wurde die Erstaufnahme Schwarzenberg-Festplatz. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind ausgezogen. Im Oktober 2014 war die Erstaufnahmeeinrichtung mit circa 700 Plätzen in Harburg eingerichtet worden. Der Rückbau soll bis zum 30. Juni erfolgt sein.

Auf den Weg gebracht wurde die Folgeunterkunft Averhoffstraße 38. In der stadteigenen Immobilie, einer ehemaligen Gewerbeschule im Bezirk Hamburg-Nord, werden künftig bis zu 311 Flüchtlinge und Wohnungslose wohnen. Eine Besonderheit der Einrichtung dabei wird sein, dass die ehemalige Aula erhalten bleibt. Sie bietet Gelegenheit für integrative Arbeit, zum Beispiel für Theateraufführungen oder gemeinsame Musikveranstaltungen. Bezogen werden soll die Unterkunft Ende 2017/Anfang 2018.

Geschlossen wurde eine Folgeeinrichtung im Bezirk Bergedorf. Das Containerdorf auf dem P&R-Parkplatz am Mittleren Landweg ist geräumt. Die rund 140 Bewohnerinnen und Bewohner sind zum größten Teil in die Unterkunft mit der Perspektive Wohnen in die unmittelbare Nachbarschaft gezogen. Der Abbau der Folgeunterkunft ist Bestandteil des Bürgervertrages und eine Maßnahme für mehr Verteilungsgerechtigkeit. Nach Berechnungen des gerade vorgestellten Verteilungs- und Orientierungsschlüssels gibt es in Bergedorf ein „zu viel“ an Plätzen.

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte

Insgesamt sind in Hamburg noch 28 Erstaufnahmen in Betrieb. In den Erstaufnahmen lebten im März  (Stichtag: 31.03.2017) noch 6.481 Menschen. Rund 600 Personen wohnen dabei noch in ehemaligen Baumärkten und Hallen. In den 118 Folgeunterkünften lebten zum Stichtag 26.104 Personen. Die Zahl der Überresidenten, also jener Personen, die länger als ein halbe Jahr in einer Erstaufnahme leben, obwohl sie einen Anspruch auf eine Folgeunterkunft haben, liegt bei 4.728, im Vormonat waren es 5.378 Personen, Ende Dezember 2016 noch rund 6.300.

Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 771 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen 342 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 429 Hamburg zugewiesenen Personen machten 261 einen Unterbringungsbedarf geltend.

Die monatliche Entwicklung und das Vorjahresergebnis sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Monat 2017

Schutzsuchende
(mit Zuweisungs-
entscheidung)

davon Hamburg
zugewiesen

darunter mit Unterbringungs-
bedarf

Januar

794

489

309

Februar

764

439

263

März

771

429

261

Summe:

2.329

1.357

833

Vorjahreszeitraum

8.093

5.319

4.685

Rückfragen der Medien
Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF)
Kerstin Graupner | Pressesprecherin
Telefon: (040) 428 63-2655 | kerstin.graupner@zkf.hamburg.de