Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge

Flüchtlinge Juli: Leichter Anstieg bei Flüchtlingszahlen und 348 neue Plätze in Folgeunterkünften geschaffen

Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) zieht Monatsbilanz

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 694 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen, davon verblieben 433 Schutzsuchende in der Hansestadt, 228 Frauen, Männer und Kinder mussten dabei untergebracht werden. Die Zahl der Überresidenten ist zum Vormonat von rd. 3.900 auf rd. 3.700 gesunken. 348 neue Plätze sind im Monat Juli in Folgeunterkünften geschaffen worden.

Pressemitteilung ZKF Hamburg

Im Bezirk Wandsbek hat die Folgeunterkunft Meilerstraße, in der Flüchtlinge in abgeschlossenem Wohnraum leben und sich selbst versorgen können, mit 348 Plätzen eröffnet. Im Bezirk Nord bietet die sanierte Erstaufnahmeeinrichtung in der Sportallee 300 Unterkunftsplätze. Hierbei handelt es sich um einen langfristig nutzbaren Festbau, der es auch erlaubt, Menschen mit Behinderungen unterzubringen.

Im Gegenzug konnten die Erstaufnahmen an den Standorten Asklepiosklinik Harburg, Bad Segeberg, Kieler Straße (ehemalige Medimaxx-Halle), Heselstücken und am Karl-Arnold-Ring mit einem Volumen von rd. 1.600 Plätzen bis Ende Juli geschlossen werden.

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte

Insgesamt sind in Hamburg noch 19 Erstaufnahmen sowie die Zentrale Erstaufnahme in Rahlstedt belegt. In den Erstaufnahmeeinrichtungen lebten im Juli (Stichtag: 31.07.2017) noch rd. 5.600 Menschen; davon 3700 Menschen, die sich länger als 6 Monate dort aufhielten, obwohl sie eigentlich in eine Folgeunterkunft umziehen dürften. Damit hat sich die Zahl der sog. Überresidenten zum Vormonat erneut um 200 Personen reduziert. Zum Vergleich: Ende Dezember 2016 waren es noch rund 6.300 Personen.

In den 122 Folgeunterkünften gab es Ende Juli rd. 29. 100 Plätze.

Monatliche Entwicklung der Flüchtlingszahlen

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 694 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsnetz aufgenommen. 261 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 433 Hamburg zugewiesenen Personen machten 228 einen Unterbringungsbedarf geltend. Die monatliche Entwicklung und das Vorjahresergebnis sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Monat 2017

Schutzsuchende
(mit Zuweisungs-
entscheidung)

davon Hamburg
zugewiesen

darunter mit Unterbringungs-
bedarf

Januar

794

489

309

Februar

764

439

263

März

771

429

261

April

643

364

238

Mai

739

470

300

Juni

610

371

233

Juli

694

433

228

Summe:

5.015

2.995

1.832

Vorjahreszeitraum

11.829

7.267

6.094

Am 20. Juli 2017 haben in Hamburg die Sommerferien begonnen. Auch in diesem Jahr nehmen geflüchtete Kinder und Jugendliche an Ferienangeboten an Schulen, den Veranstaltungen des Hamburger Ferienpasses und Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteilen teil, damit sie mit gleichaltrigen Hamburgerinnen und Hamburgern in Kontakt kommen. Der ZKF hat die Anbieter dieser Ferienveranstaltungen und die Unterkünfte miteinander vernetzt. Darüber hinaus bieten die meisten Unterkünfte ergänzende Veranstaltungen an, wie beispielsweise Fußgängertraining, Schwimmkurse oder Kreativ-Workshops.

Rückfragen der Medien

Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge
Christiane Kuhrt
Telefon: (040) 428 63-5564
E-Mail: christiane.kuhrt@zkf.hamburg.de