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Hamburger DOM Bunker Feldstraße

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Hamburg war während des Zweiten Weltkrieges Ziel alliierter Luftangriffe. Als Reaktion wurde im September 1940 ein sogenannter Flakturm auf dem Heiligengeistfeld erbaut.

Bunker Feldstraße

Bunker Feldstraße

Flaktürme waren Hochbunker für Flugabwehrkanonen (Flak). Nummeriert wurden sie reichsweit (Berlin, Hamburg und Wien) nach dem Datum des Baubeginns. Der Bunker in der Feldstraße erhielt die Nummer IV.

Er wurde im Jahr 1942 von 1.000 Zwangsarbeitern in 300 Tagen errichtet und gehört mit einer Grundfläche von 75 x 75 Metern und einer Höhe von 38 Metern zu den größten jemals erbauten Bunkern. Er besaß ein eigenes Notstromaggregat und eine autonome Wasserversorgung durch Tiefbrunnen. Obwohl die Kapazität auf 18.000 Personen beschränkt war, suchten während der starken Luftangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 bis zu 25.000 Menschen Schutz im Bunker.

Der Bunker wurde nach dem Krieg von zivilen Mietern genutzt, da zu diesem Zeitpunkt in Hamburg großer Wohnraummangel herrschte. 1990 wurde der Bunker verkauft und zu einem Medienzentrum umgebaut, in dem sich heute unter anderem ein Musikclub befindet. Im Jahr 1993 erwarb der Investor Thomas Matzen das Erbbaurecht für den Bunker bis zum Jahr 2053.

Mit einer Investorengruppe beantragte das Unternehmen die Aufstockung des denkmalgeschützten Bauwerks um fünf Stockwerke mit einer Höhe von rund 20 Metern. Hier entsteht nun ein Hotel mit 134 Zimmern, Gastronomiebetriebe und eine Veranstaltungshalle. Von unten startend führt ein mit Bäumen und Sträuchern bewachsener Weg - der sogenannte Bergpfad - rund um die Außenwände des Bunkers nach oben auf das Dach. Dort entsteht ein 1.400 Quadratmetern großer öffentlicher Stadtgarten. Sowohl der Bergpfad als auch der Dachgarten werden öffentlich zugänglich sein. Insgesamt entstehen mehr als 10.000 Quadratmeter Grün- und Gemeinschaftsflächen.

Mit einem Gedenk- und Informationsort wird an die Geschichte des historischen Gebäudes erinnert.

 

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