Bezirk Harburg

Ein neuer Platz für den Herzog-Otto-Stein

Im Rahmen der Neugestaltung des Helms-Museums und der dafür notwendigen baulichen Maßnahmen erhält der Herzog-Otto-Stein einen neuen Standort auf der Museumsachse. Die Umsetzung des Findlings findet am Samstag, den 30. August 2008 zwischen 8.30 und 9.30 Uhr statt.

Ein neuer Platz für den Herzog-Otto-Stein

Das Wahrzeichen vor dem Helms-Museum wurde im Jahr 2001 in der Baugrube der Harburg Arcarden entdeckt und unter den Augen zahlreicher Harburgerinnen und Harburger mit einem großen Kranwagen auf dem Museumsplatz abgelegt.

Der rotbraune Granitfindling stammt vermutlich aus der Saale-Eiszeit und wiegt nach Auskunft der Firma Knaack-Krane Transporttechnik GmbH ca. 32 Tonnen. Benannt wurde er nach dem Landesfürsten Herzog Otto I., der 1527 nach Harburg kam und 1528 die Harburger Schützengilde gründete.

Aufgrund der aktuellen Umbaumaßnahmen des Helms-Museums und der umliegenden Bereiche muss der Stein nun ein weiteres Mal umziehen. Der neue Platz befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Knoopstraße im Bereich der Museumsachse.

Viele der Beteiligten von damals ermöglichen auch in diesem Jahr die Umsetzung des Herzog-Otto-Steines: So übernimmt das Wilhelmsburger Kranunternehmen Knaack die aufwändige Transportaktion. Das Bezirksamt Harburg und das Helms-Museum sind für die Koordination zuständig und die Harburger Polizei wacht über die ordnungsgemäße Absperrung der Straßen während der Bergungsaktion.

Bereits ab 6.00 Uhr wird die Firma Knaack mit den Vorbereitungen beginnen. Sowohl am bisherigen als auch am neuen Standort des Herzog-Otto-Steines wird ein Kran aufstellt. Der Transport erfolgt dann mit einem Tieflader.

Interessierte Harburgerinnen und Harburger, die bei der Umsetzung des Herzog-Otto-Steines dabei sein möchten, sind herzlich eingeladen. Auch der Direktor des Helms-Museums, Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss und Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg werden die Schwertransport-Aktion begleiten.

Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg:

"Die Museumsachse ist für die Harburger Innenstadt von zentraler und repräsentativer Bedeutung. Mit der Umsetzung des Herzog-Otto-Steines in die Museumsachse werden die archäologischen Exponate unter freiem Himmel ideal ergänzt."

Neben dem Herzog-Otto-Stein wird an diesem Tag auch die Bronzeskulptur "Faustkämpfer" wieder einen Standort auf der Museumsachse finden. Das im Jahr 1913 von Eberhard Encke geschaffene Kunstwerk, war ein Geschenk des Harburgers Unternehmers Arnold Mergell und wird neben dem "Eisengießer" und dem "Herzog-Otto-Stein" die Gestaltung der Museumsachse abrunden.

Hintergrundinformationen zur Umgestaltung der Museumsachse und Neuausrichtung des Helms-Museums:

Die so genannte Museumsachse hat sich mit den anliegenden zwei Gebäuden des Helms-Museums und dem Harburger Theater zu einem wichtigen Kultur- und Verwaltungsstandort für Harburg entwickelt. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Verbindungskorridors zwischen Rathausplatz und Museumsvorplatz laufen seit Mai 2008, erste Vorarbeiten haben bereits im vergangenen Jahr begonnen.  Die Finanzierung erfolgt durch Mittel aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Hamburg 2010“ in Höhe von 1,30 Mio. Euro. Zusätzlich konnten auch  mehrere Sponsoren gewonnen werden.

Die vorhandene Grünachse wird unter Einbeziehung des vorhandenen, raumprägenden Baumbestandes in eine urbane Freifläche umgestaltet und damit mit neuen Blickbeziehungen nutz- und erlebbar gemacht. Durch einen neuen Belag aus polygonalen Natursteinplatten (Goldquarzit) mit Rasenfugen wird die Museumsachse begehbar gemacht. Die Begrenzung wird durch anthrazitfarbige Betonschwellen hergestellt.

Ein ganz besonders Gestaltungsaspekt ist auch das Illuminationskonzept, welches sich vom Rathausplatz über die Museumsachse bis auf den Museumsplatz erstreckt und zur Identität des Gesamtensembles beiträgt.

Die Planung und Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und Helms-Museum. Gemeinsames Ziel ist es auch, den innerstädtischen Freiraum zwischen den Plätzen attraktiv zu gestalten und dem Besucher im „Garten der Archäologie“ den musealen Kontext vor Augen zu führen. So dient die Museumsachse künftig auch dazu, neben den Skulpturen Eisengießer und Faustkämpfer auch archäologische Exponate wie den Herzog-Otto-Stein und weitere kleinere und größere Findlinge in den städtischen Außenraum zu integrieren.

Geplant ist, dass die Arbeiten zur Umgestaltung der Museumsachse im Laufe des Oktober 2008 abgeschlossen werden können. Im Anschluss folgt die Bepflanzung.

Und auch das Helms-Museum wird in den kommenden Monaten grundlegend umgestaltet. Die Umbaumaßnahmen für die Erneuerung der gesamten Museumsfassade des Haupthauses im Zuge der baulichen Erweiterung des gemeinsamen Foyers von Helms-Museum und Harburger Theater laufen auf Hochtouren und sollen bis Februar 2009 abgeschlossen sein. Die Neugestaltung der Archäologischen Dauerausstellung am Rathausplatz hat ebenfalls schon begonnen.

Das Helms-Museum will sich zukünftig als Archäologisches Landesmuseum für die gesamte Metropolregion Hamburg positionieren. Die neue und attraktive Präsentation der Gebäude und Ausstellungsbereiche soll dem gerecht werden und das Museum zum Erlebnismuseum für die ganze Familie machen. Die Schaffung der Museumsachse, die Neugestaltung der Museumsfassaden und vor allem die Neueröffnung der Archäologischen Dauerausstellung im Frühjahr 2009 stellen die wesentlichen Meilensteine auf diesem Wege dar.

Weitere Informationen zum Helms-Museum finden Sie auch unter: www.helmsmuseum.de

 

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