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Hamburg macht Schule Heft 2/2018 23+ Projektschulen berichten über ritualisierte Übungsphasen im Fachunterricht


23+ Projektschulen berichten über ritualisierte Übungsphasen im Fachunterricht

Im Biologie-Unterricht der 11. Klasse die fachliche Argumentationsfähigkeit trainieren – das gelingt in der Brüder-Grimm-Schule mittels strukturiertem Ritual zu Stundenbeginn. Fünfzehn Minuten stehen den Schülerinnen und Schülern jeweils zu Stundenbeginn zur Verfügung, um Hypothesen zur Erklärung von biologischen Phänomen aufzustellen. Anhand der Ausgangsfrage „War „erläutert der Biologie- und Chemielehrer Alexander Hönke sein Vorgehen im Unterricht zur Übung von selbstständiger Erklärungssuche, fachlichem Argumentationsbezug und Lösungsfindung seiner Schülerinnen und Schüler. Ein anwendungsorientierter Unterricht, der durch ritualisiertes Üben Fähigkeiten trainiert und das selbstständige Denken fördert. (HmS 2/2018, S. 14-15)

Wie vertrauensvolle positive Gesprächskultur im Klassenrat einer 7. Klasse aktiv geübt werden kann, darüber berichtet die Sozialpädagogin Anna Claus-Szygowski der Stadtteilschule Am Hafen, die zusammen mit ihrer Kollegin ein umfassendes sozialpädagogisches Konzept für die Klassen 5-10 entwickelte. Die Einübung aktiven Zuhörens und die Einhaltung von verabredeten Strukturen bei der Bearbeitung von für die Schülerinnen und Schüler relevanten (Konflikt-)Themen befördert ein positives Lernklima und ist Voraussetzung für weitere Lernprozesse. Die Übernahme von Rollen, Moderationsfähigkeit und  Gesprächsführungskompetenz können nur in wiederkehrenden praktischen Übungssituationen erworben und ausgebaut werden. (HmS 2/2018, S. 16-17)