Beh?rde f?r Umwelt und Energie

Fachkundige f?r Abscheideranlagen Allgemeine Informationen f?r Fachkundige

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen ?ber die Zulassung als Fachkundiger und die Berichtspflichten gegen?ber der Beh?rde. Desweiteren finden Sie Hinweise, die bei der Ausf?hrung einer Generalinspektion zu beachten sind.

Allgemeine Informationen f?r Fachkundige

Kapitel?bersicht

Zulassung

Fachkundige f?r Generalinspektionen an Abscheideranlagen ben?tigen in Hamburg eine Einzelzulassung nach ? 15 (6) Hamburgisches Abwassergesetz. Die Zulassung von Fachkundigen ist an die Erf?llung folgender Voraussetzungen gekn?pft:

Fachkundige m?ssen

  • aufgrund ihrer Ausbildung, ihrer Kenntnisse und ihrer durch praktische T?tigkeiten gewonnenen Erfahrungen die Gew?hr daf?r bieten, dass sie die Pr?fungen ordnungsgem?? durchf?hren,
  • zuverl?ssig sein,
  • hinsichtlich der Pr?ft?tigkeit unabh?ngig sein. Es darf kein Zusammenhang zwischen Pr?ft?tigkeit und anderen Leistungen bestehen.

?Berufliche Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium einer f?r die ausge?bte T?tigkeit einschl?gigen Fachrichtung an einer Universit?t, einer Technischen Universit?t, einer Technischen Hochschule, einer Fachhochschule oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss oder in Ausnahmef?llen eine fachbezogene Berufsausbildung in Verbindung mit einer langj?hrigen Berufserfahrung und
  • mindestens dreij?hrige berufliche Erfahrung auf dem Gebiet der Abwassertechnik.

Antragstellung
Der Antrag auf Zulassung sollte folgende Unterlagen beinhalten:

  • Kontaktdaten: Adresse, E-Mail, Telefonnummer
  • Ggf. Firmendaten, falls abweichend
  • Ausbildung und Beruflicher Werdegang
  • Nachweis der dreij?hrigen beruflichen Erfahrung auf dem Gebiet der Abwassertechnik
  • Nachweis der Fachkunde
  • Ggf. Zulassungen in einem anderen Bundesland (eine Zulassung in einem anderen Bundesland wirkt sich auf die H?he der Geb?hren aus)
  • Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens k?nnen noch weitere einzelfallbezogene Nachweise verlangt werden. Zulassungen k?nnen beantragt werden bei:

Ansprechpartnerin:
Christine Schauer (-W 230-)
E-Mail: christine.schauer@bue.hamburg.de
Beh?rde f?r Umwelt und Energie, Amt f?r Wasser, Abwasser und Geologie,
Abwasserwirtschaft -W 23-,
Neuenfelder Stra?e 19,
21109 Hamburg

Hinweis:
Die Durchf?hrung von Generalinspektionen ohne die erforderliche Zulassung stellt eine Ordnungswidrigkeit nach ? 26 Nr. 23 des Hamburgischen Abwassergesetzes dar.

Listung der Fachkundigen im Internet:
Fachkundigenliste
Falls sich die in der Fachkundigenliste aufgef?hrten Kontaktdaten ?ndern, z.B. bei Firmenwechsel, sind aktuelle Daten an die Zulassungsbeh?rde zu senden. Eine Mitteilung ist auch erforderlich, wenn Fachkundige nicht mehr in Hamburg als solche t?tig sind.

Mit dem Antrag auf Zulassung stimmt der / die Antragsteller*in zu, dass die personenbezogenen Daten in der BUE gespeichert werden. Allgemeine Informationen zur Datenverarbeitung gem?? EU-Datenschutzgrundverordnung sind hier abrufbar.

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Berichte

Zusendung von GI-Berichten an die Beh?rde f?r Umwelt und Energie BUE
Es gibt ein Funktionspostfach generalinspektion@bue.hamburg.de
An diese Adresse k?nnen Berichte ?ber Generalinspektionen in Hamburg gesandt werden, falls der oder die ?berwacher*in der zust?ndigen Branchenreferate nicht bekannt sind. Die Berichte werden von der Verwaltung an die zust?ndigen Referate weitergeleitet. Berichte zu Fettabscheideranlagen k?nnen grunds?tzlich an W23 (christine.schauer@bue.hamburg.de) oder direkt an die Mitarbeiter*innen) gesandt werden.
Jahresbericht
Der Zulassungsbeh?rde ist bis zum 01.03. ein Jahresbericht ?ber alle im zur?ckliegenden Kalenderjahr ?berpr?ften Anlagen in elektronischer Form als Excel-Tabelle entsprechend dem Muster (Download) zu ?bersenden (christine.schauer@bue.hamburg.de).

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Generalinspektionen

F?r die Aus?bung der Generalinspektionen sind die folgenden Hinweise zu beachten:

  1. Festsetzung von Terminen f?r die n?chste Generalinspektion
    Der Termin f?r die n?chstfolgende Generalinspektion (GI) richtet sich nach dem vorgeschriebenen Termin f?r die durchgef?hrte GI. Sollte der vorgeschriebene Termin f?r die GI nicht eingehalten worden sein oder handelt es sich um eine Nachpr?fung ist der Termin festzusetzen, der sich aus dem vorgeschriebenen Rhythmus ergibt.
  2. Abscheideranlagen f?r Leichtfl?ssigkeiten
    F?r die Ermittlung der Berechnungsregenspenden sind nach DIN 1986-100 die Werte der Tabelle A.1 ?Regenspenden in Deutschland? zu verwenden. Diese wurden auf Basis der KOSTRA-DWD 2000 ermittelt. Der f?r Hamburg g?ltige und anzusetzende Wert f?r die Regenspende r(5,2) betr?gt i.d.R. 206 l/s ha. (Die f?r die Bemessung ma?gebende Regendauer ist mit D = 5 Minuten zu ber?cksichtigen. Die J?hrlichkeit des Berechnungsregens f?r Grundst?cksfl?chen muss f?r Niederschlagsfl?chen ohne geplante Regenr?ckhaltung mindestens einmal in 2 Jahren (T = 2) betragen.)
  3. M?ngelklassifizierung
    F?r die M?ngelklassifizierung bei Abweichungen von den g?ltigen Normen f?r Fettabscheider DIN 4040-100:2016 und f?r Leichtfl?ssigkeitsabscheider DIN 1999-100:2016 sind die Dokumente ?M?ngelklassifizierung-?berh?hung?, ?FA-M?ngelliste-HH? und ?LFA-M?ngelliste-HH? zu beachten (s. Downloads).
  4. Technische Betriebsbestimmungen f?r Abscheideranlagen
    Am Freitag den 27. Juli 2018 wurden die Technischen Betriebsbestimmungen f?r Abscheideranlagen im Amtlichen Anzeiger ver?ffentlicht und aktualisiert. Notwendig wurde die Aktualisierung aufgrund der Fortschreibung der deutschen Erg?nzungsnormen DIN 1999-100 f?r Leichtfl?ssigkeitsabscheider und DIN 4040-100 f?r Fettabscheider.
    Besonders hervorzuheben sind folgende Sachverhalte und Regelungen:
    ? In der DIN 4040-100 wird Punkt 10.3 ?Eigenkontrolle? gestrichen.
    ? In der DIN 4040-100 wird unter Punkt 10.5 ?Entnahme und Entleerung? in Absatz 7 den aufgef?hrten Ma?nahmen die folgende Ma?nahme vorangestellt:
    ??- vor der Entleerung ist die Dicke der abgeschiedenen Fettschicht zu messen und im Betriebstagebuch zu dokumentieren.?
    (Anmerkung: Die Dicke der Fettschicht kann auch auf dem Reinigungsbeleg festgehalten werden, der dem Betreiber ausgeh?ndigt wird.)
    ? Die Regelungen des ? 13 HmbAbwG, dass Arbeiten an Abscheideranlagen nur durch anerkannte (zertifizierte) Fachbetriebe durchgef?hrt werden d?rfen, gilt auch f?r die M?ngelbeseitigung an Abscheidern, auch wenn nach der jeweiligen Norm keine besondere Qualifikation erforderlich ist. Die Zertifizierungsorganisationen ?G?tezeichen Kanalbau? und ??berwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der SHK-Handwerke? f?hren ?bersichten ?ber die jeweils anerkannten (zertifizierten) Fachbetriebe.
    ? F?r Fettabscheideranlagen, die nach dem 27. Juli 2018 genehmigt oder angezeigt wurden, gilt ein Turnus von 5 Jahren f?r Generalinspektionen. F?r Anlagen vor diesem Stichtag 10 Jahre. F?r Fettabscheider, die im Rahmen eines Austausches eingebaut werden, gilt ebenfalls ein 5-Jahres-Turnus.
  5. Technische Baubestimmungen
    Die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen wurde gleichzeitig mit dem Inkrafttreten der neuen Hamburger Bauordnung (HBauO) am 01.05.2018 im Amtlichen Anzeiger ver?ffentlicht. Damit wurden wesentliche Teile der deutschen Erg?nzungsnormen f?r Abscheider in Hamburg als technische Baubestimmungen eingef?hrt. Im mit ver?ffentlichten Deckblatt ist aufgef?hrt, welche Abschnitte der Normen eingef?hrt werden und welche Abweichungen gelten. Eine ?bersicht ist im Dokument ?Einf?hrung Muster-VVTB als Technische Baubestimmung? aufgef?hrt (Download).

    Mit der ?nderung der HBauO wurde unter anderem das Urteil des Europ?ischen Gerichtshofes (EuGH) umgesetzt, wonach die L?nder f?r diejenigen Produkte keine allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ) mehr fordern d?rfen, f?r die harmonisierte europ?ische Normen vorliegen. Das DIBT hatte mit Erteilung einer abZ bisher die Einhaltung der deutschen Erg?nzungsnormen f?r Abscheider best?tigt. Aufgrund des EuGH-Urteils werden seit Oktober 2016 keine abZ mehr f?r Abscheideranlagen erteilt. F?r Leichtfl?ssigkeitsabscheider kann weiterhin die Vorlage einer abZ gefordert werden, sofern diese zur Behandlung von Abwasser mit Anteilen von Biodiesel oder FAME eingesetzt werden.

    Auch wenn eine abZ nicht mehr gefordert werden kann, gelten die Erg?nzungsnormen nach wie vor als aaRdT und entsprechend der Ver?ffentlichung teilweise auch als Technische Baubestimmungen, die von dem Betreiber / Planer einzuhalten sind.

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