Behörde für Umwelt und Energie

Agenda 2030 der Vereinten Nationen Umsetzung der Sustainable Development Goals für Hamburg

Mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen hat sich die Weltgemeinschaft 2015 auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals, kurz SDG) geeinigt. Das Neue daran: Sie sind universell gültig und nehmen somit auch die Industrieländer in die Verantwortung. Auch Hamburg setzt die Agenda 2030 um. Im Juli 2017 hat der Senat den Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen.

Umsetzung der Sustainable Development Goals für Hamburg

Drucksache zu Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beschlossen

Am 4. Juli 2017 hat der Senat mit der Drucksache "Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg" den Fahrplan für die nächsten Jahre beschlossen: Neben einer Bestandsaufnahme - wo passt die Senatspolitik bereits mit den Zielsetzungen der Agenda 2030 überein - werden die Themen benannt, an denen in den nächsten Jahren konkret weitergearbeitet werden soll.

Die Drucksache können Sie sich in der Parlamentsdatenbank herunterladen.

Nachhaltigkeit ganz konkret

Zu den neuen Projekten zählt unter anderem das Vorhaben, die Beschaffung der Hansestadt an Nachhaltigkeit auszurichten. Soziale Aspekte, insbesondere unter dem Gesichtspunkt "Fair Trade", sollen künftig neben ökologischen und natürlich auch ökonomischen Kriterien mit ausschlaggebend beim Einkauf von Produkten wie Möbeln oder Textilien sein. Bei der Entwicklung des neuen Stadtteils Oberbillwerder soll von Beginn an integriert geplant werden. Aspekte wie Energie, Klima, Verkehr, Bildung, lokale Wirtschaft, Biodiversität, bezahlbarer Wohnraum, soziale Inklusion und Freiraumversorgung sollen miteinander verzahnt werden. Hamburg ist sich auch seiner globalen Verantwortung bewusst und geht mit der Umweltpartnerschaft Hamburg-Mexiko eine neue Kooperation zum Wissensaustausch im Bereich Stadtentwicklung und Umweltschutz ein.

Neu: Einrichtung eines "Hamburger Nachhaltigkeitsforums"

Um die Agenda 2030 erfolgreich umzusetzen, bedarf es weiterhin eines stetigen Austauschs mit der Zivilgesellschaft. Deswegen wird der Senat ein "Hamburger Nachhaltigkeitsforum", so der Arbeitstitel, einrichten, in dem Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Interessenverbände die Senatspolitik kritisch begleiten und beraten können.

Der bisherige Prozess

Im vergangenen Jahr hat eine Vielzahl an Akteuren den Fahrplan zur Umsetzung der Agenda 2030 erarbeitet. Unter Federführung der Behörde für Umwelt und Energie hatte eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe „SDGs für Hamburg“ eine erste Bestandsaufnahme der bereits laufenden Aktivitäten vorgenommen. Um der Fülle an Themen gerecht zu werden – die 17 SDGs werden durch 169 weitere Unterziele konkretisiert – und diese darstellbar zu machen, hat die Arbeitsgruppe Hamburger Schwerpunktthemen identifiziert, die im weiteren Prozess im Fokus stehen und vertieft bearbeitet werden sollen. Diese sind in vier Clustern zusammen gefasst: Umwelt und Stadt, Teilhabe und sozialer Zusammenhalt, Nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik, Bildung und Wissenschaft. Internationales, Gleichstellung, Kultur und Digitalisierung sind dabei Querschnittsthemen, die in allen Bereichen mitgedacht werden.

Partizipation als zentraler Baustein

Partizipation ist für die Behörde für Umwelt und Energie ein zentraler Bestandteil des SDG-Prozesses. Deswegen wurde die Zivilgesellschaft bereits zu Beginn des Prozesses eingebunden. In fünf Workshops im November und Dezember 2016 haben Behördenvertreterinnen und -vertreter gemeinsam mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft zu den in der Behörden-AG vereinbarten Cluster Inhalte erarbeitet und diskutiert. Mit dabei waren unter anderem Eine-Welt-Initiativen, die Handelskammer, die Handwerkskammer, die Kirche, soziale Einrichtungen, Umweltverbände, Unternehmen, Bildungsträger und Gewerkschaften.