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Vorsicht bei hohen Grundwasserständen! Aktuelle Grundwasserstände

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Aktuelle Grundwasserstände

++++    Ganglinien werden täglich aktualisiert     ++++

Das Grundwasser wird in Hamburg in vielen Bereichen der Stadt bereits zwei Meter oder sogar noch dichter unter der Geländeoberfläche angetroffen. In bebauten Gebieten können hieraus Probleme mit eindringendem Grundwasser (Kellervernässungen) resultieren. Dies gilt besonders in Jahren mit hohen Grundwasserständen. Die Behörde für Umwelt und Energie gibt im Folgenden eine Übersicht zu dieser Problematik.

Aktuelle Bewertung der Messstellen 7951, 8469, 9524 und 10154 (in der Karte grün dargestellt)  (Stand 02.07.2019):

In den überwiegenden Bereichen Hamburgs sind nach der langen Trockenperiode von Mai bis November 2018  seit Januar bis Juni wieder mittlere Grundwasserstände zu beobachten. Durch die im März (91,4 mm) höheren und im Mai und Juni (64,3 u. 67,4 mm) durchschnittlichen gemessenen Niederschläge wurden die sehr geringen Niederschlagssummen  im Februar (33,4 mm) und April (15,4 mm) größtenteils ausgeglichen. Auf das Halbjahr 2019 bezogen ist  mit 336 mm in der Summe eine leichte Unterschreitung des mittleren Niederschlags von etwa 7% zu verzeichnen. Die im Sommer in der Regel saisonal bedingt ausbleibende Grundwasserbildung wird bis zum Herbst wahrscheinlich zu sinkenden Grundwasserständen führen.

Aktuelle Grundwasserganglinien

Die Behörde für Umwelt und Energie betreibt im Hamburger Stadtgebiet ein dichtes Netz an Grundwassermessstellen. In nachfolgender Karte sind davon diejenigen Messstellen dargestellt, welche mit einer Datenfernübertragungseinheit ausgestattet sind und somit ein aktuelles Bild der Grundwassersituation vermitteln. Die Daten werden in einem halbstündlichen Messintervall aufgezeichnet und täglich ins Internet übertragen. 

Mit Hilfe der Karte können diese Daten aufgerufen werden. Sobald der Mauspfeil auf einer Messstelle liegt, wird die Nummer und die Lage der Messstelle angezeigt. Um die Grundwasserganglinien der einzelnen Messstellen zu betrachten, klicken Sie bitte auf den Punkt der gewünschten Messstelle.

Hamburgkarte mit Eintragung der Standorte der Messstellen, deren Ganglinien im Internetveröffentlicht werden

Wichtiger Hinweis: Die Anzeige der interaktiven Grundwasserstände mit Gangliniendarstellung auf dieser Webseite ist aus technischen Gründen derzeit nicht abrufbar. An einer Behebung des Problems wird gearbeitet. Über den hier hinterlegten Link erreichen Sie eine Liste der Messstellen mit  Straßennamen, über die Sie die Ganglinien vorübergehend erreichen können.

Broschüre

Wie schütze ich mein Haus vor Starkregen? (Titel der Broschüre 2012)

Informationen zu Schutzmaßnahmen gegen Starkregenfolgen und Kellervernässung können der gemeinsam mit dem Unternehmen 'Hamburg Wasser' und dem 'Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer' herausgegebenen Broschüre entnommen werdenSie gibt Hinweise auf vorbeugende Maßnahmen bei Bauen im Grundwasser, zeigt Möglichkeiten der nachträglichen Sanierung im Schadensfall auf und nennt die in Frage kommenden Ansprechpartner.

" Wie schütze ich mein Haus vor Starkregenereignissen?" (1943 KB, 44 Seiten)

 

Grundwassergang

 Ganglinie der Messstelle 873

Das vom Niederschlagsgeschehen gespeiste oberflächennahe Grundwasser unterliegt sowohl jahreszeitlich als auch längerfristig erheblichen Schwankungen, die mehrere Meter betragen können. Erfahrungsgemäß liegen im jahreszeitlichen Turnus die höchsten Grundwasserstände in der Regel in den Monaten Februar bis Mai vor, da die Grundwasserneubildung vor allem im Winterhalbjahr (November bis April) erfolgt. Längerfristig gesehen wurden besonders hohe Grundwasserstände in den Frühjahren 1981, 1988, 1994/95, 2002 und Anfang 2008 verzeichnet. Den langfristigen Verlauf des Grundwasserstandes zeigt exemplarisch die Ganglinie der Messstelle 873 in Hamburg-Wandsbek.

Niederschlagsgeschehen

 

 Zusammenhang Niederschlag/Grundwasser
Der Schwankungsbereich des Grundwassers ist in der Geest im allgemeinen deutlich höher als in der Marsch, wo das oberflächennahe Grundwasser zudem sehr viel unmittelbarer auf das kurzfristige Niederschlagsgeschehen reagiert. Die Ganglinien von ausgewählten Grundwassermessstellen in Regionen mit hohen Grundwasserständen verdeutlichen exemplarisch die unterschiedlichen Verhältnisse (diese Ganglinien lassen sich weiter oben einzelnd aufrufen). Der enge Zusammenhang in der Marsch zwischen Niederschlagsereignissen und Grundwasserstand wird durch eine weitere Graphik verdeutlicht: Zusammenhang Niederschlag-Grundwasser.

Bundesweite Problematik

Probleme mit hohen Grundwasserständen sind in den letzten Jahren in vielen Städten und Gemeinden in der Bundesrepublik und anderen Staaten aufgetreten. Die Ursachen dafür sind vielfältig und lokal oft unterschiedlich. Ein Grund können zurückgegangene oder stillgelegte öffentliche oder industrielle Wasserförderungen sein. In Regionen, in denen über Jahrzehnte der Grundwasserstand durch Förderungen abgesenkt worden ist, wurde bei zwischenzeitlich durchgeführten Baumaßnahmen oftmals nicht bedacht, dass der natürliche Grundwasserstand höher anzutreffen ist und es keine Garantie für die Aufrechterhaltung bestehender Wasserentnahmen gibt. 

Die bundesweite Problematik hoher Grundwasserstände wurde in einem Statusbericht des BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau) unter Beteiligung Hamburgs aufgearbeitet. Der Bericht "Nutzungskonflikte bei hohen Grundwasserständen - Lösungsansätze"  ist beim BWK erhältlich.

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Danke für Ihr Interesse!

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Hohe Grundwasserstände?