Hafengeburtstag

Hafengeburtstag: Schiffe Avatar

Die "Avatar" war ursprünglich ein sogenannter Kriegsfischkutter und wurde als vorgeschobener Beobachtungsposten auf der Nordsee genutzt, häufig dienten Schiffe dieses Typs auch zum Minenräumen. 

Avatar Avatar

Avatar

Avatar: Technische Daten

Typ: Toppsegelschoner
Nation: Niederlande
Baujahr: 1941/2010-2013
Länge ü.A.: 34,5 m
Breite: 6,4 m 
Tiefgang: 2,8 m
Segelfläche: 450 qm2 (maximal), 310 qm2 (am Wind)
Eigner: André Hanzen
Heimathafen: Harlingen

Kurzbeschreibung

Von dem dunkelroten Schoner Twister sahen die anderen Regattateilnehmer meist nur das Heck. Diese Tradition möchte André Hanzen mit seinem neuen Schiff, der Avatar, nun fortsetzen. Alle Erfahrungen, die er seit 1998 beim Umbau und dem Segeln mit Chartergästen der 1902 entstandenen Twister gesammelt hatte, kamen nun dem neuen Schiff zu Gute.

Die Avatar war eigentlich ein sogenannter Kriegsfischkutter, von dem die Reichsmarine über 1000 Stück in Auftrag gegeben hatte. Für maximal 60 Jahre Dienstzeit waren diese Kompositkutter (Stahlspanten mit Holzplanken) ausgelegt. Eingesetzt waren sie meist als vorgeschobene Beobachtungsposten auf der Nordsee. Da wegen ihrer Holzbeplankung Magnetminen kaum ansprachen, dienten sie viel auch zum Minenräumen. Die Avatar, wahrscheinlich in 1941 in Wolgast gebaut, ging 1945 zusammen mit vier weiteren Kuttern als Reparationsleistung in die Niederlande. Die neuen Besitzer nutzten den großen Kutter bis 1957 als Logger zum Fischfang in der Nordsee. Neue Eigner nutzten nur noch das stabile Spantengerüst und ersetzten die hölzernen Planken durch Stahl, der noch genietet war. Unter dem Namen Grietje Maria war der Logger in Ijmuiden mit der Fischereinummer 64 bis 1998 registriert, zuletzt aber nur noch als Angelkutter genutzt. Der nächste Besitzer wollte daraus ein Charterschiff machen, scheiterte jedoch. Verschiedene An- und Umbauten deuten darauf hin, dass das Schiff auch als Schlepper eingesetzt wurde.

2010 kaufte André Hanzen den heruntergekommenen Rumpf, entkernte ihn, ersetzte den Vordersteven durch einen eleganten Klipperbug und das plumpe Achterschiff durch ein yachtgemäßes Heck. Nach dem Stellen der Masten und nachdem die an eine klassische Yacht erinnernde Inneneinrichtung fertig war, begann eine große Vorstellungstour, um den neuen Toppsegel-Schoner bekannt zu machen. Seit dem fährt die Avatar mit Chartergästen vorrangig auf Nord- und Ostsee.

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