Naturschutz Feuchtgebiete für Uferschnepfe und Rotschenkel

Die Allermöher Wiesen einschließlich des Alten Billwerder Bahndamms umfassen ein Gebiet mit einer Fläche von 106 Hektar. Dies ist geprägt von Grünland und offenen Feuchtwiesen und bietet eine ideale Heimat für inzwischen selten gewordene Vogelarten wie den Kiebitz, die Uferschnepfe oder den Rotschenkel.

Feuchtgebiete für Uferschnepfe und Rotschenkel

Dieses NSG bildet den Lückenschluss zwischen den Naturschutzgebieten „Die Reit“ und der „Boberger Niederung“ und sichert so einen wichtigen Biotopverbund im Hamburger Osten. Es umfasst sowohl Grünland- als auch Trockenlebensräume. Das weithin offene, von Gräben durchzogene Grünland macht mit 88 Hektar den Großteil des Gebietes aus und ist durch Wiesen und Rinderweiden geprägt. Pumpen und Wehre sorgen hier für einen höheren Wasserstand. Wiesenvögel wie zum Beispiel Uferschnepfe, Rotschenkel, Kiebitz und Bekassine finden hier optimale Lebensbedingungen. Diese gehören zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Deutschland. Die Uferschnepfe gilt in Hamburg und in ganz Deutschland als „vom Aussterben bedroht“. In den Gräben leben seltene Amphibien wie zum Beispiel der Moorfrosch.

Beim Alten Billwerder Bahndamm handelt es sich um eine etwa 120 Jahre alte Landschaftsstruktur, auf der früher tatsächlich Bahngleise verliefen. Auf dem Damm führt jetzt ein Spazierweg entlang, er ist ein artenreicher Trockenlebensraum, in dem zum Beispiel die seltene Karthäuser-Nelke vorkommt, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten steht. Insgesamt kommen auf dem Bahndamm 142 verschiedene Pflanzenarten vor, von denen 33 auf der Roten Liste stehen. Aber auch für Tiere spielt dieser Bereich eine besondere Rolle: insbesondere für Insekten wie Wildbienen. So konnten 153 verschiedene Bienenarten auf dem Bahndamm nachgewiesen werden.

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Behörde für Umwelt und Energie

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