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Inhaltsverzeichnis

Welche Fläche ist genau betroffen Wo wurden die Funde gemacht War der Dioxinfund ein reiner Zufallsfund Wie ist es möglich, dass die Abfälle fast sechs Jahrzehnte unentdeckt blieben Weshalb werden allgemeine Bodenuntersuchungen gemacht
Wie ist diese Fläche für die allgemeine Bodenuntersuchung ausgesucht worden Woher stammt die Altlast  Könnte es sein, dass die Verunreinigungen jüngeren Datums sind Welche Anfahrtswege zur benachbarten Deponie Havighorster Moor gab es im weiteren Umfeld Um welche Dioxin-Mengen geht es Was ist untersucht worden – mit welchem Ergebnis Wie werden die Analysenergebnisse bewertet Sind die Teiche belastet Ist der Sandstrand am Boberger See belastet Sind die Beeren, Pilze und Fische belastet Ist das Grundwasser belastet Welche Flächen sind belastet Kann das Dioxin durch Wind und Wasser weiter verteilt werden Wurde die Vergangenheit der Fläche betrachtet Wird die Fläche weiter abgesperrt Ist die kontaminierte Fläche durch die Umzäunung gut genug gesichert Wann und über welche Wege komme ich wieder zum Anglerverein Gibt es weitere Untersuchungen Wie kann dioxinverseuchter Boden dekontaminiert werden Wie viel Boden muss eventuell abgetragen werden Was würde bei einem Austausch mit dem kontaminierten Boden geschehen Wie läuft die Sanierung ab Ergeben sich durch die Sanierung neue Belastungen und welche Sicherheitsmaßnahmen werden dagegen ergriffen Wann beginnt die Sanierung Kann man nach der Sanierung die Wege wieder gefahrlos nutzen Lässt sich etwas über die Kosten sagen Gibt es Vergleiche zu anderen Dioxinbelastungen Wie gefährlich ist Dioxin für den Menschen Was, wenn ich mich dort häufig aufgehalten habe Wie werden wir weiter informiert Kann ich mich medizinisch beraten lassen Ist das Boberger Dünenhaus aufgrund des Dioxinfundes geschlossen

 

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Welche Fläche ist genau betroffen?

(Stand März 2020) Bei der zu untersuchenden Fläche handelt es sich um den circa vier Hektar großen Böschungsbereich beiderseits des Moorweges im Naturschutzgebiet Boberger Niederung. Das Gelände liegt zwischen den Straßen Unterberg und Walter-Hammer-Weg und ist in weiten Teilen mit Unterholz bewachsen. Die Fläche wurde am 21. Mai 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Davor war die Fläche seit dem 20. März 1973 Bestandteil des Naturdenkmals Achtermoor. Der Schwerpunkt der Belastung liegt im östlichen Teil der Fläche. Da hier die oberflächennahe Belastung sehr hoch ist, wurde dieser Teil abgesperrt.

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Wo wurden die Funde gemacht?

Die ursprünglichen Funde wurden auf einer ca. 1.200 m² großen Fläche südwestlich der Straße „Unterberg“ gemacht. Sie liegen in einem mit Boden und Bauschutt aufgefüllten Bereich der Böschung an der Südstormarnschen Kreisbahn.

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War der Dioxinfund ein reiner Zufallsfund?

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft führt regelmäßig allgemeine Bodenuntersuchungen durch. Diese Untersuchungen gelten möglichen Schwermetallbelastungen. Im Rahmen von solchen so genannten Hintergrund-Messungen erfolgte die Beprobung der Fläche durch das Institut für Hygiene und Umwelt. Bei der Auswertung dieser Analysen war ein hoher EOX- Gehalt (extrahierbare organisch gebundene Halogene) aufgefallen. Bei diesem Parameter handelt es sich um einen Summenparameter. Zur Aufschlüsselung der tatsächlichen Inhaltsstoffe erfolgten Untersuchungen auf Dioxine/Furane und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dlPCB). Die Ergebnisse lagen Ende September 2018 vor. Vorher gab es für diese Fläche keine Hinweise auf Altlasten. Es war nicht das ursprüngliche Ziel, auf Dioxine zu untersuchen.

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Wie ist es möglich, dass die Abfälle fast sechs Jahrzehnte unentdeckt blieben?

Es war bekannt, dass hier Boden und Bauschutt aufgeschüttet worden ist. Bis zum Fund des Schadens im September 2018 gab es keine Hinweise auf Abfälle oder Schadstoffe und die Fläche war nicht als altlastverdächtig eingestuft. Bodenauffüllungen sind in ganz Hamburg weit verbreitet. Diese sind in aller Regel unauffällig.

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Weshalb werden allgemeine Bodenuntersuchungen gemacht?

Allgemeine Bodenuntersuchungen werden beispielsweise gemacht, um die Verbreitung von Schadstoffen über die Luft zu erfassen.

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Wie ist diese Fläche für die allgemeine Bodenuntersuchung ausgesucht worden?

Die Fläche ist nach dem Zufallsprinzip  in einem Raster von 500 mal 500 Meter ausgesucht worden. In diesen Rasterflächen werden geeignete Probenahmeflächen gesucht, die z.B. nicht auf Privatgrundstücken liegen und gut zugänglich sind.

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Woher stammt die Altlast? 

Bei der Altlast handelt es sich um eine Boden- und Bauschuttauffüllung am südlichen Rand des Bahndamms der Kreisbahn. Diese  war bisher nicht als altlastverdächtig eingestuft. Hinweise auf Abfälle und mögliche Belastungen gab es bis jetzt keine. Ein Luftbild aus dem Jahr 1962 legt unter Berücksichtigung des jetzigen Fundes die Vermutung nahe, dass dort damals – zusammen mit Boden- und Bauschutt - auch Industrieabfall abgekippt wurde.

Dioxin kann in unterschiedlichen Zusammensetzungen vorkommen und hat einen spezifischen chemischen Fingerabdruck. Die Zusammensetzung dieses Funds deutet darauf hin, dass es sich bei dem Dioxin um ein Abfallprodukt aus der Pflanzenschutzmittelproduktion handelt. Eine solche Produktion hatte es bis in die 1980er Jahre im Werk des Chemieunternehmens Boehringer in Moorfleet gegeben. Die Umweltbehörde hat der Firma Boehringer Ingelheim die bislang erhobenen Daten zur Verfügung gestellt und konstruktive Gespräche mit dem Unternehmen geführt. Auch wenn Boehringer Ingelheim bodenschutzrechtlich nicht der Verursacher ist, wird sich das Unternehmen freiwillig an der Sanierung beteiligen und einen substanziellen Teil der Sanierungskosten übernehmen.

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Könnte es sein, dass die Verunreinigungen jüngeren Datums sind?

Es ist eher auszuschließen, dass die Verunreinigung erst kürzlich entstanden ist. Die Zusammensetzung dieses Funds deutet darauf hin, dass es sich bei dem Dioxin um ein Abfallprodukt aus der Pflanzenschutzmittelproduktion handelt. Eine solche Produktion hatte es bis in die 1980er Jahre im Werk des Chemieunternehmens Boehringer in Moorfleet gegeben.

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Welche Anfahrtswege zur benachbarten Deponie Havighorster Moor gab es im weiteren Umfeld?

Die Anfahrtswege zur Deponie Havighorster Moor stellen sich im historischen Zusammenhang wie folgt dar:

Die Hauptanfahrtsroute führte von der Bergedorfer Straße (zuvor Steinbeker Hauptstraße / Lohbrügger Landstraße) ungefähr auf Höhe der heutigen Unterführung Unterberg auf die Straße An der Kreisbahn zur ehemaligen Deponie Havighorster Moor.

Von Osten kommend gab es die Möglichkeit, über die Straßen Unterberg und An der Kreisbahn die Deponie anzufahren.

Bis zum Bau der Autobahn und der heutigen Bergedorfer Straße gab es zudem die Möglichkeit, das Gebiet von Westen zu erreichen, entweder über die Straße An der Kreisbahn oder von Kirchsteinbek aus über die Straßen An der Steinbek und dann Richtung Osten über den Walter-Hammer-Weg.

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Um welche Dioxin-Mengen geht es?

(Stand Oktober 2020) Der erste Verdacht hat sich bestätigt: Der Wert von 700 Mikrogramm Dioxin (Toxizitätsäquivalente TEQ pro Kilogramm Trockenmasse), der am Hang nahe des Bahndamms im vergangenen Jahr gefunden worden war, wurde bei der gezielten Beprobung der hochbelasteten Bereiche im Juni und Juli 2019 erneut gefunden.

Da die ermittelte Belastung des Bodens den zulässigen Maßnahmenwert bis zum 700fachen deutlich übersteigt, ist eine Sanierung der betroffenen Flächen zwingend erforderlich. In Vorbereitung auf die Sanierung wurden bis September 2020 weitere Bodenproben unterhalb der bisher beprobten 35 Zentimeter Tiefe genommen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Sanierungsuntersuchung wird ein Sanierungskonzept erarbeitet.

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Was ist untersucht worden – mit welchem Ergebnis?

Das vier Hektar große Gebiet um den Schadensherd herum wurde systematisch untersucht. Für die Abschätzung der akuten Gefährdung durch oberflächennah liegendes Dioxin wurden umfassende Untersuchungen des Bodens bis Ende Januar 2019, sowie ergänzend im Juni und Juli 2019 durchgeführt. Während der Untersuchungen war das Betreten der gesamten Böschung wegen abgesperrter Zuwegungen nicht möglich. Auf Grundlage der so ermittelten Ergebnisse wurde ein ca. zwei Hektar großer Teil der Böschung dauerhaft mittels Umzäunung abgesperrt, während die Wege im restlichen Gebiet wieder betreten werden dürfen.

In den Wohngebieten von Mümmelmannsberg und Boberg, in den Angelteichen, im Grundwasser sowie im angrenzenden Badesee wurde keine Kontamination mit Dioxin festgestellt. In Proben von Beeren, Pilzen und Fischen aus dem Gebiet wurden keine erhöhten Dioxin-Werte entdeckt. Auch der Oberboden der unweit gelegenen Altdeponie Havighorster Moor wies keine Belastungen auf.

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Wie werden die Analysenergebnisse bewertet?

Für die Bewertung von Dioxinen sind in der Bundes-Bodenschutz-und Altlastenverordnung Maßnahmenwerte genannt, ab denen eine Sanierung erforderlich ist. Für die Boberger Niederung trifft der Maßnahmenwert für Park- und Freizeitanlagen zu. Dieser liegt bei 1000 Nanogramm pro Kilogramm Trockenmasse Toxizitätsäquivalente (ng/kg TM I-TEq).

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Sind die Teiche belastet?

Untersuchungen der Sedimente und Wasserproben aus den Fischteichen und dem Badesee haben keine Belastung ergeben.

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Ist der Sandstrand am Boberger See belastet?

Weder der Sandstrand noch das Wasser des Badesees sind mit Dioxinen belastet.

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Sind die Beeren, Pilze und Fische belastet?

In Beeren, Pilzen und Fischen wurden keine erhöhten Werte festgestellt.

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Ist das Grundwasser belastet?

Im Grundwasser wurde keine Belastung festgestellt.

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Welche Flächen sind belastet?

(Stand März 2021) Die höchste Belastung mit Dioxinen in den bisher ausgewerteten oberen 35 Zentimetern des Bodens wurde im östlichen Teil der Böschung festgestellt. Daher wurde dieser ungefähr zwei Hektar große Bereich eingezäunt. Im Rahmen der Sanierungsuntersuchung wurden bis Ende September 2020 die tieferen Bodenschichten der gesamten Böschung beprobt. Die Laborergebnisse liegen jetzt vor und werden in Hinblick auf Sanierungsmöglichkeiten ausgewertet.

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Kann das Dioxin durch Wind und Wasser weiter verteilt werden?

Generell ist die Verteilung von Dioxin möglich, wenn der belastete Boden, an dem das Dioxin anhaftet, durch Wind oder Wasser bewegt wird. Daher wurden die angrenzenden Wohngebiete sowie die Sedimente und das Wasser der Angel- und Badeteiche beprobt. Es wurden keine Verlagerungen festgestellt.

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Wurde die Vergangenheit der Fläche betrachtet?

Im Rahmen der historischen Recherche wurden alte Luftbilder sowie verschiedene, auch private Archive ausgewertet.

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Wird die Fläche weiter abgesperrt?

(Stand März 2020) Nach dem ursprünglichen Dioxinfund wurden zunächst vier Hektar Waldfläche abgesperrt und der Oberboden beprobt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Schwerpunkt der oberflächennahen Belastung im östlichen Teil der Böschung liegt. Dieser circa zwei Hektar große Teil bleibt daher weiterhin eingezäunt, während der Rest der Fläche wieder geöffnet wurde. Ein komplettes Durchqueren des Waldstückes ist wegen der Absperrung weiterhin nicht möglich.

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Ist die kontaminierte Fläche durch die Umzäunung gut genug gesichert?

(Stand März 2020) Die Absperrungen um den Schadensschwerpunkt wurden bis Februar 2020 verstärkt. Der Bauzaun umschließt nun komplett die oberflächennah hoch belastete Fläche.

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Wann und über welche Wege komme ich wieder zum Anglerverein?

(Stand März 2020) Der Zugang zu den Anglervereinsflächen ist seit Februar wieder von Westen über den Parkplatz am Walter-Hammer-Weg möglich. Die ursprüngliche Absperrung der gesamten Böschung wurde entsprechend angepasst und die hoch belasteten Wege gesichert, indem sie mit Trennvlies und unbelastetem Kiessand abgedeckt wurden. Sie sind jetzt wieder gefahrlos nutzbar. Der letzte Wegabschnitt zu den Anglervereinsflächen ist nur für Vereinsmitglieder möglich.

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Gibt es weitere Untersuchungen?

(Stand Oktober 2020) Es ist notwendig, den Schaden in der Tiefe weiter zu untersuchen. Deshalb wurden von Juli bis September 2020 weitere Bodenproben in tieferen Bodenschichten bis zu 15 Meter Tiefe genommen. Zusätzlich wurde das Grundwasser an neu gebauten Messstellen direkt in der Böschung beprobt.

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Wie kann dioxinverseuchter Boden dekontaminiert werden?

Art und Umfang einer erforderlichen Sanierung werden immer im Einzelfall, wenn das Ausmaß der Bodenbelastung durch Untersuchungen festgestellt ist, festgelegt.

Zur Dekontamination dioxinverseuchter Standorte kann eine Sanierung durch Austausch der belasteten Böden gegen unbelastete Böden erfolgen. Die belasteten Böden werden dann einer geregelten Entsorgung bzw. Behandlung zugeführt.

Alternativ ist auch eine Sanierung durch eine dauerhafte Sicherung, z.B. durch eine Abdeckung der Bereiche mit unbelasteten Böden, möglich. Diese würde einen Direktkontakt von Menschen und Tieren unterbinden und Verwehungen verhindern.

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Wie viel Boden muss eventuell abgetragen werden?

Zum Umfang einer möglichen Sanierungsmaßnahme kann derzeit noch keine Aussage gemacht werden. Dazu muss die Auswertung der Untersuchungsergebnisse abgewartet werden.

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Was würde bei einem Austausch mit dem kontaminierten Boden geschehen?

Der Umgang mit belastetem Boden hängt stark vom Sanierungskonzept ab. Wenn Boden abgetragen werden muss, kommen geeignete Verbrennungsanlagen oder besondere Deponien in Betracht. Im Falle einer Sicherung verbliebe der Boden an Ort und Stelle und würde eingekapselt.

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Wie läuft die Sanierung ab?

Zunächst wird ein Sanierungskonzept erarbeitet. Davon hängt ab, wie die Sanierung im Einzelnen abläuft.

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Ergeben sich durch die Sanierung neue Belastungen und welche Sicherheitsmaßnahmen werden dagegen ergriffen?

Eine genaue Nennung von Maßnahmen ist vor Auswahl der Sanierungsvariante noch nicht möglich. Natürlich hat der Gesundheitsschutz der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der vor Ort Arbeitenden die höchste Priorität. Es werden Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitung der Dioxinkontamination durch Stäube vermeidet.

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Wann beginnt die Sanierung?

(Stand März 2020) Die Sanierung vor Ort beginnt frühestens 2021. Die Planung und Durchführung weiterer Arbeiten läuft seit November 2019.

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Kann man nach der Sanierung die Wege wieder gefahrlos nutzen?

Ja, die Nutzung der Wege ist nach der erfolgten Sanierung gefahrlos möglich.

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Lässt sich etwas über die Kosten sagen?

(Stand Oktober 2020) Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich nur die Kosten aller Untersuchungen und bereits durchgeführten Sicherungsmaßnahmen seit Oktober 2018 beziffern, die aktuell etwa eine Million Euro betragen. Der Betrag ergibt im Wesentlichen aus den Kosten der umfangreichen Probenahmen sowie der fachlichen Begleitung und Auswertung der Ergebnisse durch Sachverständige. Die Kosten spiegeln ebenfalls den hohen Anspruch an den Arbeitsschutz wider, der einen erhöhten Zeit- und Logistikaufwand erfordert.

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Gibt es Vergleiche zu anderen Dioxinbelastungen?

Dioxinbelastungen in Hamburger Böden treten immer wieder auf. In der Vergangenheit gab es Funde von Dioxinbelastung aus Kieselrotmaterial, aus belasteten Elbsedimenten in Spülfeldern, aus Produktionsrückständen der Fa. Boehringer und aus industriellen Verbrennungsprozessen.

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Wie gefährlich ist Dioxin für den Menschen?

Das Umweltgift Dioxin gelangt hauptsächlich über die Nahrung in den menschlichen Stoffwechsel, eine Aufnahme über die Haut oder durch Einatmen von Stäuben ist aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. Das Ausmaß der potentiellen Resorption über die Haut ist abhängig von der Bodenart, der Konzentration im Boden, der Dauer des Kontakts sowie dem Verhalten des Menschen und lässt sich somit nicht pauschal abschätzen. Mit einer länger andauernden dermalen Exposition durch direkten Körperkontakt ist nur in unwahrscheinlichen Ausnahmefällen zu rechnen. Eine zukünftige Schädigung an der dortigen Stelle ist auszuschließen, da der Bereich abgesperrt und gegen unbefugtes Betreten gesichert worden ist.

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Was, wenn ich mich dort häufig aufgehalten habe?

Für den Fall, dass Kinder und Erwachsene über die belasteten Wegstrecken gegangen oder gelaufen sind, kann eine gesundheitsgefährdende Schadstoff-Aufnahme über den Atemtrakt ausgeschlossen werden. Für im Laub oder direkt im kontaminierten Waldboden-Bereich spielende Kleinkinder oder den Fall, dass Kleinkinder Sand aus dem betroffenen Gebiet mit dem Mund aufgenommen haben, kann eine Zusatzbelastung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden und bedarf einer Einzelprüfung. Die Gesundheitsbehörde hat hierfür im Gesundheitsamt des Bezirksamtes Bergedorf eine ärztliche Beratungsstelle eingerichtet. Hier können sich im Einzelfall Eltern ärztlich beraten lassen. Diese Einzelprüfung sollte anhand möglichst genauer Angaben zum Standort, Dauer und Häufigkeit des Spielens in der Boberger Niederung durch Eltern oder Erzieherinnen erfolgen.

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Wie werden wir weiter informiert?

Informationen werden über diese Internetseite zur Verfügung gestellt.

Sie können sich außerdem für den Newsletter registrieren, der regelmäßig über die aktuellen Arbeiten berichtet.

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Kann ich mich medizinisch beraten lassen?

Wer sich gesundheitliche Sorgen macht, kann sich nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 428 91 2200 im Gesundheitsamt Bergedorf beraten lassen.

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Ist das Boberger Dünenhaus aufgrund des Dioxinfundes geschlossen?

Nein, auch im Dünenhaus kann man sich über den aktuellen Stand der Untersuchungen informieren und Fragen stellen.

Kontakt

Amt für Naturschutz, Grünplanung und Bodenschutz

Bodenschutz und Altlasten

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