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Altspülfelder Was ist auf Altspülfeldern zu beachten?

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Was ist auf Altspülfeldern zu beachten?

Foto von Bauarbeiten auf einem Altspülfeld

Da auf den Altspülfeldern sowohl im Oberboden als auch im Untergrund Schadstoff belasteter Schlick vorhanden sein kann, sind nicht alle Altspülfelder uneingeschränkt nutzbar. Informationen, auf welchen Flächen mit Schlick im Ober- oder Unterboden zu rechnen ist, können bei der Behörde Umwelt und Energie (im dortigen Altlasthinweiskataster) oder bei den zuständigen Bezirksämtern eingeholt werden. Bei Baumaßnahmen auf schlickhaltigen Altspülfeldern oder sobald Auffälligkeiten (Geruch, Verfärbungen) im Untergrund festgestellt werden, sind die Verbraucherschutzämter / Gesundheits- und Umweltämter der jeweiligen Bezirke und im Hafengebiet Hamburg Port Authority einzuschalten.

Alle Nutzungen (zum Beispiel Wohnen, Kinderspielflächen, kleingärtnerische Nutzungen), die sich aktuell auf den Altspülfeldern befinden, sind standortverträglich und können fortgeführt werden. Einige Grundstücke erhielten Empfehlungen, bei deren Einhaltung mögliche Gefährdungen durch Schadstoffe im Boden minimiert werden.

Bei Nutzungsänderungen von Grundstücken oder Teilflächen sowie bei Baumaßnahmen sind einige Vorgaben zu beachten (s.u.).

Ist Schlick im Boden vorhanden, können Mehrkosten entstehen; zum Beispiel durch Auflagen bei Baumaßnahmen, durch Arbeitsschutzmaßnahmen, die beim Umgang mit belastetem Boden einzuhalten sind oder wenn Bodenmaterial entsorgt werden muss. Dabei ist zu beachten, dass sich auch im Spülsand häufig einzelne Schlicklinsen oder -bänder mit entsprechenden Schadstoffgehalten befinden.

Umnutzung von Flächen

Bei einer Umnutzung von Grundstücken auf Altspülfeldern, insbesondere bei einer zukünftig geplanten sensibleren Nutzung als der aktuellen (zum Beispiel die Einrichtung von Kinderspielplätzen oder auch die Umnutzung von Gewerbeflächen in Wohnnutzung), ist im Vorwege zu prüfen, ob Schlick im Boden vorhanden ist. In diesem Fall werden vor Realisierung der Vorhaben möglicherweise Untersuchungen und zum Teil auch Sanierungen erforderlich sein. Gegebenenfalls sind auch vorsorglich Schutzmaßnahmen gegen das Eindringen von Spülfeldgasen in Bauwerke zu treffen.

Baumaßnahmen und Umgang mit Erdaushub

Erdaushub, der bei Bau- oder Umgestaltungsmaßnahmen anfällt, sollte zunächst auf seine Schadstoffbelastung hin überprüft werden. Schlickhaltiger Boden ist gegenüber dem hellen Spülsand an der lehmigen Konsistenz und der dunklen Farbe zu erkennen.

Bei der Umlagerung von belastetem Bodenmaterial innerhalb eines Grundstückes und beim Wiedereinbau vor Ort beachten Sie bitte die Empfehlungen zum Umgang mit Bodenmaterial. Die Umlagerung ist nicht zulässig, wenn dabei belasteter Schlick an die Oberfläche gelangt oder mit unbelastetem Boden vermischt wird.

Überschüssiger Erdaushub muss ordnungsgemäß verwertet oder beseitigt werden. Der Transport von belastetem Erdaushub ist genehmigungspflichtig, die Entsorgung nachweispflichtig. Fachfirmen, die Ihnen bei der Entsorgung behilflich sind, finden Sie im Branchenbuch.

Bei Baumaßnahmen auf Altspülfeldern mit mächtigen Schlicklagen im Untergrund ist im Vorwege eine Prüfung des Gasbildungspotentials erforderlich.

Bei Tiefgründungen sind unter Umständen Pfahlgründungsverfahren zu wählen, die eine Verschleppung von Schadstoffen aus dem Auffüllungsbereich durch eine darunter liegende Sperrschicht in den Grundwasserleiter verhindern.

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