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Ottensener Straße

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Altlastensanierung - Ottensener Straße - Hamburg - FHH

Dichtwandkapsel Ottensener Straße

Das Gebiet liegt im Hamburger Ortsteil Eidelstedt und hat eine Größe von etwa 78.000 m². Es wird im Westen von der Schnackenburgallee, im Süden von der Straße Sandgrube und im Osten und Norden von der Ottensener Straße begrenzt. Nördlich der Ottensener Straße liegt eine Bahn-Trasse mit dem Bahnhof Eidelstedt. Auf dem Gelände sind rund 30 Betriebe ansässig. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Dachpappenfabrik wurde von etwa 1900 bis 1955 Teeröl und Bitumen produziert und verarbeitet. Eine Sandgrube aus den 40er Jahren wurde mit Müll, Schutt und industriellen Abfällen unkontrolliert verfüllt (Verfüllvolumen 130.000 m³). Untersuchungen haben gezeigt, daß im Boden massive Schadstoffbelastungen vorliegen.

Heute befinden sich eine Vielzahl von Schadstoffen in hohen Konzentrationen im Boden wie zum Beispiel Mineralöl (bis zu 4,3 Gramm pro Kilogramm Trockensubstanz), polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (150-442 g/kg TS), leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (bis zu 3 g/kg TS), Blei (bis zu 8,6 g/kg TS), Cadmium (bis zu 0,048 g/kg TS) und Zink (bis zu 14,6 g/kg TS).

Dichtwandgreifer Ottensener Str.

 

Im Zentrum der Flächen und im Abstrombereich des Industriegebietes Eidelstedt (IGE) ist das Grundwasser bereits deutlich belastet. In diesem Abstrombereich liegen etwa 2 km entfernt die Förderbrunnen des Wasserwerkes Stellingen. Eine weitere Ausbreitung der Schadstoffe und damit eine weitere Gefährdung der Schutzgüter Grund- und Trinkwasser soll durch den Bau einer Dichtwand (Einkapselung) unterbunden werden. Sie ist Teil des Projektes zur Sanierung des Industriegebietes Eidelstedt.

4. Sanierungsdurchführung:

Die Dichtwandtrasse (ca. 1.100 m) verläuft ringförmig um das 7,8 Hektar große Areal. Die Dichtwand wurde im Schlitzwandverfahren hergestellt und bindet in einer Tiefe zwischen 20 m und 30 m in eine wasserundurchlässige Bodenschicht (Geschiebemergel) ein, so dass die Schadstoffe vollständig eingeschlossen werden. Für die Dichtwand war eine Systemundurchlässigkeit von 1x10-8 m/s gefordert und konnte durch hydraulische Tests nachgewiesen werden. Im Rahmen der Qualitätssicherung wurde eine baubegleitende Eigen- und Fremdprüfung durchgeführt. Bei den Bauarbeiten war ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan zu beachten, der u.a. auch Auflagen für Maßnahmen gegen Gefahrstoffe enthielt. Als Erschwernisse bei der Produktion der Schlitzwand sind die zahlreichen Zufahrten auf die Gewerbegrundstücke, die Ver- und Entsorgungsleitungen, der Durchgangs- und Anliegerverkehr, die Bahnanlagen sowie die zum Teil beengten Verhältnisse zu nennen. Nach Abwägung der Vor- und Nachteile wurde die im Einmündungsbereich Ottensener Str./Schnackenburgallee in der Dichtwand vorhandene Fehlstelle (Lamelle 71) nicht saniert. Für die Nutzung der öffentlichen Wegeflächen (Unterbauung der öffentlichen Wege Sandgrube, Schnackenburgallee und Ottensener Straße) mußte mit dem Bezirksamt Eimsbüttel eine Verwaltungsvereinbarung geschlossen werden. Die Kapselbewirtschaftung (Betrieb der Anlage zum Absenken des Wasserspiegels innerhalb der Kapsel) wurde nach Fertigstellung der Dichtwand im Januar 2000 aufgenommen.

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Dichtwandkapsel Ottensener Straße
Im November 1998 hat die Sanierungsmaßnahme mit dem Bau eines Testkastens begonnen. Die Hauptmaßnahme war im März 1999 angelaufen und konnte einschließlich der Wiederherstellung der Flächen im I. Quartal 2000 abgeschlossen werden. Die Abnahme der Gesamtleistung ist am 04.09.2000 erfolgt. Die Gewährleistungszeit beträgt 5 Jahre. Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme betragen ca. 8,3 Mio. €

Kontakt

Thomas Haupt

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Raum: Raum 3.089
Neuenfelder Straße 19
21109 Hamburg
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