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Neuhöfer Straße / Wilde Kippe

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Altlastensanierung - Neuhöfer Strasse - Wilde Kippe - Hamburg - FHH

Die "Wilde Kippe" wurde offensichtlich bereits vor 1929 für die Ablagerung von Sanden, Schlacken, Bauschutt sowie von Industrieschlämmen ( Abfälle der Farb-, Metall- und Mineralölindustrie) genutzt. Das Material wurde von der ehemaligen Deichkrone direkt in den Reiherstieg abgekippt. Im Rahmen einer Verbreiterung des Reiherstieges war Ende der 70er Jahre ein Teil der Verfüllung entfernt worden. Zu dieser Zeit wurde die "Wilde Kippe" vermutlich auch letztmalig als Abfalldeponie genutzt. Anläßlich einer beabsichtigten Erschließung weiterer Gewerbeflächen wurde 1994 eine detaillierte Untersuchung der Fläche in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse ließen eine Gefährdung des Grundwassers durch Kohlenwasserstoffe (bis 121.500 mg/kg), Schwermetalle (bis 430 mg Hg/kg, 3.201 mg Pb/kg, 17.401 mg Zn/kg), Arsen (bis 1.035 mg/kg) sowie PAK (bis 8.019 mg/kg) erkennen.

Neuhöfer Str./Wilde Kippe

Geplant war eine Auskofferung der wasser- und landseitigen Ablagerung. Entsprechend der Absicht von Strom und Hafenbau sollte abschließend der Uferbereich neu gestaltet werden. Vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurde der landseitige Auskofferungsbereich durch eine 193 m lange Spundwand gegen den tideabhängigen Wasserstand des Reiherstieges geschützt. Die durchschnittlich 4,5 m mächtigen, bis auf den gewachsenen Klei reichenden Auffüllungen wurden sukzessive ausgekoffert und mit Füllsand wieder verfüllt. In Hinblick auf die geplante Ufergestaltung erfolgte die Wiederverfüllung nur bis zur Oberkante der Spundwand (durchschnittliche Mächtigkeit der Wiederverfüllung 2,7 m).

Neuhöferstraße/Wilde Kippe

Insgesamt wurden 21.188 t kontaminierte Auffüllung ausgebaut und auf den Deponien Wiershop sowie Ihlenberg entsorgt. 7.000 m³ Füllsand wurden wiedereingebaut und aufgrund der geringen Höhe von + 3 m NN durch 3.930 m² Geotextil und eine Ziegelbruchschicht vor Ausschwemmungen geschützt. 366 m³ Baugrubenwasser wurden nach einer physikalischen Aufbereitung in das Siel eingeleitet. Die Durchführung der Sanierung fand zwischen dem 7.4 und dem 16.9.1998, die Bauabnahme am 4.11.1998 statt. Gesamtkosten: ca. 2,3 Mio. €.

Kontakt

Thomas Haupt

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Raum: Raum 3.089
Neuenfelder Straße 19
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