Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Moorfleeter Kanal

Altlastensanierung - Moorfleeter Kanal - Hamburg - FHH

Das ehemalige Werksgelände der Fa. C. H. Boehringer Sohn, Ingelheim, und seine Umgebung einschließlich Grundwasser und Sedimente des Moorfleeter Kanals waren durch die Produktion mit Dioxinen, CKW und Benzol kontaminiert worden. 1990 wurde eine Sanierungsvereinbarung zwischen der Fa. Boehringer, der Fa. Dekonta, Mainz, und der FHH geschlossen. 1995 wurde das Sanierungskonzept von Dekonta/Boehringer wegen Schwierigkeiten bei der Umsetzung modifiziert. Im Ergebnis musste Dekonta/Boehringer vor allem das ehemalige Werksgelände durch eine Einkapselung bis in den Moorfleeter Kanal hinein sichern. Zuvor wurden die Sedimente des Kanals im Bereich der künftigen Dichtwandtrasse im Auftrag der FHH entnommen, behandelt bzw. umgelagert.

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Hochbelastetes Material (rd. 1.576 m³; u.a. PCDD bis zu 90 µg ITE/kg TS; Summe Chlorbenzole bis zu 28,5 g/kg TS) wurde entwässert und thermisch entsorgt (zunächst bei Fa. Boran in Berlin, später bei der AVG in HH), weitere rd. 9.200 m³ geringer belasteter Sedimente wurden im Bereich des Wendebeckens abgelagert. Dazu wurde dieses vorher durch einen Erddamm vom übrigen Kanal abgetrennt, zur Sicherstellung des Wasserabflusses aus dem Wendebecken wurde in den Damm ein Durchlass mit Rückstauklappe eingebaut.

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Der geräumte Kanalbereich wurde mit Füllsand bis zur Geländeoberfläche aufgefüllt. In einem weiteren Teilprojekt wurde auch der restliche Moorfleeter Kanal geräumt (ca. 110.000 m3 ) und die Sedimente im Wendebecken eingelagert. Mit einem Spezialverfahren wurden die abgelagerten Sedimente anschließend von einer schwimmenden Einheit aus mit einer Sandschicht abgedeckt. Zur Zeit wird die Fläche mit Böden aus Baustellen der FHH trocken weiter aufgehöht.

Gesamtkosten der Maßnahme ca. 7 Mio. €

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