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Interessensbekundungsverfahren Trägerschaft für BASCHU-Spielhaus gesucht

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Der Kinderspielplatz BASCHU zwischen Bartelsstr. und Schulterblatt ist ein zentraler Treffpunkt für Familien im Stadtteil Sternschanze. Auf dem BASCHU befindet sich ein Spielplatzhaus mit umgebender Freifläche, in welchem ein Raum für nachbarschaftliches Engagement entstehen soll. FÜREINANDER SCHANZE ist das Motto unter dem das Bezirksamt einen neuen Träger im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens sucht. Die Anforderungen an die künftige Trägerschaft sowie die einzureichenden Bewerbungsunterlagen sind dem nachfolgenden Schreiben zu entnehmen. ​​​​​​​

Aufnahme eines kleines Hauses an einem Spielplatz.

Interessensbekundungsverfahren

1. Ausgangslage

Das Bezirksamt Altona führt eine öffentliche Interessensbekundung gemäß den Grundsätzen von § 7 (3) der Landeshaushaltsordnung durch. Ziel ist es, einen Träger zu beauftragen, der in der Lage ist, die Trägerschaft für den Betrieb des BaSchu-Spielplatzhaus ab 01. Mai 2023 zu übernehmen und das Angebot entsprechend der konzeptionellen Leitlinien aufzubauen. Dieses öffentliche Ausschreibungsverfahren ist lediglich eine für die FHH unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Konzepts. Der Bezirk behält sich vor, Teilnehmer*innen zu Nachgeboten aufzufordern.

Bei diesem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um eine Ausschreibung nach den Regeln des für öffentliche Vergabeaufträge anwendbaren Vergaberechts. Aus der Teilnahme an dem Verfahren lassen sich keine Verpflichtungen des Bezirksamtes herleiten. Ansprüche gegen das Bezirksamt sind, insbesondere bei Nichtberücksichtigung von Bewerbungen und Angeboten sowie Änderung bzw. Beendigung des Verfahrens ausgeschlossen. Das Bezirksamt behält sich vor, Teilnehmer*innen auszuschließen, die bzw. deren Unterlagen die unter 4. formulierten Anforderungen nicht erfüllen.

2. Rahmenbedingungen

Der Stadtteil Sternschanze und seine Nachbarschaft sind von verschiedenen Belastungen und Konfliktlagen geprägt. Um der hohen Nachfrage nach Orten des nachbarschaftlichen Austausches und Engagements zu entsprechen, beabsichtigt das Bezirksamt das sogenannte BaSchu-Spielplatzhaus auf dem öffentlichen Spielplatz zwischen Schulterblatt und Bartelsstraße einer entsprechenden Nutzung zuzuführen. 

Über die künftige Nutzung des Gebäudes ist ein Pachtvertrag nach Vorgaben des Bezirksamtes mit dem Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen zu schließen. Das Gebäude wird in einem verkehrssicheren Zustand übergeben. Es stehen jedoch weitere Renovierungsarbeiten an.

3. Ziele der künftigen Nutzung

m BaSchu-Spielplatzhaus soll ein Anlaufpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders entstehen, der verschiedenen Akteursgruppen aus dem Viertel Sternschanze offen steht, um sich zu treffen, sich auszutauschen und sich für ihre Nachbarschaft bezüglich des öffentlichen Raumes zu engagieren. Die Nutzung des Ortes soll ohne formale Hürden, kostenfrei und weitgehend selbstorganisiert erfolgen. Darüber hinaus wird im Lagerraum des Häuschens auch das mobile Aktionsobjekt der Schanze gelagert und der Stadtteilöffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Nutzungskonzept soll auch die Fläche vor dem Häuschen unter der Maßgabe, dass diese weiterhin jederzeit der Öffentlichkeit zugänglich ist, einschließen. Die Nutzung muss mit der Ausweisung der Fläche als öffentlicher Spielplatz kompatibel sein, es gilt hierfür die Verordnung zum Schutz von Grün- und Erholungsanlagen.

Explizit ausgeschlossen werden gewerbliche, kommerzielle oder gastronomische Angebote oder Angebotsbestandteile. Es ist darauf zu achten, dass mit der Realisierung des Projektes keine weiteren Belastungen der Umgebung durch Licht-, Geräuschs- oder Geruchsemissionen für die umgebenden Wohnhäuser entstehen.

Zu den zentralen Funktionen des Trägers zählen:

  • Aufbau eines Nutzungsangebotes, welches einen sozialen, kulturellen Mehrwert für den Stadtteil Sternschanze bietet und sich an bestehenden Bedarfslagen orientiert. Dieses Angebot richtet sich an die Nachbar*innen des Stadtteils und ist offen für das Engagement interessierter Akteur*innen. Eine Förderung interkultureller Begegnungen ist wünschenswert. 
  • Ein Bezug zu dem Freiraum „Spielplatz“ muss gegeben sein und das Konzept soll als Ergänzung zum Spiel- und Freiflächenangebot dienen.
  • Angebot der unentgeltlichen Nutzung des Häuschens sowie des Aktionsobjekts durch weitere Akteur*innen aus dem Stadtteil. Bereitstellung einer Kontaktmöglichkeit per Telefon oder Mail, Beantwortung und Koordination von Anfragen, Übergabe der Räumlichkeit.
  • Wöchentliche Besetzung und Öffnung des Gebäudes zu einem festgelegten und arbeitnehmerfreundlichen Zeitpunkt für den Schanzenschnack, bei dem sich Engagierte aus dem Viertel treffen und austauschen können.
  • Bereitschaft, sich mit weiteren Initiativen des Engagements in der Schanze, wie beispielsweise dem Stadtteilbeirat Sternschanze oder weitere Vereinen zu vernetzen.
  • Es ist aktiv darauf zu achten, dass die Nutzung mit der Ausweisung kompatibel ist, d.h. insbesondere, dass keine Hunde oder andere Tiere sich dort aufhalten dürfen. Dem Nutzer/Pächter könnte ein Hausrecht eingeräumt werden, so dass bei Verstoß ein Platzverweis ausgesprochen werden kann und das Bezirksamt Altona in Kenntnis gesetzt wird.

4. Formale Anforderungen

Angebot eines Nutzungskonzeptes, welches die oben genannten Funktionen und konzeptionellen Kriterien erfüllt:

  • Sesshaftigkeit bzw. Tätigkeitsschwerpunkt der Initiative oder Ihrer Mitgliedern im Stadtteil Sternschanze.
  • Organisationsform, die eine mittel- bis langfristige Absicherung des Angebotes ermöglicht. In diesem Sinne ist der Träger als juristische Person oder durch Vertretung eines Mitgliedes geschäftsfähig zur Abgabe wirtschaftlicher Verpflichtungen.
  • Bereitschaft zur Durchführung und Finanzierung der laufenden kleinen Gebäude-Instandhaltung (z.B. Innen-Ausstattung, Farbanstrich Innenraum, Türschlösser, ggf. defekte Steckdosen) sowie Übernahme der Verbrauchs-Betriebskosten (wie Strom, Wasser, Abwasser, Müll-Entsorgung).
  • Bereitschaft zur Fürsorge für die umgebenden Außenflächen.
  • Einverständnis, dass die Außenflächen jederzeit öffentlich und verkehrssicher zu nutzen sind.
  • Bereitschaft zur Unterzeichnung eines Pachtvertrages für die Außenflächen- und Gebäudenutzung beim Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen Hamburg

5. Einzureichende Unterlagen

Die einzureichenden Unterlagen dürfen maximal 5 Seiten umfassen und enthalten folgende Punkte:
 
a. Detailliertes Konzept, welches das konkrete Angebot, seine Ziele und Bestandteile sowie Angaben zur Durchführung schlüssig und aussagekräftig beschreibt.

b. Konzept zur Nutzung der Räume mit konkreten Angaben zur Verortung der einzelnen Angebotsbestandteile.

c. Vorstellung der Initiatoren mit Angaben zu personellen Verantwortlichkeiten.

d. Realistisches Finanzierungskonzept, welches die wirtschaftliche Tragfähigkeit belegt.

6. Bewertung

Die eingereichten Unterlagen werden von einer Auswahlkommission, welche sich aus unterschiedlichen Fachbereichen des Bezirksamtes zusammensetzt, ausgewertet. Zunächst erfolgt die Prüfung der Erfüllung der formalen Anforderungen. Im Anschluss wird die konzeptionelle Eignung mit Blick auf die oben formulierten Kriterien und den Mehrwert des Projektes im Sinne der gemeinnützigen Stadtteilarbeit bewertet.

7. Fristen

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 15.03.2023 in einem verschlossenen Umschlag per Post oder digital an das:

Bezirksamt Altona
GIS, Baustellen- und Flächenkoordination

Ajdina Karahasan MR 54
Jessenstraße 1-3
22767 Hamburg
mr@altona.hamburg.de

Auskünfte können per Mail unter: mr@altona.hamburg.de  gestellt werden.

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