Bezirk Altona

Bebauungsplan Bebauungsplanentwurf Rissen 44 / Sülldorf18 / Iserbrook 26 (Rissen-Sülldorfer Feldmark)

Bebauungsplanentwurf Rissen 44 / Sülldorf18 / Iserbrook 26 (Rissen-Sülldorfer Feldmark)

 

 

Plangebiet:

Das 650 ha große Plangebiet liegt in den Stadtteilen Rissen, Sülldorf und Iserbrook und umfasst die Feldmark südlich des Staatsforstes Klövensteen, westlich der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein, nördlich der S-Bahntrasse und östlich des Klövensteenwegs (Ortsteile 225, 226 und 227).

Es wird wie folgt begrenzt:

Klövensteenweg - Südgrenze des Flurstücks 39 (Babenwischenweg) der Gemarkung Rissen - Landesgrenze - Nordgrenze des Flurstücks 32, Westgrenze des Flurstücks 3135, West-, Nord- und Ostgrenze des Flurstücks 3008, Ostgrenze des·Flurstücks 31 (Feldweg 92), Nordgrenzen der Flurstücke 3212, 16, 15 und 14, West-, Nord- und Ostgrenze des Flurstücks 3211, Ostgrenze des Flurstücks 13, Nord- und Ostgrenze des Flurstücks 6167 (Feldweg 90) - Nordgrenze des Flurstücks 25 (Feldweg 90/91) der Gemarkung Rissen, Nordgrenze des Flurstücks 1347 (Feldweg 90), Ostgrenze des Flur-stücks 1280 (Feldweg 65) der Gemarkung Sülldorf - Landesgrenze - Schenefelder Landstraße - Süd- und Westgrenze des Flurstücks 1976, Südgrenze des Flurstücks 2035 der Gemarkung Dockenhuden – Lütt lserbrook - lserbrooker Weg - Sülldorfer Knick - Westgrenzen der Flurstücke 1228 (Sülldorfer Knick) und 32, Süd-, Südwest- und Nordwestgrenze des Flurstücks 30, Süd- und Westgrenze des Flurstücks 25, Südwestgrenze des Flurstücks 24, über das Flurstück 1214 (Ellernholt) der Gemarkung Sülldorf - Feldweg 65 - über das Flurstück 3310, Westgrenzen der Flurstücke 3310 und 2545, Süd- und Ostgrenzen des Flurstücks 2543, Südgrenze des Flurstücks 1207, Ost- und Südgrenze der Flurstücke 1206 und 1205 der Gemarkung Sülldorf - Schlankweg - Südgrenzen der Flurstücke 2220 und 2219, Ostgrenze des Flurstücks 1192 der Gemarkung Sülldorf - Lehmkuhlenweg – Westgrenze des Flurstücks 1189, über das Flurstück 3486 (Feldweg 60) – Westgrenze des Flurstücks 2014, Ostgrenze des Flurstücks 2015 (Feldweg 60), Nordgrenzen der Flurstücke 1182 und 1183, Ostgrenze des Flurstücks 1183, Nord-, Ost- und Südgrenze des Flurstücks 1174, Südgrenze des Flurstücks 2226, über die Flurstücke 2078, 1176 und 1177, über das Flurstück 1140 (Sieversstücken), Westgrenze des Flurstücks 1140, Süd- und Westgrenzen des Flurstücks 1178 der Gemarkung Sülldorf - Südgrenze des Flurstücks 305 der Gemarkung Rissen - Lehmkuhlenweg - Südgrenze des Flurstücks 309, Ost- und Südgrenze des Flurstücks 313, Südgrenze des Flurstücks 312, über die Flurstücke 312 und 313, Nordwestgrenze des Flurstücks 313, Südwestgrenze des Flurstücks 318, Südostgrenze des Flurstücks 320, über das Flurstück 320 der Gemarkung Rissen - Feldweg 77 - Langensaal - Marschweg - West- und Südgrenzen des Flurstücks 3881 der Gemarkung Rissen- Langensaal – über das Flurstück 5362 der Gemarkung Rissen - Hexentwiete - Nordgrenzen der Flurstücke 6394, 6391, 6392 und 6393, Westgrenze des Flurstücks 325, über das Flurstück 325, Westgrenzen der Flurstücke 266 und 5053, über die Flurstücke 5053 und 5052, Westgrenze Flurstück 5788, Süd- und Westgrenze des Flurstücks 4553, über das Flur-stück 4553, Nordgrenze des Flurstücks 4553, West- und Nordgrenze des Flurstücks 4267, Westgrenze der Flurstücke 6368 und 6367, über die Flurstücke 6367 und 6366, Südwest- und Nordwestgrenze des Flurstücks 281, über das Flurstück 209 (Hobökentwiete), Südwestgrenze des Flurstücks 6473, Südgrenzen der Flurstücke  6474, 4896 und 4868, Westgrenze des Flurstücks 4868, Südgrenze des Flurstücks 4894 der Gemarkung Rissen.

Planungsziel:

Durch den Bebauungsplan mit der Bezeichnung Rissen 44 / Sülldorf 18 / Iserbrook 26 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Erhalt der Rissener / Sülldorfer Feldmark als weitgehend unbebauter, landwirtschaftlich geprägter Landschaftsraum mit seiner hohen Bedeutung für Natur und Landschaft sowie die Naherholung geschaffen werden. Hierbei sollen auch die Belange der vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe und ihre Entwicklungsfähigkeit im Planverfahren berücksichtigt werden. Bauliche Erweiterungen sollen in enger räumlicher Zuordnung zu den vorhandenen Hofstellen erfolgen, um die übrigen landwirtschaftlichen Flächen der Feldmark von einer Bebauung freizuhalten. Die dort vorhandenen wertvollen Biotopstrukturen sollen erhalten und verbessert werden. Die Flächen sollen im Wesentlichen als Flächen für die Landwirtschaft, Wald und als Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft ausgewiesen werden.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Rissen 44 / Sülldorf 18 / Iserbrook 26 umfasst die Feldmark nördlich der Ortslagen Rissen, Sülldorf und Iserbrook. Dieser weitgehend unbebaute Landschaftsraum hat eine herausragende Bedeutung für die landschaftsgebundene Naherholung und den Naturhaushalt. Er wird in weiten Teilen bestimmt durch die landwirtschaftliche Nutzung als Grün- und Ackerland.

Auf Grund der besonderen Lage im Ballungsraum Hamburg ist das Plangebiet zahlreichen Nutzungsansprüchen ausgesetzt, die die Eignung und Funktion des Raums für die Naherholung, den Naturhaushalt und die Landwirtschaft gefährden. Der Bebauungsplan sichert die Voraussetzungen für die Existenz- und Entwicklungsmöglichkeiten der vorhandenen land-wirtschaftlichen Betriebe. Nutzungskonflikte sollen durch geeignete Festsetzungen bewältigt werden.

Durch den Bebauungsplan soll das Plangebiet aber auch für die landschaftsgebundene Naherholung, den Naturhaushalt und insbesondere als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gesichert und entwickelt werden. Auch aus diesem Grund werden landwirtschaftlich genutzte Feuchtwiesen im städtischen Eigentum als Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt. Mit der Fest-setzung dieser Flächen wird die Umsetzung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung für zukünftige Bauvorhaben und Bebauungspläne insbesondere innerhalb des Bezirks Altona planungsrechtlich ermöglicht.

Die Flächen der aus Sicht des Naturschutzes besonders wertvollen Grünlandniederung der Wedeler Au und des Laufgrabens bilden hierbei den Schwerpunkt und haben bereits jetzt eine hohe Bedeutung für den Schutz zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie für den Wasserhaushalt. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes sollen die Planungen zum Biotopverbund und zur Biotopvernetzung im Sinne der §§ 20 und 21 BNatSchG unterstützen.

Die Flächen verfügen darüber hinaus über ein erhebliches naturschutzfachliches und erholungswirksames Entwicklungspotenzial, dass durch eine entsprechende Festsetzung gesichert werden soll. Mit dem Bebauungsplan soll die Basis dafür geschaffen werden, dass ein weiterer Teil bisher noch intensiv genutzter Flächen zukünftig extensiv genutzt wird, so dass größere, besser arrondierte naturnahe Bereiche entstehen, in denen Nachbarschaftskonflikte zwischen intensiv und extensiv genutzten Flächen vermieden werden.

Eine weitere Nutzung der Flächen durch die landwirtschaftlichen Betriebe ist dabei ausdrücklich erwünscht, um die pflegenden, positiven Wirkungen für den Naturhaushalt und das Landschaftserleben zu sichern. Die grundlegende Gliederung des Plangebiets in eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft und naturnahe, waldbestimmte Bereiche soll langfristig gesichert werden.

Der Bebauungsplan soll ferner eine rechtliche Grundlage für weitere Renaturierungsmaßnahmen der Wedeler Au und des Laufgrabens entsprechend der gesetzlichen Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des Wasserhaushaltsgesetzes bilden. Dement-sprechend werden entlang der beiden Fließgewässer Flächen für die Wasserwirtschaft fest-gesetzt, die planungsrechtlich eine weitergehende wasserwirtschaftliche Planung zur Verbesserung der Gewässerstruktur absichern.

Lage des Plangebiets: 

Geltungsbereich Bebauungsplan Rissen 44 - Sülldorf 18

 

 

Verfahrensstand:

Das Planverfahren ist durch den Aufstellungsbeschluss A2/99 am 3. Februar 2000 eingeleitet worden. Durch die Änderung des Aufstellungsbeschlusses vom 20. April 2012 wurde der Geltungsbereich geändert.

Die öffentliche Plandiskussion hat am 17. Juni 2003 stattgefunden. Vom November 2014 bis Juli 2015 wurde ein moderierter Runder Tisch mit Vertretern aus der Landwirtschaft und aus dem Naturschutz durchgeführt. Die abschließende Abstimmung mit den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange fand am 11. Juni 2018 statt (Arbeitskreis I).

Die politische Befassung mit dem Planverfahren kann über den Sitzungsdienst der Bezirksversammlung Altona (Link: https://sitzungsdienst-altona.hamburg.de/bi/yw010.asp) eingesehen werden, dort einfach "Rissen 44" als Suchschlagwort eingeben.

 

Aktueller Hinweis:

Der Bebauungsplan-Entwurf (Planzeichnung, Verordnung mit textlichen Festsetzungen und Begründung), die umweltrelevanten Informationen und Fachgutachten sowie die umweltrelevanten Stellungnahmen von Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit werden in der Zeit vom 14. November bis einschließlich 14. Dezember 2018 montags bis donnerstags jeweils von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr im Flur des Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Altona, Technisches Rathaus, Jessenstr. 1-3, 5. Etage, 22767 Hamburg, öffentlich ausgelegt.

Auskünfte zum ausliegenden Bebauungsplan-Entwurf erteilt das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung nach vorheriger telefonischer Terminabsprache unter Telefonnummer 040/42811-6013 oder -6010 oder per E-Mail: stadt-und-landschaftsplanung@altona.hamburg.de.

Die Unterlagen zum Bebauungsplanentwurf, bestehend aus der Verordnung, der Planzeichnung und der Begründung zum Bebauungsplan, können im unteren Abschnitt dieser Seite abgerufen werden.

Bei der oben genannten Dienststelle im Bezirksamt Altona können während der Auslegungszeiten auch weitere herangezogene Grundlagen-Informationen (Internetseiten mit Fachkarten der Fachbehörden, Landschaftsprogramm, Flächennutzungsplan u. ä.) eingesehen werden.

Während des Zeitraums der öffentlichen Auslegung können Stellungnahmen zur Planung (Bebauungsplan-Entwurf mit Begründung und Umweltbericht) sowie zu den nachgenannten umweltbezogenen Informationen, Fachgutachten und Stellungnahmen bei der genannten Dienststelle schriftlich oder zur Niederschrift abgegeben werden.

 

Wie geht es weiter?

Behandlung der Stellungnahmen und Einwände:

Alle Stellungnahmen der öffentlichen Auslegung werden durch das Bezirksamt Altona geprüft und abgewogen und dem Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona zur Beschlussfassung vorgelegt. Führt die Berücksichtigung einer eingegangenen Stellungnahme zu wesentlichen Änderungen des Plans, so kann eine erneute Öffentliche Auslegung erforderlich werden. Ist dies nicht der Fall und stimmt der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona den Inhalten des Bebauungsplanentwurfes zu, wird der Entwurf mit den vorgebrachten Stellungnahmen der Bezirksversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.

 

Feststellung des Bebauungsplans:

Nach Beschlussfassung durch die Bezirksversammlung wird der Bebauungsplan durch die Bezirksamtsleiterin festgestellt und tritt mit der Veröffentlichung in Kraft.

 

Die Bürger/-innen, die im Rahmen der öffentlichen Auslegung Stellungnahmen abgegeben haben, erhalten nach Inkrafttreten des Bebauungsplans eine schriftliche Mitteilung über das Prüfergebnis ihrer Stellungnahmen.

 

 

 

Ansprechpartner/-innen:

Herr Lehmberg          Tel.: 428 11-6013
Herr Lamdgraf           Tel.: 428 11-6010
Geschäftszimmer       Tel:   428 11-6014
E-Mail:

 

 

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