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Ansicht des Altonaer Rathauses

Freie, allgemeine und geheime Wahlen ...

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Freie, allgemeine und geheime Wahlen ...

1918 hält nach einem Zwischenspiel mit Arbeiter- und Soldatenräten in Altona die Republik Einzug, das heißt erstmals freie, allgemeine und geheime Wahlen für jedermann, also auch für jede Frau. Aus diesen Wahlen werden die städtischen Kollegien gebildet, in denen die Weimarer Parteien SPD, DDP und Zentrum - letzteres spielt im protestantischen Altona nur eine geringe Rolle - eine komfortable Mehrheit haben. Gleichwohl bleibt der alte Bürgermeister aus der Kaiserzeit, Bernhard Schnackenburg, im Amt. Ihm zur Seite steht indes ein junger früherer sozialdemokratischer Stadtverordneter, Max Brauer, der das Amt des 2. Bürgermeisters und 1922 auch dasjenige des Kämmerers übernimmt. Nach dem Tod Schnackenburgs 1924 wird Brauer von der Bevölkerung zum Oberbürgermeister auf 12 Jahre gewählt, gleichzeitig mit ihm auch einige neue Senatoren, darunter Gustav Oelsner als Bausenator. Und nun beginnen neun wichtige Jahre für Altona, in denen Max Brauer und Gustav Oelsner das Gesicht der Stadt prägen. Auf den zuvor erworbenen städtischen Flächen entsteht vorbildlicher kommunaler Wohnungsbau, entstehen neue öffentliche Gebäude und Einrichtungen, die Altona vor allem wegen der modernen Architektur bald den Ruf einer vorbildlichen Großstadtverwaltung einbringen.

Max Brauer erkennt schon bei seinem Amtsantritt, dass die Zukunft Altonas als selbständige Großstadt neben Hamburg nur gewährleistet ist, wenn man sich entscheidet, die um Hamburg gruppierten preußischen Städte und Gemeinden zusammenzufassen und zu stärken. Deshalb wirbt er sehr nachdrücklich "für ein größeres Altona", und dies nicht immer nur mit vornehmen Mitteln, sondern auch mit plumper Propaganda. Natürlich wehren sich die Elbdörfer gegen eine Eingemeindung und tun dies auch nicht immer nur mit Samtpfoten. Am 1. Juni 1927 tritt schließlich ein entsprechendes preußisches Gesetz in Kraft, wonach unter anderen Groß-Altona bis Rissen und Stellingen-Langenfelde gebildet wird, und die Reformpolitik Max Brauers gewinnt nun eine größere Basis.

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