Bezirk Altona

Integrierte Stadtentwicklung Integrierte Stadtteilentwicklung in Altona

Integrierte Stadtteilentwicklung in Altona

Ziel der Integrierten Stadtteilentwicklung ist eine gerechte und lebenswerte Stadt. Sie unterstützt die Bewohner in ihrem Wohn- und Lebensumfeld und stärkt die Viertel in denen sie zuhause sind. Ziel des Programms ist es, benachteiligte Stadtteile besser an die Entwicklung der Gesamtstadt anzukoppeln. Im Mittelpunkt steht dabei eine integrierte Herangehensweise die darauf ausgerichtet ist, soziale, ökonomische, (städte-)bauliche und kulturelle Entwicklungspotenziale gleichzeitig zu befördern.
 

RISE – programmatische Grundlage

Grundlage der Integrierten Stadtteilentwicklung in Hamburg ist die 2012 durch den Hamburger Senat beschlossene Drucksache „Weiterentwicklung des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)“. Damit wurden die Einzelprogramme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammenführt. Die Städtebauförderung ist ein Bund-Länder-Programm. Den rechtlichen Rahmen der Städtebauförderung regelt das Baugesetzbuch (BauGB) sowie die jährliche Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern. Das Ziel von RISE ist es, die Lebensbedingungen in den Fördergebieten durch eine soziale und materielle Stabilisierung zu verbessern. Weiterführende Informationen zu den Themen RISE und Städtebauförderung erhalten Sie auf den Webseiten der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW)  und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Innerhalb von RISE lassen sich auf Basis der zum Einsatz kommenden rechtlichen, finanziellen und verfahrenstechnischen Instrumentarien verschiedene RISE-Gebietstypen unterscheiden.

Als Soziale-Stadt-Gebiet wird ein durch Senatsbeschluss festgesetztes Stadtgebiet (gem. §171e BauGB) bezeichnet, in dem negativen Entwicklungen in besonders benachteiligten Stadtquartieren entgegengewirkt werden soll. Neben baulichen Investitionen kommen hier auch zusätzliche sozial-integrative Maßnahmen, wie die Bildungs- und Beschäftigungsförderung zum Tragen, um die Wohn- und Lebensbedingungen der Quartiersbewohner insgesamt zu verbessern. In diesem Gebietstypus kommt das Programmsegment „Soziale Stadt“ der Bundesstädtebauförderung zum Einsatz.

Als Stadtumbaugebiet bezeichnet man ein durch Senatsbeschluss festgesetztes Stadtgebiet (gem. §171b BauGB), mit erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten. In solchen Gebieten sollen Anpassungen vorgenommen werden um nachhaltige städtebauliche Strukturen zu schaffen. In Stadtumbaugebieten wird das Programmsegment „Stadtumbau“ der Städtebauförderung umgesetzt.

Sanierungsgebiet  nennt man ein durch Senatsbeschluss festgesetztes Stadtgebiet, in dem städtebauliche Missstände nach einem im Baugesetzbuch vorgegebenem Verfahren (gem. §§136ff BauGB) werden sollen. Seit 2013 stehen für das Programmsegment „Städtebauliche Sanierung“ keine Bundesfördermittel mehr zur Verfügung.

Gebietsentwicklung
Auf Grundlage einer Problem- und Potentialanalyse (PPA) erfolgt per Senatsbeschluss die Aufnahme eines Gebietes in RISE. Die sich daran anschließende Gebietsentwicklung gliedert sich in eine aktive Förderphase (in der Regel  7 Jahre) sowie eine daran anschließende kürzere Nachsorgephase, die das schrittweise Auslaufen des Gebietsentwicklungsprozess ermöglicht.

Die Umsetzung der Gebietsentwicklung liegt in der Verantwortung des Bezirksamtes Altona.  Für die Koordination in den Fördergebieten wird in der Regel ein Gebietsentwickler beauftragt, der unter anderem  für den Betrieb eines Stadtteilbüros, die Kommunikation innerhalb des Quartiers und die lokale Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

Zu Beginn der aktiven Förderphase wird unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) erarbeitet. In diesem werden  unter anderen in einem Zeit-Maßnahme-Kosten-Plan (ZMKP) auch Maßnahmen/ Projekte  benannt. Das IEK bildet  die Grundlage für die weitere Gebietsentwicklung. Gemäß der RISE-Förderrichtlinie können Fördermittel zur anteiligen Finanzierung für Maßnahmen/ Projekte des IEK beantragt werden.

 

Publikationen


Weiterführende Informationen zum Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung: Leitfäden, Richtlinien und Veranstaltungsdokumentationen.
RISE-Publikationen (Förderrichtlinie, Leitfäden, etc.)

Der Newsletter "Hamburg. Deine Perlen." informiert seit 2010 regelmäßig über die Integrierte Stadtteilentwicklung in Hamburg.
RISE - Newsletter (BSW)