Ansicht des Altonaer Rathauses

Kirchen in Altona

  

Kirchen in Altona

Inhalt

1. Blankeneser Kirche am Markt
2. Christianskirche
3. Christophoruskirche - "Kirche der Stille"
4. Christuskirche am Holstenbahnhof
5. Christuskirche Othmarschen
6. Groß-Flottbeker Kirche
7. Friedenskirche
8. Kirche Maria Grün
9. Kirche Nienstedten
10. Kreuzkirche
11. Mennonitenkirche
12. Osterkirche
13. Paul-Gerhardt-Kirche
14. St. Johanniskirche
15. St. Marienkirche
16. St. Pauli Kirche
17. St. Petri Kirche Altona 
18. St. Trinitatis Kirche

1. Blankeneser Kirche am Markt

Blankeneser Kirche am Markt Mühlenberger Weg 64a

Diese Backsteinkirche im neugotischen Stil wurde nach Plänen des Schleswiger Dombaumeisters Erhard 1895/96 erbaut. In dieser Zeit, nach Schaffung eines Bahnanschlusses in das benachbarte Altona, entwickelte sich Blankenese von einem Fischerdorf zum Vorort und erhielt im Zuge dessen eine eigene Kirche.

Eine Besonderheit ist das bronzene Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, das aus der Kirche Nienstedten übernommen wurde.

www.blankenese.de/kirche

2. Christianskirche

Christianskirche Klopstockplatz

Die Barockkirche aus Backstein wurde von 1735 bis 1738 zu Ehren des dänischen Königs Christian VI. nach Entwürfen von Otto Johann Müller erbaut. Die von Stuhlmann gestiftete Turmhaube mit Dachreiter wurde erst 1897 aufgesetzt, Dachstuhl und Innenraum wurden im 2. Weltkrieg zerstört.Ab 1946 erfolgte der Wiederaufbau durch die Architekten Hopp & Jäger. Die größtenteils gerettete Innenausstattung konnte wieder am ursprünglichen Standort aufgebaut werden.

Heute ist die Christianskirche Sitz der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ottensen. Sie besitzt das älteste noch spielbare Glockenspiel (Carillion) Deutschlands, das aus 42 Bronzeglocken besteht und anlässlich des 200jährigen Bestehens der Kirche eingeweiht wurde.

Christianskirche Auf dem die Kirche umgebenden Friedhof liegen mehrere Persönlichkeiten begraben, die wohl bekannteste ist der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, der hier 1803 neben seiner Frau beigesetzt wurde. Durch sein Grab wird die Kirche umgangssprachlich auch „Klopstockkirche“ genannt. Darüber hinaus liegen auf dem Kirchhof die Gräber des Industriellen Johann Daniel Lawaetz, des Kaufmanns J.H. Baur und des Architekten Johann Matthias Hansen.

3. Christophoruskirche - "Kirche der Stille"

Christophoruskirche (ehemalige Helenenstiftskapelle, jetzt „Kirche der Stille“) Helenenstraße 14a

Die Kirche wurde ab 1882 nach Entwürfen des Architekten A. Winkler als Kapelle für den Helenenstift erbaut und 1884 eingeweiht. Bis 1955 war sie im Besitz der Schwesternschaft, dann ging sie in den Besitz der evangelischen Kirche über und wurde in Christophoruskirche umbenannt. In den 1960er Jahren fanden umfangreiche Umbauarbeiten im Inneren statt, das Kirchenschiff wurde umgestaltet und bunte Glasfenster hinter dem Altar eingebaut. Heute ist sie eine der drei Kirchen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Altona-Ost. Seit einer erneuten Umgestaltung im Inneren fungiert sie seit 2009 als „Kirche der Stille“, sie ist unter der Woche täglich von 9-18 Uhr geöffnet und bietet den Menschen die Möglichkeit, sich mit Meditation oder Gebet eine Auszeit vom Großstadtleben zu nehmen.

4. Christuskirche am Holstenbahnhof

Christuskirche am Holstenbahnhof Suttnerstraße 18

Die direkt am S-Bahnhof Holstenstraße gelegene Kirche der Baptistengemeinde ist eine Schenkung des Kaufmanns Hermann Renner. Die von J.W. Lehmann entworfene neoromanische Backsteinkirche wurde 1915 eingeweiht. Im Inneren orientiert sie sich mit ihrer halbrunden Sitzanordnung am Stil US-amerikanischer Baptistenkirchen. Im Zweiten Weltkrieg brannte sie aus, die Wiederaufbauarbeiten ab 1957 fanden unter Leitung von Werner Kallmorgen statt.

www.christuskirche.de

5. Christuskirche Othmarschen

Die Christuskirche in Othmarschen / Christoph Bellin, bildarchiv-hamburg.de Die Christuskirche in Othmarschen
Roosensweg 28

Die Backsteinkirche wurde 1889/90 nach Entwürfen von Albert Petersen gebaut. Der in neugotischen Formen gestaltete Kirchenbau ist bereits von reformerischen Bemühungen in der Architektur um 1900 geprägt, bemerkenswert ist  u.a. die Verwendung von Tuffstein, Lava und Schiefer. Stifter der evangelisch-lutherischen Kirche war der Bankier Donner. In den 1950er Jahren wurde sie nach Plänen von Jürgen Elingius umgebaut. Sehenswert ist die im Inneren der Kirche befindliche Bronzeskulptur „Lehrender Jesus“ von Ernst Barlach.

www.christuskirche-othmarschen.de

6. Groß-Flottbeker Kirche

Die Groß Flottbeker Kirche Die Groß Flottbeker Kirche wurde 1912 eingeweiht, der Entwurf stammt vom Altonaer Architekturbüro Raabe & Wöhlecke, das für einige repräsentative Bauwerke in der Hansestadt verantwortlich ist.
Bei der Flottbeker Kirche 2

Für den Bau der Kirche wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den das Hamburger Architekturbüro Raabe & Wöhlecke gewann. Die nach ihren Plänen errichtete Backsteinkirche im Heimatstil wurde 1912 eingeweiht. Heute steht sie interessierten Besuchern außer montags täglich offen, an Wochenenden bis 18.00 Uhr.

http://www.kirche-in-flottbek.de

7. Friedenskirche

Friedenskirche Otzenstraße/Am Brunnenhof

Diese Backsteinkirche wurde in den 1890er Jahren nach Entwürfen von Johannes Otzen im Stil der „Hannoverschen Schule“ erbaut. Zwischen St. Pauli und Altona gelegen, setzt sich die hier ansässige evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Altona-Ost für die Belange der Bewohner im Stadtteil ein. Neben Gottesdiensten finden kulturelle Veranstaltungen in der Friedenskirche statt, weshalb sie den Zusatz, „Kirche für Stadtteil und Bildung“ trägt.

8. Kirche Maria Grün

Kirche Maria Grün Schenefelder Landstraße 3

Die 1930 eingeweihte katholische Kirche wurde nach Plänen des Wiener Architekten Clemens Holzmeister gebaut. Der auf kreisförmigem Grundriss entwickelte Backsteinbau mit kubischem Glockenturm zeigt sich als eine der wenigen Kirchen in Hamburg ganz dem „Neuen Bauen“ verpflichtet und ist als solcher als einer der wichtigsten Neubauten der Zeit zwischen 1918 und 1933 anzusehen. Die Fenster der Kirche wurden von dem Düsseldorfer Maler und Grafiker Heinrich Campendonk gestaltet.

www.maria-gruen.de

9. Kirche Nienstedten

Kirche Nienstedten Elbchaussee 408

Das Nienstedter Kirchspiel bestand seit 1297, die Kirche hatte einen Zuständigkeitsbereich von Blankenese bis Wittenbergen. Der Neubau der heutigen Fachwerkkirche wurde nach den Entwürfen von Landesbaumeister Otto Johann Müller und dem Tischlermeister Johannes Balthasar Hannemann 1750-51 errichtet. Die Bauarbeiten wurden von zahlreichen Handwerkern der Region durchgeführt. Sie besteht aus einem gemauerten Baukörper sowie einem hölzernen Turm. Die Innenausstattung stammt überwiegend noch aus der Bauzeit der Kirche. Wegen Wurmbefalls und Feuchtigkeitsschäden fanden seit 2005 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt.

www.kirche-nienstedten.de

10. Kreuzkirche

Kreuzkirche Hohenzollernring 78a

Die neugotische Kirche wurde 1898 im Zuge der Erweiterung des Altonaer Stadtgebiets nach Westen nach dem Entwurf von Fernando Lorenzen auf einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes erbaut. Als Standort diente ein Grundstück von höchster städtebaulicher Präsenz auf einer in zeittypischer Weise großzügig zugeschnittenen Verkehrskreuzung am Hohenzollernring. Die reichdekorierte Backsteinkirche wurde inzwischen mehrmals umgebaut. Heute liegt sie mitten im beliebten Stadtteil Ottensen.

www.tabita-kirchengemeinde.de

Kreuzkirche

11. Mennonitenkirche

Mennonitenkirche Mennonitenstraße 20

Das neobarocke Kirchengebäude mit  Pfarrhaus wurde von Curt Francke geplant und 1915 eingeweiht. Es war der Ersatz für die ehemalige Mennonitenkirche in der Großen Freiheit von 1715. Auf dem Areal befinden sich noch andere Kirchenbauten, wie Gemeindesaal und Küsterwohnung. Noch heute wird das Gotteshaus von der freikirchlichen Mennonitengemeinde genutzt.

http://mennoniten-hamburg.de

Mennonitenkirche

12. Osterkirche

Osterkirche Bei der Osterkirche 17

Die Kirche wurde 1931 als Zusatzbau der stark angewachsenen Gemeinde der Ottensener Kreuzkirche eingeweiht. Zeigt sich der Bau im Kirchenschiff noch stark der vom Expressionismus geprägten Architektur der frühen 1920er Jahre verpflichtet, weisen das Gemeindehaus und das Pastorat Formen des Neuen Bauens auf. Bemerkenswert ist die Gliederung der Fassade des Kirchensaals durch Strebepfeiler. Das vom Architekten Kurt Stoltenberg entworfene Ensemble, bestehend aus Gemeindehaus, Pfarrhaus und Kirche, steht seit 2003 auf der Denkmalliste. 2007 wurde die Osterkirche mit der Christianskirche zusammengelegt, seitdem finden hier keine Gottesdienste mehr statt. Auf dem Gelände der Osterkirche ist heute eine evangelische Grundschule ansässig.

www.kirche-ottensen.de/

13. Paul-Gerhardt-Kirche

Paul-Gerhardt-Kirche Bei der Paul-Gerhardt-Kirche 2

Die Kirche wurde Mitte der 1950er Jahre nach Plänen des Hamburger Architekten Otto Andersen errichtet, der zahlreiche Kirchen in Norddeutschland plante. Zwar sind Kubatur und Grundriss am traditionellen Kirchenbau orientiert, es wurden jedoch moderne Materialien und eine Skelettkonstruktion für diesen Bau verwendet. Fortschrittlich wirkte seinerzeit der halbrunde Chor mit seinem Kranz aus hohen, schlanken Säulen. Die Pläne orientieren sich an den sogenannten „Rummelsberger Grundsätzen“, die 1951 auf dem Kirchenbautag der evangelischen Kirche entwickelt wurden. Als solches ist die Paul-Gerhard-Kirche ein gutes Beispiel für den zwischen Tradition und Innovation schwankenden Kirchenbau der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

www.pgk-altona.de

14. St. Johanniskirche

St. Johanniskirche Bei der St. Johannis Kirche 16

Die Kirche entstand im Zuge der nördlichen Stadterweiterung Altonas. Der neugotische Backsteinbau war das Erstlingswerk von Johannes Otzen, dessen Entwurf einen reichsweiten Wettbewerb gewonnen hatte. Sie wurde 1873 eingeweiht. Neben dem Eingang stehen zwei Sandsteinskulpturen von Otto Rohloff, die Johannes den Täufer und Moses zeigen. Lange diente sie als Garnisonskirche der in Altona stationierten Truppen. Im Dritten Reich fand in der St. Johanniskirche die Massenhochzeit von Reemtsma statt, bei der über einhundert Brautpaare gleichzeitig getraut wurden. Sehenswert sind die abstrakten Glasfenster der Hamburger Künstlerin Professor Eun Nim Ro, die 1997 eingefügt wurden. Die Kirche wird inzwischen als Kulturkirche für künstlerische und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt. Neben der Kirche erinnert eine 1925 in Formen des Expressionismus gestaltete Stele an die Gefallenen des 1. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 31 „Graf Bose“, das von Altona aus 1914 in den 1. Weltkrieg zog.

www.kulturkirche.de/

St. Johanniskirche

15. St. Marienkirche

St. Marienkirche Bei der Reitbahn 4

Diese mitten im damaligen Arbeiterviertel Ottensen gelegene katholische Kirche wurde 1891 eingeweiht. Das Gebäude, eine ehemalige Scheune, war in den Jahren zuvor nach Entwürfen des Hamburger Architekten Eduard Brettschneider in enger Abstimmung mit dem Bischof von Osnabrück umgebaut worden. Der Altar war eine Schenkung von Konsul Nölting. Von Anfang an war der Kirche eine Schule angegliedert. Im Laufe der Zeit wurde die St. Marienkirche mehrmals im Inneren umgebaut. Seit den 1970er Jahren gehört sie den Franziskanern. Zur Kirche gehören eine Grundschule, eine Kindertagesstätte und ein Kinderheim, die sich auf dem Gelände hinter der Kirche befinden.

www.st-marien-altona.de

16. St. Pauli Kirche

St. Pauli Kirche Pinnasberg 80

Der klassizistische Kirchenbau wurde 1820 nach Entwürfen des Hamburger Stadtbaudirektors Carl Ludwig Wimmel errichtet und diente als Ersatz für eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die während der napoleonischen Kriege zerstört wurde. Die Kirche ist umgeben von einem schönen Kirchgarten und anderen Kirchengebäuden. Ab 1896 war Clemens Schulz hier Pfarrer. Heute ist sie Sitz der evangelisch-lutherischen Gemeinde für „Schanz, Karo und Kiez“, deren Schwerpunkt auf der Sozialarbeit im Viertel liegt.

www.stpaulikirche.de

17. St. Petri Kirche Altona

St. Petri Kirche Altona Schillerstraße 24

Die neugotische Kirche mit Zwillingsturm wurde 1883 als ein weiterer Kirchenneubau für die stark angewachsenen Kirchengemeinde Altonas, hier im Bereich der Stadterweiterung von 1848, errichtet. Entworfen wurde sie vom Architekten Johannes Otzen, einem der wichtigsten Protagonisten der Hannoverschen Schule in Hamburg und Altona. Zuvor hatte er bereits die St. Johanniskirche in Altona geplant. Die St. Petri Kirche überstand den 2. Weltkrieg nahezu unbeschadet.

www.stpetri-altona.de

18. St. Trinitatis Kirche

St. Trinitatis Kirche Kirchenstraße 40

Die barocke Kirche wurde von 1742 bis 1743 nach Plänen von Cay Dose als Altonaer Hauptkirche erbaut. Sie ersetzte einen Kirchenbau von 1649, von dem lediglich der alte Turm in den Neubau integriert wurde. Die Kirche war in ein Häuserensemble der Altstadt eingebettet und fiel im 2. Weltkrieg den Bombenangriffen zum Opfer. Die St. Trinitatis Kirche wurde von 1954-1969 von Friedhelm Grundmann und Horst Sandtmann wiederaufgebaut. Äußerlich sieht sie dem zerstörten Bau ähnlich, im Inneren wurde sie wesentlich schlichter gestaltet. An diesem Ort verlasen am 11. Januar 1933 21 Pastoren als Reaktion auf den Altonaer Blutsonntag das Altonaer Bekenntnis, in dem sie sich gegen jegliche Form von politischem Extremismus aussprachen.

www.hauptkirche-altona.de

St. Trinitatis Kirche

Kontakt

Karte vergrößern