Rathaus Hintergrundbild

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Nach dem Mai 1945 beginnt in Altona bald wieder das kommunale Leben, und das heißt auch ein Leben mit beratenden Ausschüssen, Kommunalpolitikern und freien Wahlen. 1949 wird die Bezirksverwaltung gebildet und Altona wird zwar nicht wieder selbständig, aber einer unter sieben Hamburger Bezirken, allerdings ohne Stellingen und Langenfelde, die in den Bezirk Eimsbüttel integriert werden. Erster Bezirksamtsleiter nach dem Krieg wird August Kirch, der im Brauer-Magistrat bereits Senator war. Seit 1949 vollzieht sich in Altona sowie in der gesamten Bundesrepublik Deutschland zunächst ein stürmischer Wiederaufbau, bei dem manche neue Schritte im Städtebau gegangen werden, so etwa die gesamte Neu-Altona-Planung, aber auch vieles unwiederbringlich zerstört wird.

Der Bezirk Altona umfasst heute, von geringfügigen territorialen Änderungen abgesehen, das Gebiet der früheren preußischen Großstadt mit den Eingemeindungen. Dazu gehören die Stadtteile Altona-Altstadt, Altona-Nord, Ottensen, Bahrenfeld, Groß-Flottbek, Othmarschen und die im Ortsamtsbereich Blankenese zusammengefassten Stadtteile Lurup, Osdorf, Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen. Auf einer Fläche von 7.833 ha leben heute rund 248.000 Menschen.

Um einige Ecken im Bezirk Altona zu erhalten, wurde unter anderem die Palmaille mit einem Aufwand von 20 Millionen Mark renoviert. Erhebliche Investitionen erforderte auch das vom Verfall bedrohte benachbarte Ottensen - ein Stadtteil, der heute bunt und vielfältig ist und früher für seine geschickten Zigarrendreher berühmt war. Zusammen mit der Fischwirtschaft haben Industrie und Gewerbe in Altona schon immer eine große Rolle gespielt.

Typisch für Altona/Ottensen sind einerseits so repräsentative Anlagen wie der "Platz der Republik" mit dem Rathaus, Theater und Museum, andererseits Hinterhöfe und verwinkelte Straßen, in denen man noch Tingelläden, den Krämer an der Ecke und kleine Werkstätten antrifft. Originelle Pinten und urige Kneipen, gemütliche Restaurants und gute Einkaufsmöglichkeiten sorgen für ein reges gesellige Leben. Bereichert wurde Altona auch durch die gelungene Restaurierung der Fischauktionshalle.