Ansicht des Altonaer Rathauses

Parks und Gärten in Altona

  

Parks und Gärten in Altona

Inhalt

1. Altonaer Balkon 
2. Altonaer Volkspark mit Dahliengarten
3. Antonipark (Park Fiction)
4. August-Lütgens-Park
5. Baurs Park
6. Botanischer Garten Klein Flottbek 
7. Donners Park
8. Florapark
9. Goßlers Park
10. Hans-Christian-Andersen Park
11. Heine Park 
12. Hessepark
13. Hindenburgpark
14. Hirschpark
15. Jenischpark
16. Klövensteen
17. Lise-Meitner-Park
18. Naturschutzgebiet Wittenbergen
19. Platz der Republik
20. Römischer Garten
21. Rosengarten
22. Schinckels Park
23. Schröders Elbpark
24. Sternschanzenpark
25. Sven-Simon-Park
26. Waldpark Falkenstein
27. Waldpark Marienhöhe
28.  Walter-Möller-Park
29. Wesselhoeftpark
30. Westerpark
31. Wohlers Park

1. Altonaer Balkon

Altonaer Balkon Der Altonaer Balkon, ein Park mit imposantem Elbblick südlich des Altonaer Rathauses,  gehört zur Grünverbindung, die sich entlang der Elbe erstreckt.

Benannt ist er nach einer früheren Aussichtsplattform auf dem Geesthang. Das ehemals private Grundstück ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine öffentliche Parkanlage.

Neben dem phantastischen Ausblick können die Camera Obscura des Altonaer Museums, die Bronzeplastik „Fischer“ von Gerhard Brandes und eine Natursteingrotte bewundert werden. Zur Grotte führt eine Treppe am westlichen Ende des Balkons hinunter.

Bei Kindern hoch im Kurs steht der von Sandsteintieren eingerahmte Spielplatz.

Lage: Zwischen Palmaille und Großer Elbstraße
HVV: S 1 und S 3 bis Altona oder Königstraße

2. Altonaer Volkspark mit Dahliengarten

Altonaer Volkspark mit Dahliengarten Der Altonaer Volkspark wurde zwischen 1914 und 1933 von dem Altonaer Gartenamtsleiter Ferdinand Tutenberg angelegt. Er verfolgte dabei den Volksparkgedanken, der städtischen Bevölkerung einen Erholungs- und Naturraum zur Verfügung zu stellen.

Die damals noch selbstständige Stadt Altona wies eine besonders hohe Bevölkerungsdichte auf, ihre Bevölkerung stammte überwiegend aus dem Arbeitermilieu. Die soziale Funktion des Parks war Tutenberg außerordentlich wichtig, mit Wald-, Spiel- und Liegeflächen sowie einem Schulgarten ist er bis heute vielfältig nutzbar.

Eine Besonderheit ist der Dahliengarten im Nordwesten des Parks, der älteste noch bestehende Dahliengarten Europas mit zahlreichen Raritäten der Dahlienwelt. Im Spätsommer lässt sich die Blüte von rund 14.000 Dahliensorten bewundern. 

Im Norden des Parks liegt das HSV-Stadion (ehemals Volksparkstadion, jetzt Imtech-Arena) und die Großveranstaltungsarena (ehemals Color Line, jetzt O2 World).

Nordöstlich davon befindet sich der städtische Hauptfriedhof Altona.

Der Altonaer Volkspark ist ein eingetragenes Gartendenkmal.

Lage: Zwischen Luruper Chaussee, Stadionstraße und August-Kirch-Straße
HVV: Bus 2  und 3 bis Stadionstraße

3. Antonipark (Park Fiction)
Blick auf den Antonipark

Der Park ist ein künstlerisch-gesellschaftspolitisches Projekt. Die erste Idee dazu entstand Mitte der 1990er Jahre, als die Anwohner anstatt der geplanten Bebauung der Fläche einen Park forderten.
Es wurden Anregungen der Bewohner gesammelt und in ein Konzept umgesetzt, das 2002 auf der Documenta 11 in Kassel präsentiert wurde.

Der Park mit Fliegendem Teppich und einer Palmeninsel wurde 2005 eingeweiht. Er erfreut sich bei unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen großer Beliebtheit.

Vom Antonipark aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Hafen.

Lage: Oberhalb des St. Pauli Fischmarkts
HVV: S 2, S 3 oder U 3 bis Landungsbrücken

4. August-Lütgens-Park

August-Lütgens-Park Das heutige Parkgelände mit schönem, altem Baumbestand gehörte früher zum Altonaer Krankenhaus, das aus mehreren Gebäuden in einer Grünanlage bestand.

Nach dem Umzug des Krankenhauses Anfang der 1970er Jahre wurden die Gebäude umgenutzt oder abgerissen und auch die Grünflächen umgestaltet.

Im Park mit Spielplatz liegt heute das Kultur- und Stadtteilzentrum „Haus Drei“, an dem es auch eine Kletterwand gibt.

Benannt ist der Park inzwischen nach August Lütgens, einem der vier Männer, die von den Nationalsozialisten im Zusammenhang mit dem „Altonaer Blutsonntag“ (Juli 1932) 1933 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden.

Lage: Hospitalstraße 107-109
HVV: Bus 15, 20, 25 und 183 bis Max-Brauer-Allee (Mitte), Bus 283 bis Thadenstraße

5. Baurs Park

Katharinenhof im Baurs Park 8. Baurs Park & Katharinenhof Die Serpentinenwege, die sich am Elbhang durch Baurs Park schlängeln, geben immer wieder malerische Ausblicke in die Landschaft frei: auf die Elbe und an klaren Tagen sogar bis zu den Harburger Bergen. In der weitläufigen Grünfläche steht auch der klassizistische Katharinenhof mit seiner leuchtend weißen Fassade. Über die Baumwipfel hinaus ragt zudem einer der Blankeneser Leuchttürme. Weitere Infos: Baurs Park
Die Anlage wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als englischer Landschaftspark von dem französischen Landschaftsgärtner und Architekten Joseph Ramée im Auftrag des Kaufmanns Friedrich Baur angelegt, der das  Grundstück in den Vorjahren von elf verschiedenen Besitzern zusammengekauft hatte.

Der Park besaß zahlreiche Parkarchitekturen, wie einen chinesischen Turm (Pagode), einen Monopteros (griechischer Rundtempel), eine mittelalterliche Turmruine und einen japanischen Schirm, die jedoch allesamt nicht erhalten sind. Der Baurs Park war über Hamburg hinaus beliebt und bekannt, da er an bestimmten Tagen gegen Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich war. Baur ließ im Park ein Herrenhaus im klassizistischen Stil erbauen, den heutigen Katharinenhof.

Der schönste Aussichtspunkt im Park ist der Kanonenberg, von dem aus früher die einlaufenden Schiffe Baurs begrüßt wurden.

1921 erwarb der Architekt Max Bach den Park und erhielt von der Gemeinde Blankenese die Genehmigung, ihn in 30 Baugrundstücke zu parzellieren. Zuvor hatte die Gemeinde Blankenese vergeblich versucht, den Park dem Landkreis Pinneberg zu verkaufen. Dadurch ist der Baurs Park nicht als geschlossene Parkanlage erhalten. Rund die Hälfte des ursprünglichen Parks ist inzwischen bebaut und in Privatbesitz.

Der heutige Baurs Park ist nach Anpachtung durch die Stadt Altona seit den 1920ern öffentlich und inzwischen ein anerkanntes Gartendenkmal.

Lage: Zwischen Baurs Park, Mühlenberger Weg und Strandweg
HVV: Bus 48 (ab S-Blankenese) bis Auguste-Baur-Straße

6. Botanischer Garten Klein Flottbek (Neuer Botanischer Garten)

Bottanischer Garten Klein Flottbek Der sogenannte Neue Botanische Garten in Klein Flottbek wurde 1979 eingeweiht.

Die Sammlungen des ehemals in der Innenstadt gelegenen Alten Botanischen Gartens in den Wallanlagen wurden erweitert und sind dorthin umgezogen. Er gehört zum Institut für Allgemeine Botanik der Hamburger Universität und ist öffentlich zugänglich.

Er beinhaltet geographische und thematische Abteilungen, wie beispielsweise einen Apothekergarten und einen Bauerngarten. Eine Besonderheit ist der Duft- und Tastgarten.

2006 wurde im Botanischen Garten das Loki Schmidt Haus eröffnet, in dem seit 2009 eine Dauerausstellung über Nutzpflanzen zu sehen ist.

Lage: Zwischen Ohnhorststraße (Eingang) und Hemmigstedter Weg
HVV: S 1 und S 11 bis Klein-Flottbek

7. Donners Park

Donners Park Der Donners Park gehört zu den Elbparks und grenzt westlich direkt an den Heinepark. Eine Brücke verbindet  beide Parkanlagen.

Das Gelände befand sich Ende des 18. Jahrhunderts im Gemeinschaftsbesitz der befreundeten Familien Sieveking, Matthiessen und Poel, die den französischen Landschaftsgärtner und Architekten Joseph Ramée mit der Anlage eines englischen Gartens beauftragten, den sie als Sommersitz nutzten. 

Benannt ist er nach seinen letzten privaten Eigentümern, der Bankiers- und Industriellenfamilie Donner, die das Anwesen 1820 erwarb. Sie ließ in den 1850er Jahren ein herrschaftliches neogotisches Gebäude, das sogenannte Donnerschloss, erbauen.

Der Besitz wurde 1911 von der Stadt Altona gekauft, die Park und Schloss öffentlich zugänglich machte.

Der Donners Park diente während der Gartenbauausstellung, die 1914 unter der Ägide von Gartendirektor Ferdinand Tutenberg in Altona stattfand, als Ausstellungsfläche.

Park und Schloss wurden im 2. Weltkrieg stark zerstört, die Schlossruine in den 1950er Jahren abgerissen und der Park im gleichen Zeitraum vom Gartenbauabteilungsleiter Otto Schokoll neu angelegt. In dieser Form ist er bis heute nahezu unverändert erhalten.

Lage: Zwischen Elbchaussee und Neumühlen
HVV: Bus 112 und 283 bis Neumühler Kirchweg, Bus 36 bis Susettestraße

8. Florapark

Florapark Der unmittelbar an der Roten Flora im belebten Schanzenviertel gelegene Park entstand Anfang der 1990er Jahre.

Nachdem die Brachfläche  von Anwohnern zwischenzeitlich als Gartenfläche genutzt wurde, entstand aus Sanierungsmitteln ein öffentlicher Spielplatz. Die Fläche erfreut sich bei unterschiedlichsten Nutzern großer Beliebtheit.

Eine Attraktion ist die im Park gelegene bunte Kletterwand „Kilimanschanzo“ an einem Bunker.

Lage: Zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße
HVV: S 1, 11 oder 21 bis Sternschanze

9. Goßlers Park 

Goßlers Park Der Kaufmann John Blacker kaufte 1790 das Gelände auf dem Krähenberg und ließ einen englischen Landschaftsgarten anlegen, der von den Nachbesitzern Roß und Goßler weiterhin gepflegt wurde.

Der Park befindet sich seit 1924 in öffentlichem Besitz. Im ihm steht das Goßlerhaus, ein klassizistisches weißes Gebäude, das 1794 von dem dänischen Architekten Christian F. Hansen erbaut und später umgebaut wurde.

Derzeit ist es an die die Bucerius Law School vermietet, die es als Tagungsstätte nutzt.

Im Haus wurde 2008 die die Horst-Janssen-Bibliothek eingerichtet, in der das Werk des Zeichners und Graphikers im Mittelpunkt steht.

Lage: Zwischen Blankeneser Landstraße, Goßlerstraße und Goßlers Park
HVV: S 1 oder 11 bis Blankenese

10. Hans-Christian-Andersen Park

Hans-Christian-Andersen-Park Der Park wurde zwischen 2005 und 2009 als Ausgleich für die dichter gewordene Bebauung in Alt Osdorf angelegt. Zu Ehren des 200. Geburtstags des dänischen Schriftstellers Hans-Christian-Andersen wurde er nach ihm benannt.

Der Bildhauer Jan Amelung stattete den Park mit unterschiedlichen Sandstein- und Stahlfiguren der Märchen von Hans-Christian Andersen aus.

Angrenzend an diese Fläche steht das denkmalgeschützte ehemalige Landpflegeheim, das zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Unterkunft für Waisenkinder diente. Auf den jetzigen Parkflächen lagen Gärten zur Selbstversorgung der Bewohner. In der Parkplanung wurde der historische Obstgarten des Landpflegeheims aufgegriffen, die alten Obstsorten bestimmt und entsprechende Bäume ergänzt. Die Obstsorten lassen sich an Hinweistafeln ablesen.

Spiel- und Sporteinrichtungen komplettieren das Angebot des Parks. Hierdurch  ist der Park ein Anziehungspunkt für Kinder und erwachsene Märchen- und Naturliebhaber.

Lage: Zwischen Harderweg und Blomkamp
HVV: Bus 1, 21 und 22 bis Knabeweg

11. Heine Park

Villa im Heine-Park Im Heinepark steht inmitten der Bäume die prachtvolle Heine-Park-Villa.
Der Heine Park gehört zu den Parks am Elbufer. Das Parkgelände hatte mit der Familie Blacker, dem Kaufmann Peter Rücker und dem Auktionär Wilhelm August Frisch Anfang des 19. Jahrhunderts wechselnde Besitzer. Unklar ist, wer von ihnen die Parkanalage anlegen ließ. Sie wurde nach Entwürfen von Joseph Ramée gestaltet.

1812 kaufte der Bankier Salomon Heine, ein Onkel Heinrich Heines, das Grundstück und erweiterte den Besitz in den Folgejahren.

Direkt an der Elbchaussee liegt das  1832 erbaute ehemalige Gartenhaus, heute Heine Haus (Elbchaussee 31). Es wurde 1962 unter Denkmalschutz gestellt und ist seit 2001 eine Außenstelle des Altonaer Museums.

Schwerpunkt der vom Verein Heine Haus e.V. organisierten Vortragsreihen sind jüdische, literarische, musikalische und topographische Themen.

Im Park steht ebenfalls die 1913 erbaute, inzwischen denkmalgeschützte, „Plangesche Villa“ (Elbchaussee 43), in der heute der „Business Club Hamburg“ seinen Sitz hat. Die Familie Plange hatte das Anwesen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erworben und die Villa errichten lassen.

Anlässlich der Altonaer Gartenbauausstellung 1914 stellte sie Teile des Parks für Sonderschauen zur Verfügung.

Seit 1939 ist das Anwesen im Besitz der Stadt Hamburg, aber erst seit der Umbenennung  von „Park an der Seefahrtschule“ in Heine Park 1984 öffentlich zugänglich.

Der Garten um das Gärtnerhaus wurde 2006 aus Spendengeldern neu gestaltet. Das Ensemble Heine Park steht seit 2007 als „Dokument der Geschichte der Landhauskultur an der Elbchaussee und als Zeugnis der Bau- und Wohnkultur des frühen 19. und 20. Jahrhunderts sowie aus ortsgeschichtlichen Gründen“  unter Denkmalschutz.

Lage: Zwischen Elbchaussee und Neumühlen
HVV: Bus 112 und 283 bis Elbberg 

12. Hessepark

Hessepark Der Park wurde vom Hamburger Kaufmann und Direktor der Gothaer Versicherungen Rütger Heinrich Klünder angelegt, der das Gelände 1799 gekauft hatte.
Nach dessen Tod 1849 wechselte der Park häufiger den Besitzer und wurde 1876 von Georg Heinrich Hesse, einem Mitbegründer der Commerzbank, erworben.

1926 kaufte die Gemeinde Blankenese das Gelände mit der Auflage, ihn als öffentliche Parkanlage zu erhalten.

Am Rand des Parks steht das Landhaus von Klünder, das sogenannte Hessehaus,  (Osterleystraße 20), in dem heute eine evangelische Privatschule ansässig ist.

HVV: S 1 oder S 11 bis Blankenese, Bus 48 bis Kirschtenstraße

13. Hindenburgpark

Hindenburgpark Der Hindenburgpark ist eine englische Parkanlage zwischen Elbe und Elbchaussee, der ursprünglich größer war, aber in den 1930er Jahren teilweise parzelliert wurde.
Der Hindenburgpark ist eine weitere englische Parkanlage zwischen Elbe und Elbchaussee, der ursprünglich größer war, aber in den 1930er Jahren teilweise parzelliert wurde.

Lage: Zwischen Elbchaussee und Neumühlen.
HVV: Bus 286 und 36 bis Parkstraße/Elbchaussee

14. Hirschpark

Damwild im Wildgehege im Nienstedtener Hirschpark 2. Hirschpark Der Hirschpark liegt an der Elbchaussee auf dem Geesthang und bietet auf seinen knapp 25 Hektar viel Sehenswertes. An erster Stelle ist dabei das Wildgehege zu nennen, in dem seit rund 150 Jahren Hirsche und anderes Damwild beobachtet werden können. Aus der Zeit um 1620, als der Park noch als Landgut diente, stammt die vierreihige Lindenallee. Zur Einkehr bietet sich das um 1800 erbaute Witthüs an, das heute ein Restaurant beherbergt. Weitere Infos: Hirschpark
Der Hirschpark ist ein englischer Landschaftspark mit jahrhundertealtem Baumbestand und Wildgehege.

Eine Besonderheit ist die vierreihige Lindenallee aus dem 17. Jahrhundert. Er enthält auch einen repräsentativen Skulpturengarten.

Das Anwesen  wurde ab 1620 als Landgut gegründet und Ende des 19. Jahrhunderts von Johann Caesar Godeffroy aufgekauft, der das Landhaus im Park von Christian Friedrich Hansen bauen ließ. Er grenzte  an das Nachbargrundstück des Bruders Pierre Godeffroy mit dessen ebenfalls von Hansen erbautem repräsentativen Haus an, was Blickachsen zwischen den beiden Anwesen ermöglichte.

Ende des 19. Jahrhunderts übernahm der gartenbegeisterte Industrielle Ernst August Wried das Anwesen, das sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, da der private und eingezäunte Park auch der Öffentlichkeit zugänglich war.

1924 kaufte die Stadt Altona den Park und gestaltete ihn unter der Ägide des Gartendirektors Ferdinand Tutenberg um. Zur Finanzierung wurde der östliche Teil des Parks parzelliert und zur Bebauung an Privatpersonen verkauft.

In dem um 1800 auf dem Gelände erbauten Kavaliershaus (heute Witthüs) lebte von 1950 bis 1959 der Schriftsteller und Orgelbauer Hans Henny Jahnn. Heute beherbergt es ein Café-Restaurant.

Das Ensemble Hirschpark in seinen heutigen Grenzen mit dem Hirschgehege, dem Landhaus Godeffroy, dem Witthüs und dem Eingangstor an der Elbchaussee steht aus (garten)historischen Gründen unter Denkmalschutz.

Lage: Zwischen Elbchaussee, Blankeneser Kirchweg und Mühlenberg
HVV: Bus 49 bis Am Hirschpark

15. Jenischpark 

Ausstellung Erlebnis Grüner Ring Jenischpark
Der Jenischpark ist der älteste, bedeutendste und größte englische Landschaftspark Hamburgs. Er wurde ab 1785 als Teil des Landsitzes und Musterguts von dem Kaufmann Caspar Voght als „Ornamented Farm“, einem Landschaftspark mit landwirtschaftlicher Nutzung, nach englischem Vorbild angelegt.

Senator Jenisch kaufte 1828 den südlichen Teil des Anwesens. Er stellte die landwirtschaftliche Nutzung ein und nutze ihn als repräsentativen Sommersitz.  Nach Entwürfen von Franz Gustav Forsmann und Karl Friedrich Schinckel ließ er das klassizistische Herrenhaus im Park, das Jenisch Haus, errichten sowie Gewächshäuser für seine Orchideen-, Palmen- und Kakteensammlung. Der Park war gut einhundert Jahre im Besitz der Familie Jenisch, die in dieser Zeit die Zufahrt mit dem inzwischen denkmalgeschützten Kaisertor von der Elbchaussee aus anlegen ließ.

Seit 1927 ist der Park öffentlich. Nach anfänglicher Pachtung durch die Stadt Altona wurde er später von  der Stadt gekauft. Er zeichnet sich durch seine Wiesenflächen sowie den alten Baumbestand mit teilweise exotischen Exemplaren aus.

Sehenswert sind weiterhin die Knüppelbrücke, die Eierhütte, die an einem schönen Aussichtspunkt liegt und ihren Namen der Fensterform verdankt, sowie die beiden Pförtnerhäuschen an den Eingängen Holztwiete und Elbchaussee. Im Park liegt auch das Naturschutzgebiet Flottbektal. Mit dem Jenisch Haus und dem Ernst- Barlach-Haus beherbergt der Park zwei Museen.

Lage: Zwischen Elbchaussee, Hochrad, Baron-Voght-Straße und Holztwiete
HVV: S1 und S11 Klein Flottbek, Bus 286 bis Holztwiete, Fähre 64 bis Teufelsbrück

16. Klövensteen (und Naturschutzgebiet Schnaakenmoor)

Klövensteen Der Forst Klövensteen lädt mit seinen ausgedehnten Wander- und Reitwegen zum Spazieren oder einem Ausflug auf dem Pferderücken ein. Sehenswert ist auch das weitläufige Wildgehege. Hier kann man Damwild, Mufflons, Sikawild, Uhus, Wildschweine und Frettchen bewundern.

Bei Kindern hoch im Kurs stehen der Waldspielplatz und die Ponyschänke, ein Ponyhof mit Restaurant.

Zum Forstrevier gehört auch das Naturschutzgebiet Schnaakenmoor. Wer mehr über den Wald lernen möchte, kann die Angebote der Waldschule nutzen.

Lage: An der westlichen Landesgrenze Hamburgs, nördliche Gebiete der Stadtteile Rissen und Sülldorf, einige Teile liegen schon auf dem Gebiet Schleswig-Holsteins
HVV: S 1 bis Rissen

17. Lise-Meitner-Park

Lise-Meitner-Park Der Park entstand während des Baus des Neuen Elbtunnels Ende der 1960er Jahre. Der für den Tunnelbau ausgebaggerte Sand wurde für die Anlage des hügeligen Parks verwendet. Er liegt in unmittelbarer Nähe des Forschungszentrums DESY und ist nach der Physikerin Lise Meitner benannt, die als eine der ersten Frauen in der Kernphysik eine international bedeutende Wissenschaftskarriere machte.

Lage: Nördlich des Groß Flottbeker Friedhofs zwischen Blohmkamp, Stiefmütterchenweg und Flottbeker Drift
HVV: Bus 1 und 186 bis Flottbeker Drift

18. Naturschutzgebiet Wittenbergen

Naturschutzgebiet Wittenbergen Das 1986 ausgewiesene Naturschutzgebiet am Rissener Elbhang wurde im Juni 2010 erheblich vergrößert.  Die Erweiterung dient dem verbesserten Schutz und der langfristigen Sicherung des Gebietes mit seinen Trockenwäldern, Heiden und Trockenrasen sowie Auenwäldern und Nasswiesen.

Durch die Einbeziehung weiterer wertvoller Biotope kann hier nun ein größeres Gebiet nachhaltig für den Naturschutz entwickelt werden. Besonders wertvoll sind dabei die naturnahen Waldbestände und die Heideflächen im Zentrum sowie die Auenbereiche am Elbufer.

Das Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie die Zauneidechse und die Schachblume.

Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet erhalten Sie beim Bezirksamt Altona oder der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) Amt für Natur- und Ressourcenschutz sowie unter www.hamburg.de/naturschutzgebiet

Lage: Südlich von Rissen, Richtung Elbufer
HVV: Bus 189 bis Tinsdaler Kirchweg

19. Platz der Republik

Stuhlmannbrunnen auf dem Platz der Republik in Altona Der Brunnen wurde nach dem Geschäftsmann Ludwig Stuhlmann benannt.
Parkartig gestalteter Platz (früher Kaiserplatz) zwischen dem Altonaer Rathaus und dem heutigen Bahnhof auf den ehemaligen Gleisflächen des alten Bahnhofs.

Stifter war das Altonaer Unterstützungsinstitut, eine 1799 gegründete, aber inzwischen nicht mehr existente Privatbank, an deren Spenden eine Gedenktafel aus dem Jahr 1899 erinnert.

In der Anlage steht darüber hinaus seit 2000 der imposante Stuhlmannbrunnen und seit 1989 das Denkmal von Sol LeWitt für die Altonaer Juden.

Der Platz lädt mit Bänken und  Boules Bahnen zum Verweilen ein.

Lage: Zwischen Bahnhof Altona. Altonaer Rathaus, Museumstraße und Max Brauer Allee
HVV: S 1, 2, 3 und 31 sowie zahlreiche Buslinien bis Altona

20. Römischer Garten

Römischer Garten Der römische Garten ist dem Kaufmann Anton Julius Richter zu verdanken, der durch eine Italienreise dazu inspiriert wurde.

1897 erwarb die Bankiersfamilie Warburg die „Römische Terasse“ von den Erben Richters und ließ sie von der Obergärtnerin Else Hoffa weiter ausbauen. Die Warburgs nutzten den Garten für Sommerfeste und Theateraufführungen, die in den 1920er Jahren ihren Höhepunkt erreichten.

Nach der Emigration der Warburgs in der Zeit des Nationalsozialismus verfiel der Garten, Kriegszerstörungen trugen zum weiteren Verfall der Anlage bei. Die Familie Warburg vermachte den Römischen Garten 1951 der Stadt Hamburg mit der Auflage, ihn zu erhalten. 1953 wurde das Gelände zur öffentlichen Parkanlage, aber erst Anfang der 1990er fand eine umfassende Rekonstruktion statt.

Der Römische Garten ist eine Besonderheit der historischen Grünanlagen Hamburgs. Im Heckentheater finden im Sommer manchmal Aufführungen statt. Vom Römischen Garten aus hat man durch die geschwungene Thujahecke einen wunderschönen Elbblick.

Lage: Zwischen Falkensteiner Ufer und Elbhöhenweg
HVV: Bus 48 bis Falkentaler Weg

21. Rosengarten

Nördlicher Teil des Rosengartens mit Buchenhecke, symmetrischem Rasen und Buchsbäumen Auf dem hohen Elbufer befindet sich ein Grüngürtel aus den Parks Rosengarten, Donners Park und Heinepark parallel zur Elbe. Im nördlichen Teil des Rosengartens befindet sich ein Abschnitt mit Buchenhecke, symmetrischem Rasen und Buchsbäumen.
Das Gelände, das vorher häufig wechselnde Besitzer hatte, kam 1890 in Besitz der Stadt Altona, die es als Altonaer Stadtpark öffentlich zugänglich machte. Die heutigen Aussichtsbalkone im Westen der Parkanlage entsprechen noch der Gestaltung der 19. Jahrhundertwende. 

Anlässlich des 250jährigen Bestehens der Stadt Altona und der Gartenausstellung wurde 1914 der Rosengarten angelegt, dem der Park seinen heutigen Namen verdankt.

2005 wurde als verkleinerte Nachahmung eines Teils des Liebermanngartens in Berlin ein Heckengarten im Park angelegt. 2007 lobten die internationale Gartenschau (IGS) Hamburg 2013 Gmbh und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) einen Wettbewerb für die Neugestaltung des wasserführenden Hangs unterhalb des Rosengartens aus. Der beste Entwurf wurde mit dem Otto-Linne-Preis prämiert, die Realisierung steht aus Kostengründen derzeit in Frage.

Lage: Zwischen Elbchaussee und Neumühlen
HVV: Bus 36 bis Hohenzollernring (Süd)

22. Schinckels Park

Schinckels Park Das Anwesen geht zurück auf den Leibarzt des dänischen Königs Christians VII., Professor Dr. Karl Friedrich Nagel, der das Gelände des damaligen Spritzenbergs 1850 von Klünder erwarb und die Villa Erika, ein kleines Sommerwohnhaus, errichten ließ.

1888 kaufte der Bankier Max Schinckel das Anwesen und vergrößerte das Wohnhaus. Sein Sohn, der Kaufmann Joachim von Schinckel, ließ 1929 oberhalb der Villa Erika ein Wohnhaus von Henry van der Velde errichten, das jedoch durch einen späteren Umbau seine ursprüngliche Gestalt verloren hat.

Ab 1939 wurde der Besitz größtenteils verkauft, Teile erwarb die Stadt Hamburg, andere gingen an Privatpersonen.

Der Schinckels Park ist Teil des Elbuferwanderwegs und öffentlich zugänglich. Im Winter wird der Park zum sogenannten Kreeken (Kastenschlitten-Fahren) genutzt.

Lage: Zwischen Falkensteiner Weg, Richard-Dehmel-Straße und Waseberg
HVV: Bus 189 und 286 bis Karstenstraße, Bus 48 bis Waseberg

23. Schröders Elbpark

Schröders Elbpark Eine etwas weiter westlich gelegene weitere Parkanlage zwischen Elbchaussee und Elbufer.  Der vom englischen Kaufmann Thornton Anfang des 19. Jahrhunderts angelegte Park ging 1824 in den Besitz des Bankiers Johann Heinrich Schröder über. 1952 erwarb die Stadt das die Anlage mit der Auflage, sie als öffentlichen Park zu nutzten. Er zeichnet sich durch seinen schönen alten Eichenbestand aus.

HVV:  HVV: Bus 286 und 36 bis Halbmondsweg

24. Sternschanzenpark (Schanzenpark)

Sternschanzenpark Beliebter Naherholungspark im engbebauten Sternschanzenviertel. In ihm finden sich Spielplätze, Sportplätze und Boules Bahnen.

Bis 1866 war das Areal ein vorgelagerter Teil der Hamburgischen Stadtbefestigung, auf die auch der Name zurückgeht, da die Verteidigungsbauten des 17. Jahrhunderts in Sternform angelegt waren. Durch den Bau der Eisenbahnlinie zwischen Hamburg und Altona wurde er von den Wallanlagen getrennt.

Im Schanzenpark steht der Wasserturm, der 1907 für die Hamburger Wasserwerke erbaut wurde und bis 1961 in Betrieb war. Danach stand er länger Zeit leer, von 2005-2007  wurde er unter Protesten zu einem Hotel umgebaut.

Lage: Zwischen Schröderstiftstraße und Kleinem Schäferkamp
HVV: U 2 und U 3 bis Schlump, U 3, S 1 und S 21 bis Sternschanze

25. Sven-Simon-Park

Sven-Simon-Park Der große Park oberhalb des Falkensteiner Ufers wurde in den 1950er Jahren im Auftrag des Verlegers Axel Springer von Gustav Lüttge angelegt.

1980 schenkte er ihn der Stadt Hamburg, um an seinen verstorbenen Sohn zu erinnern, der als Fotograf unter dem Pseudonym Sven Simon internationalen Ruhm errang.

Nachdem Wege und Treppen angelegt sowie Bänke aufgestellt waren, wurde er 1982 als öffentliche Parkanlage eingeweiht.

Auf dem Gelände steht das Landhaus Michaelsen des Architekten Karl Schneider, ein bedeutendes Architekturbeispiel für den Bauhaus-Stil, im dem heute das Puppenmuseum und eine Galerie ansässig sind.

Lage: Zwischen Falkensteiner Ufer, Wittenberger Weg und Grotiusweg
HVV: Bus 189 bis Tinsdaler Kirchenweg, Bus 286 bis Grotiusweg (Mitte)

26. Waldpark Falkenstein

Waldpark Falkenstein Das Waldgelände liegt am Steilufer unterhalb des Tafelbergs und bietet den Spaziergängern schöne Elbblicke. Ein gut sieben Kilometer langes Wegenetz, das zum Elbhöhenwanderweg gehört, zieht sich durch das hügelige Waldgelände und führt zum Elbstrand am Falkensteiner Ufer hinunter.

Lage: Zwischen Grotiusweg und Falkensteiner Ufer
HVV: Bus 286 bis Falkenstein

27. Waldpark Marienhöhe

Waldpark Marienhöhe Großer und durchgehender Waldpark, der ab Mitte der 1960er auf dem Gelände der ehemaligen Rissener Kies- und Sandgrube angelegt wurde und zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Eine Besonderheit ist das große Freizeitgelände mit Skaterpark, Bolzplatz, Streetballplatz, Spielplatz, Aufenthalts- und Bewegungsspielflächen, das bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs stehen.

Lage: Zwischen Rissener Landstraße, Sülldorfer Landstraße und Sülldofer Mühlenweg
HVV: Bus 1 bis Sieversstücken, Bus 189 bis Anne-Frank-Straße

28. Walter-Möller-Park

Walter-Möller-Park Der Grünzug Neu-Altona, wurde im Rahmen der Neugestaltung und des Wiederaufbaus Ende der 1950er Jahren von der Landschaftsarchitektin Herta Hammbacher angelegt.

Eingebettet in eine Siedlung mit Geschosswohnungsbau ist er ein Beispiel für die Grünflächengestaltung jener Zeit.

In den 1980er Jahren wurde der Grünzug im Gedenken an Walter Möller umbenannt. Er war einer von den vier jungen Männer, die in Folge des „Altonaer Blutsonntags“ (Juli 1932) von den Nationalsozialisten 1933 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden.

Lage: Zwischen Louise-Schröder-Straße und Holstenstraße
HVV: S1 und S 3 bis Reeperbahn, Bus 283 bis Paul-Roosen-Straße

29. Wesselhoeftpark

Wesselhoeftpark Die Familie Sillem kaufte das Grundstück 1825 von der Familie van der Smissen und ließ den Park im englischen Stil anlegen.

Das Grundstück ging 1864 in den Besitz von Carl Wesselhoeft über, der den Park um exotische Pflanzen bereicherte.

1953 verkaufte die Familie größere Teile des Parks an die Stadt Hamburg, die seitdem öffentlich zugänglich sind.

Den Park zeichnen zahlreiche alte Bäume, zwei ehemalige Mühlenteiche und der sich durch das Gelände schlängelnde Fluss aus.

Lage: Westlich des Jenischparks, zwischen Baron-Voght-Straße, Quellental und Elbchaussee
HVV: S 1 oder S 11 bis Klein Flottbek, Fähre 64 bis Teufelsbrück

30. Westerpark

Westerpark Der Westerpark war Teil der „Ornamented Farm“ von Caspar von Voght. Das nordwestlich des Jenischparks gelegene Gelände wurde 1996-2003 als Parkanlage wiederhergestellt. Zuvor war dort die Baumschule Lorenz von Ehren ansässig, an die ein Baumschulzitat im Park erinnert.

Lage: Westlich des Jenischparks, zwischen Baron-Vogth-Straße, Karl-Jacob-Straße und Quellental
HVV: S 1 oder S 11 bis Klein Flottbek

31. Wohlers Park (Ehemaliger Friedhof Norderreihe)

Wohlers Park Seit 1977 zentral gelegenen Grünanlage auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs Norderreihe. Er besitzt eine schöne Lindenallee, die in den 1950er Jahren angelegt wurde.

Im Park finden sich noch Grabstätten von Altonaer Persönlichkeiten, wie das Mausoleum des ehemaligen Oberpräsidenten Conrad Daniel Graf zu Blücher.

Der Park strahlt Beschaulichkeit und Ruhe aus und wird vielfältig genutzt. Im Sommer finden in dieser schönen Kulisse Freilichttheateraufführungen statt.

Lage: Zwischen Wohlers Allee, Thadenstraße und Norderreihe
HVV: Bus 15, 20, 25, 183 und 283 bis Max-Brauer-Allee (Mitte)

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