Ansicht des Altonaer Rathauses

Köhlbrandtreppe Fast 130 Jahre alte historische Treppenanlage nach Sanierung wieder geöffnet

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Die historische und unter Denkmalschutz stehende Köhlbrandtreppeam Elbhang, an der Carsten-Rehder-Straße, ist nach über einem Jahr Bauzeit, ab dem 12. Juni 2020, wieder geöffnet und zugängig gemacht worden.

Köhlbrandtreppe wieder geöffnet – Bezirk Altona

Ansicht einer Treppenanlage aus rotem Klinker.

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Die Vorbereitungen für die denkmalgerechte Sanierung, das Erarbeiten von diversen Kostenvarianten, das Einwerben der erforderlichen Mittel und letztendlich die Planung der Sanierung selbst, unter Berücksichtigung und Abwägung der historischen Arbeitsprozesse des alten Handwerks und der geltenden Vorschriften, hat im Vorwege etwa 5 Jahre gedauert. Die Sanierungsmaßnahme selbst, die durch das Bezirksamt Altona koordiniert und beauftragt wurde, konnte bereits nach einem Jahr abgeschlossen werden. 

Die letzte Sanierung wurde 1978/79 durchgeführt. Aus heutiger Sicht war diese Sanierung in einigen Punkten fachtechnisch problematisch. Die Feuchtigkeit konnte nicht mehr ausreichend schnell aus den Steinen heraustrocknen, so dass es bei Frost zu Abplatzungen gekommen ist.

Die Fassadenflächen konnten nur durch eine komplette Demontage und Wiederaufbau saniert werden. Kantenabbrüche und Verschiebungen der Stufen führten dazu, dass zwischenzeitlich Bereiche aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden mussten.

Der Unterbau aus fast 130 Jahre altem Magerbeton hatte sich mittlerweile aufgelöst und zu einer sandigen Bodenschicht entwickelt. Die alten Basaltstufen konnten nicht mehr verwendet werden.

Die nun nach altem Vorbild hergestellten Basaltstufen kommen aus dem Basaltbruch in Mendigen, in der Eifel. Ortsansässige Handwerksbetriebe haben dem mit der Ausführungsplanung und Bauleitung beauftragten Büro, ARCHITEKTURwerkstatt, aus Bahrenfeld und Implenia als Generalunternehmen zugearbeitet. Die Fa. Carl Schütt + Sohn, Steinmetz aus Bahrenfeld, hat die Sandsteinpostamente wieder im alten Glanz erstrahlen lassen. Hartnäckige Ablagerungen mussten vorsichtig entfernt werden. Fehlstellen wurden ergänzt. Das historische Geländer ist durch die Firma Lehmann, Schmied aus Ottensen, restauriert worden. Auch wurde ein völlig neues Entwässerungssystem, welches es vorher nicht gab, eingebaut.

Im Folgenden einige Auszüge aus der Historie der Treppenanlage, zusammengestellt vom Denkmalschutzamt. „Der Holzhafen ist das älteste erhaltene künstliche Hafenbecken in Hamburg, das im frühen 18. Jahrhundert angelegt wurde. Sein Kai war im 18. Jahrhundert Mittelpunkt des aufblühenden Altonaer Fernhandels. Mit dem Bau der Köhlbrandtreppe, schuf man eine Fußverbindung zur Oberstadt, die 1891 fertiggestellt wurde.“

Die jetzt beendete Sanierungsmaßnahme konnte aufgrund einer Ko-Finanzierung der Verkehrsbehörde, des Bezirksamtes Altona, des Denkmalschutzamtes und der Stiftung Denkmalpflege Hamburg, durchgeführt werden. Insgesamt wurden ca. 1,65 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Nun hoffen alle Beteiligten, dass sich jetzige und zukünftige Generationen über viele Jahre an dieser historischen Treppenanlage erfreuen können.

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