Ansicht des Altonaer Rathauses
Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Wenn Bäume mit uns sprechen könnten Pilotprojekt in Altona: Sensoren messen, wie durstig Pflanzen sind

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Zehn Jungbäume am neu gestalteten Bruno-Tesch-Platz hat das Bezirksamt Altona im Rahmen eines Pilotprojekts mit einer modernen Sensortechnik versehen. Die in unterschiedlichen Tiefen verankerten Sensoren messen die Feuchtigkeit im Boden. Mithilfe der Daten lassen sich die Bäume zielgerichtet bewässern und dabei sogar noch Wasser sparen.

Pilotprojekt - Sensoren messen, wie durstig Pflanzen sind

Ein Jungbaum mit Sensoren, die die Feuchtigkeit messen

Neben unseren Wäldern sind auch Straßenbäume den Folgen des Klimawandels ausgesetzt. Immer länger werdende Trockenperioden erfordern eine gezielte, bedarfsgerechte Bewässerung. Gleichzeitig gilt es, mit der Ressource Wasser verantwortungsvoll umzugehen und das rechte Maß zu finden: Eine - wenn auch gutgemeinte - Überwässerung kann für die Pflanze genauso schädlich wie eine Dürreperiode sein. Das gilt für den heimischen Garten gleichermaßen wie für das Stadtgrün. Wie praktisch wäre es da, wenn die Bäume dem Menschen einfach mitteilen könnten, wie "durstig" sie sind? Dank des Einsatzes modernster Sensortechnik, die die Wasserverfügbarkeit direkt im Boden misst, wird dieser Gedanke im Rahmen eines Pilotprojekts in Altona nun zur Realität.

Im Zuge der Neugestaltung des Bruno-Tesch-Platzes wurden bereits im vergangenen Herbst bei der Pflanzung von zehn Amberbäumen (lat. Liquidambar styraciflua) zugleich mehrere Sensoren im Bodenbereich rund um die Bäume installiert. Die nun in der Vegetationsperiode regelmäßig durchgeführten Messungen der Bodenfechte dienen als Grundlage für differenzierte Gießempfehlungen. Die Feuchtigkeitssensoren messen die sogenannte Wasserspannung im Boden, welche Rückschlüsse auf die Versorgung des Baumes mit Wasser erlaubt. Vereinfacht gesagt: Je geringer die Spannung, desto besser geht es dem Baum.

Die in unterschiedlichen Bodentiefen verankerten Sensoren werden von den Mitarbeitenden der Abteilung Stadtgrün mithilfe eines digitalen Messgeräts regelmäßig ausgelesen und in ein Datenblatt eingetragen. Anhand der so gewonnen Werte lässt sich ein pauschales, großzügiges Bewässern der Gehölze vermeiden: Stattdessen wird nur dann gegossen, wenn es nötig ist, und die Bäume erhalten exakt die Menge an Wasser, die sie wirklich benötigen: Eine Win-win-Situation für Bäume und Umwelt.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch