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Wesselhöftpark in Nienstedten Bezirksamt Altona startet Umgestaltung

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Für Mensch und Natur: Das Bezirksamt Altona hat mit einer Reihe von Maßnahmen im Wesselhöftpark begonnen. So soll das landschaftliche Kleinod in Nienstedten denkmalgerecht entwickelt und gleichzeitig die Artenvielfalt erhalten und gefördert werden.

image001 Ein weitgehend naturbelassener Park mit viel Wasser

Natur

Der rund fünf Hektar kleine Wesselhöftpark liegt ein wenig im Schatten des benachbarten großen Jenischparks, hat aber im Hinblick auf Denkmalschutz und Naturschutz ebenfalls einiges zu bieten. Von urwüchsigen Eiben begleitet, schlängelt sich der Bachlauf der Kleinen Flottbek durch den Talgrund. Der Eisvogel ist hier häufiger Gast. Alte Buchen- und Eichenbestände säumen die Talhänge. Sie bieten mit ihrem Totholz und zahlreichen Bruthöhlen Lebensräume für zahlreiche Käferarten, darunter einige Urwald-Reliktarten wie den europaweit geschützten Eremiten. Außerdem leben hier acht Fledermausarten und höhenbewohnende Vogelarten wie Buntsprecht oder Kleiber.

Mit der Entfernung der baufälligen Brücke über die Kleine Flottbek am Nordeingang des Parks bietet sich die Möglichkeit, den Park wieder mit einem nach Westen geschwungenen Wegeverlauf an das historische Wegesystem des Westerparks anzubinden und neue Ausblicke in den Park und auf das Bachtal zu öffnen. Damit der Weg nur geringe Auswirkungen auf die Populationen nachtaktiver Insekten und Fledermäuse hat, werden insekten- und fledermausfreundliche Lampen installiert und auf das für die Verkehrssicherheit des Schulwegs notwendige Maß reduziert. Die Ufer des Bachs werden abgeflacht und die angrenzenden Flächen im Norden abgetragen. Damit sollen sogenannte Neophyten wie der Japanische Staudenknöterich zurückgedrängt und eine feuchte Aue für eine artenreiche Feuchtwiese entstehen. Auflichtungen von Gehölzjungwuchs und das Ausbringen gebietsheimischen Saatguts fördern den Artenreichtum von Wiesen- und Rasenflächen. Dabei wird auf die vorhandene Artenausstattung und auch auf das eine oder andere historische Ziergehölz wie Sumpfzypresse oder Prachthimbeere Rücksicht genommen.

Die Maßnahmenvorschläge entstammen sowohl dem denkmalpflegerischen Pflege- und Entwicklungsplan von 2012 als auch dem kürzlich im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts „Natürlich Hamburg!“ entwickelten Pflege- und Entwicklungsplans, der die Naturpotenziale verschiedener Hamburger Parks in den Blick nimmt. Die zwischen beiden Fachdisziplinen abgestimmten Maßnahmen sollen zeigen, dass Naturschutz und Denkmalschutz sich gewinnbringend ergänzen können.

Finanziert werden die Maßnahmen mit einem Volumen von rund 250.000 Euro über Mittel der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft.

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