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Ausbau der Veloroute 1 Umfangreicher Umbau der Reventlowstraße startet

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Hamburgs Weg zur Fahrradstadt führt auch durch Altona, etwa mit der Veloroute 1. Um den Ausbau dieser Strecke voranzutreiben, nimmt sich das Bezirksamt Altona nun die Reventlowstraße vor – und wird diese in den kommenden Monaten zu Gunsten des Rad- und Fußverkehrs sowie des Busverkehrs umbauen.

Straßenabschnitt mit Mittelinsel und Fußgängerweg

Umfangreicher Umbau der Reventlowstraße startet

Konkret geht es dabei 2024 um den rund 700 Meter langen Abschnitt der Reventlowstraße zwischen der Jungmannstraße im Norden und Klein Flottbeker Weg im Süden. Da hier keine bzw. nicht den aktuellen technischen Standards entsprechenden Radverkehrsanlagen existieren und darüber hinaus der Straßenzug nicht barrierefrei ausgebaut ist, wird das Bezirksamt Altona hier ab Ende März tätig. Vorab werden bereits neue Bushaltestellen im Klein Flottbeker Weg und Agathe-Lasch-Weg hergestellt, um Einschränkungen für Anlieger*innen so gering wie möglich zu halten. Die Arbeiten haben am 15. Januar 2024 begonnen.

Der Radverkehr wird entlang der Reventlowstraße aufgrund des Straßenquerschnitts sowie des Baumbestands unterschiedlich geführt. Dies bedeutet unter anderem, dass wo der Straßenraum breit genug ist, sogenannte Kopenhagener Radwege oder Protected Bike Lanes entstehen. Diese zeichnen sich durch eine bauliche Trennung sowohl vom Kfz-Verkehr als auch vom Fußverkehr aus. Im südlichen Abschnitt wird für den Radverkehr auf der einen Seite ein baulicher Radweg neben dem Gehweg sowie in Gegenrichtung ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn angelegt. Für den abbiegenden Radverkehr werden derweil rot eingefärbte Aufstellflächen geschaffen. Im Einmündungsbereich Emkendorfstraße wird darüber hinaus ein Kreisverkehr mit überfahrbarer Mittelinsel entstehen. Hintergrund ist eine Auswertung der Unfalllage, wonach es zwischen 2019 und 2021 drei Einbiege-Unfälle mit Beteiligung von Radfahrenden gegeben hat. Diese Unfalllage soll durch die Umgestaltung zum Kreisverkehr zukünftig reduziert werden.

Um neben dem Radverkehr auch den Fußverkehr zu fördern, werden sämtliche Querungen barrierefrei ausgestaltet, Blindensignale ergänzt, die Bushaltestellen barrierefrei hergestellt und Bänke vorgesehen. Da in dem Abschnitt aufgrund von Schulen und einer Senioreneinrichtung vermehrt Kinder und ältere Menschen unterwegs sind, werden außerdem zusätzliche Fußgänger*innenüberwege am Kreisverkehr geplant.

Die Lichtsignalanlagen (Ampeln) erhalten eine neue Signalsteuerung, welche die Bevorrechtigung von Bussen ermöglicht. 

Im Rahmen des Umbaus der Reventlowstraße 2024 entfallen 8 Parkplätze, im Gegenzug werden entlang des Abschnitts 18 zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen. Darüber hinaus müssen sechs Bäume gefällt werden, zehn werden nachgepflanzt. Die Straßenbaukosten für die 2024 umgesetzten Abschnitte liegen bei rund 4,5 Millionen Euro.

Dem Bezirksamt Altona ist bewusst, dass der Umbau der Reventlowstraße eine Belastung für Anwohnende und Pendler*innen darstellt, da es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen wird. So wird beispielsweise die Reventlowstraße zwischen Walderseestraße und Klein Flottbeker Weg im Wesentlichen als Einbahnstraße in Richtung Süden geführt werden. Darüber hinaus wird es über die gesamte Bauzeit hinweg immer wieder zu Sperrungen entlang der Baustrecke kommen, über die das Bezirksamt regelmäßig im Vorfeld informieren wird. Darüber hinaus wird pünktlich zum Beginn der Maßnahme eine Internetseite eingerichtet, auf der sich Interessierte über die einzelnen Bauphasen informieren können. 

Um die Belastung so gering wie möglich zu halten, werden auch zwei Baufirmen beauftragt, damit die Maßnahme insgesamt möglichst zügig umgesetzt werden kann. Die Straßenbauarbeiten 2024 erfolgen außerdem in einem Zeitfenster, in dem die Straßenbauarbeiten an der Elbchaussee unterbrochen werden. Des Weiteren wurde die Umsetzung des Abschnitts zwischen Jungmannstraße und Statthalterplatz aufgrund von parallelen Baumaßnahmen auf voraussichtlich 2031 verschoben. Hier wurde im November 2023 eine Interimsmaßnahme durchgeführt, wo auch der bestehende Radfahrstreifen verbreitert wurde und ein Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Kfz vorgesehen wurde. 

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