Bezirk Altona

XFEL - X-ray free-electron laser („Röntgenlicht-Freie-Elektronen-Laser“)

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XFEL - X-ray free-electron laser („Röntgenlicht-Freie-Elektronen-Laser“)

Lageplan XFEL

Mit dem europäischen Röntgenlaser XFEL wird an der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein ein neues wissenschaftliches Leuchtturmprojekt umgesetzt. Die baulichen Anlagen werden dabei vom Standort des Deutschen Elektronen-Synchrotons (DESY) in Hamburg-Bahrenfeld bis in den Südwesten der Stadt Schenefeld reichen. Ein mehr als drei Kilometer langes Tunnelsystem wird beide Standorte verbinden. In diesem Tunnel werden Elektronen auf höchste Geschwindigkeiten beschleunigt und zur Ausstrahlung einer speziellen Röntgenstrahlung gebracht, um dann unter Magnetfeldeinwirkung hochintensive Röntgenlaserblitze auszusenden. Diese Röntgenblitze mit den Eigenschaften von Laserlicht werden internationalen Wissenschaftlern und Forschern völlig neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen. Mit ihnen sollen beispielsweise chemische Reaktionen gefilmt, atomare Details von Molekülen erforscht und dreidimensionale Aufnahmen kleinster Teilchen angefertigt werden. Der XFEL wird Forscher aus aller Welt anziehen.

Oberirdische Bauwerke werden am Startort auf dem DESY-Gelände in Bahrenfeld, an Verzweigungspunkten in der Osdorfer Feldmark und am eigentlichen Experimentierzentrum in Schenefeld entstehen. Für die durch die Errichtung der Anlage entstehenden Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen im Umfeld der Anlage vorgesehen. Das Bauvorhaben soll im Frühjahr 2008 begonnen und bis 2013 abgeschlossen werden.

Es kostet voraussichtlich 1 Milliarde Euro und ist damit eines der teuersten Forschungsprojekte in der Europäischen Union.

 

Besonderheit

Länderübergreifendes Hochtechnologieprojekt der internationalen Grundlagenforschung.

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