Qualität in der Pflege Befragung Angehöriger der Bewohner von Pflegeheimen

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Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz führte im August und September 2019 eine Befragung zur Qualität der Pflege in vollstationären Pflegeeinrichtungen durch.

Ältere Dame Rollstuhl

Befragung Angehöriger der Bewohner von Pflegeheimen

Befragt wurden Angehörige und Vertrauenspersonen von Heimbewohnerinnen und -bewohnern. Mit der Umsetzung und Auswertung wurde das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragt. Der eingesetzte Fragebogen wurde auf wissenschaftlicher Grundlage vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) im Auftrag der Weissen Liste gGmbH entwickelt.

Rechtsgrundlagen

Die Durchführung der Angehörigenbefragung sowie deren Auswertung und Veröffentlichung erfolgt auf Grundlage von § 30a des Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes (HmbWBG) in Verbindung mit § 7 der Durchführungsverordnung zum HmbWBG (WBDurchfVO).

Ziele der Angehörigenbefragung

Der Stadt Hamburg ist es wichtig, dass die Versorgung in unseren Heimen gut ist und die Nutzerinnen und Nutzer eine hohe Lebensqualität haben. Was gute Qualität bedeutet, ist für jeden Pflegebedürftigen individuell unterschiedlich. Pflegewissenschaftler wissen: Nur ein Teil der vielen möglichen Aspekte können Experten durch stichprobenartige Prüfungen beurteilen. Angehörige kennen die Wünsche, Bedürfnisse und früheren Lebensgewohnheiten der Nutzerinnen beziehungsweise Nutzer meistens sehr gut und können sich in sie hineinversetzen. Daher ist die Befragung der Angehörigen eine wichtige ergänzende Methode, um die Qualität von Pflegeheimen zu beurteilen.

Die Befragungsergebnisse helfen dabei gleich dreifach:

  • Pflegebedürftige und Angehörige werden bei der Suche nach einer guten und passenden Pflegeeinrichtung unterstützt.
  • Einrichtungen erhalten eine systematische Rückmeldung und damit die Gelegenheit, (noch) besser zu werden.
  • Die Wohn-Pflege-Aufsicht, die die Einrichtungen prüft, erhält unter Umständen Hinweise auf Schwachpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten und kann diesen, falls nötig, nachgehen.

Zielgruppe der Befragung

Die Nutzerinnen beziehungsweise Nutzer konnten festlegen, wer anonym befragt werden soll. Es sollte sich möglichst um eine Person handeln, die öfter in die Einrichtung kommt. Wurde keine angehörige oder andere Vertrauensperson angegeben, wurde die oder der Bevollmächtigte oder nachrangig die gesetzliche Betreuerin oder der gesetzliche Betreuer befragt. Die Nutzerin beziehungsweise der Nutzer hatten das Recht, einer Befragung zu widersprechen.

Der Fragebogen richtete sich an jeweils eine beziehungsweise einen Angehörigen der aktuell schätzungsweise über 16.000 Nutzerinnen und Nutzer der 150 vollstationären Pflegeeinrichtungen in Hamburg. Insgesamt wurden 5.216 Fragebögen zurückgesandt und ausgewertet.

Aufbau des Fragebogens

Der Fragebogen umfasst insgesamt 61 qualitätsbezogene Fragen. Die Ergebnisse zu sechs der Fragen betreffen kritische Ereignisse wie etwa Gewaltanwendung und werden nicht veröffentlicht. Hinzu kommen zwei Fragen zu Lob beziehungsweise Kritik als Freitextfeld, die ebenfalls nicht veröffentlicht werden, aber den Einrichtungen und Behörden zur Verfügung stehen.

Auswertung der Befragungsergebnisse im Hamburger Pflegekompass

Die Ergebnisse der Angehörigenbefragung werden im Hamburger Pflegekompass auf unterschiedlichen Ebenen aufgegriffen und dargestellt:

Weiterempfehlungsrate

Die Weiterempfehlungsrate wird in den Suchergebnissen beziehungsweise der Trefferliste und den Detailinformationen zur Einrichtung ausgewiesen. Sie leitet sich aus den Antworthäufigkeiten auf die Frage 9.3 „Würden Sie diese Wohneinrichtung Ihrem besten Freund / Ihrer besten Freundin weiterempfehlen?“ (Themengebiet „Einschätzung insgesamt“) ab. Zur Berechnung der Weiterempfehlungsrate wird die vierstufige Antwortskala der Frage in eine Prozentskala der Weiterempfehlung transformiert. Die schlechteste Antwortkategorie wird auf "0 Prozent" gesetzt, die beste auf "100 Prozent", die beiden dazwischen auf "33,33 Prozent" und "66,66 Prozent". Mit diesen Setzungen werden die absoluten Antworten gewichtet.

Stärken und Schwächen

In den Detailinformationen werden in der Box „Angehörigenbefragung“ Stärken und Schwächen der Einrichtung dargestellt. Hierzu werden die Fragenblöcke 1 bis 5, sowie 7 und 8 nach einer thematischen Zusammengehörigkeit, sogenannten Dimensionen, zusammengefasst.

Folgende Dimensionen wurden gebildet:

  1. Selbstbestimmung und Selbstständigkeit 
  2. Respektvoller Umgang
  3. Sicherheit
  4. Essen und Trinken
  5. Fachspezifische Versorgung
  6. Personal
  7. Wohnhygiene

Eine Übersicht der Fragenzuordnung nach Dimensionen finden Sie am Ende dieser Seite.

Die Ergebnisse der Dimensionen wurden für die Einrichtungen klassifiziert. Anhand eines Vergleich mit Benchmark-Werten für Hamburg kann man erkennen, ob diese Dimension in einer Einrichtung eine „Stärke“, „Schwäche“ oder „weder noch“ ist. Für die Klassifizierung sind die Prozentzahlen der Veröffentlichung der Antwortkategorien „übertroffen beziehungsweise stimme voll zu“ und „nicht erfüllt beziehungsweise stimme gar nicht zu“ relevant. 

Das bedeutet: 

Es wird von einer „Stärke“ gesprochen, wenn bei dem Dimensionsergebnis in der Antwortkategorie „übertroffen beziehungsweise stimme voll zu“ der Prozentwert der Einrichtung über dem Prozentwert des Gesamtkollektivs (Hamburg Benchmark) liegt und durchschnittlich mindestens fünf Befragte (Anzahl der Antworten/Anzahl der Fragen) die Antwortkategorie gewählt haben.

Es wird von einer „Schwäche“ gesprochen, wenn bei dem Dimensionsergebnis in der Antwortkategorie „nicht erfüllt beziehungsweise stimme gar nicht zu“ der Prozentwert der Einrichtung über dem Prozentwert des Gesamtkollektivs (Hamburg Benchmark) liegt und durchschnittlich mindestens fünf Befragte die Antwortkategorie gewählt haben.

Sollte eine Einrichtung sowohl im Vergleich zum positiven als auch negativen Benchmark höhere Antworthäufigkeiten aufweisen, so wird nur die absolut größere Abweichung ausgewiesen.

Wenn keiner der oben genannten Fälle eintritt, lautet die Klassifizierung „weder noch“.

Detailergebnisse der Angehörigenbefragung

Die Darstellung der Detailergebnisse steht für jede Einrichtung in der Box "Angehörigenbefragung“ als PDF zum Download zur Verfügung. Sie beinhaltet folgende Informationen:

I. Auswertung Frageblock 9: Einschätzung insgesamt
II. Auswertung Dimensionsergebnisse insgesamt
III. Auswertung der Frageblöcke 1 bis 5, 7 und 8 insgesamt und  Vergleichswerte zum Gesamtkollektiv (Hamburg Benchmark)

In den tabellarischen Darstellungen können Sie den prozentualen Anteil der Antworten ablesen. Dieser bezieht sich auf die ersten vier Antwortkategorien (das heißt „voll und ganz“ bis „überhaupt nicht“). Die Antwortkategorie „weiß nicht“ oder fehlende Antworten werden an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Neben den Ergebnissen zu den prozentualen Häufigkeiten finden Sie auch Vergleichswerte (Hamburg Benchmark). Sie haben so die Möglichkeit, den Anteil einer Antwortkategorie einer Einrichtung mit dem Gesamtkollektiv, das heißt mit allen vollstationären Pflegeeinrichtungen in Hamburg, zu vergleichen. Als Vergleichswert für das Gesamtkollektiv (Hamburg Benchmark) wurde der Median als statistischer Lageparameter gewählt. Der Median ist auch als Zentralwert bekannt, da er genau „in der Mitte“ steht, wenn man die jeweiligen Anteilswerte aller Einrichtungen der Größe nach sortiert.

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