Bakterien Antibiotikaresistente Bakterien in Oberflächengewässern

Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, kommen mittlerweile in vielen Bereichen der Umwelt vor. Sie existieren daher auch in Oberflächengewässern.

Resistente Bakterien in Badegewässern

Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass antibiotikaresistente Bakterien in Hamburg generell stärker verbreitet sind oder in höheren Konzentrationen vorkommen.

Im Bereich von Klärwerksabläufen und bei Mischwasserüberläufen kann sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von antibiotikaresistenten Bakterien erhöhen. In Hamburg gibt es jedoch nur eine kommunale Kläranlage, deren Ablauf in die Elbe mündet. Darüber hinaus werden in Hamburg weder intensive Tierhaltung noch intensiver Ackerbau betrieben. Diese Nutzungen werden unter anderem als Ursache für die Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien gesehen.

Antibiotikaresistente Bakterien können auch in Badegewässern vorkommen. Das Umweltbundesamt äußert sich zu diesem Thema folgendermaßen: „Durch das Vorhandensein antibiotikaresistenter Bakterien ergibt sich kein erhöhtes Infektionsrisiko beim Baden in einem Badegewässer. Denn: antibiotikaresistente Krankheitserreger führen nicht häufiger zu Infektionen als nicht antibiotikaresistente Krankheitserreger. Hinsichtlich ihrer krankmachenden Eigenschaften ergibt sich normalerweise kein Unterschied. Allerdings ist eine möglicherweise auftretende Infektion mit resistenten Bakterien oft schwieriger zu therapieren.“

Das Umweltbundesamt hat unter Mitwirkung des Bund-Länder-Arbeitskreises Badegewässer und der Badewasserkommission eine Empfehlung erarbeitet, die viele weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/schwimmen-baden/badegewaesser/faq-antibiotikaresistente-bakterien-in

Ein kontinuierliches Überwachungsprogramm auf antibiotikaresistente Bakterien über die laufende Überwachung der Badegewässer hinaus wird derzeit nicht als erforderlich erachtet.

Um jedoch einen ersten Überblick zur Situation der Hamburger Badegewässer und ausgewählter Fließgewässer zu erlangen, wurden 2018 vor Beginn der Badesaison  vom Institut für Hygiene und Umwelt in allen Badegewässern Untersuchungen auf multiresistente Bakterien durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen ergaben sich keine Nachweise auf Multiresistenzen von krankheitserregenden Bakterien in Badegewässern.

In 2019 sind vereinzelt weitere sondierende Untersuchungen in Badegewässern und Fließgewässern in Anlehnung an das optimierte Nachweisverfahren des derzeit noch laufenden  BMBF-Verbundprojektes „HyReKA“ (www.hyreka.net) geplant.

Kontakt

Behörde für Umwelt und Energie

Frau Schäfermeyer-Gomm


Abteilung Wasserwirtschaft
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21109 Hamburg

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