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Hamburger Unternehmen testen! Alle Infos zur Arbeitgeberbescheinigung

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Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es im Hinblick auf das Pandemiegeschehen wichtig, dass die Unternehmen in Hamburg als gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie durch die Ermöglichung des Arbeitens von zu Hause die epidemiologisch relevanten Kontakte am Arbeitsplatz und auf dem Weg zu Arbeit reduzieren und, wo dies nicht möglich ist, ihren in Präsenz Beschäftigten regelmäßige Testangebote machen. Dem dient die Selbstverpflichtung von Unternehmen zu Testangeboten für ihre Beschäftigten. Arbeitgeber sind daher verpflichtet, ihren Mitarbeitenden mindestens zweimal wöchentlich einen Antigen-Schnelltest anzubieten. In Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitenden können Arbeitgeber ihren Beschäftigten zudem eine betriebliche Testbescheinigung ausstellen, welche Mitarbeitenden auch für Freizeitaktivitäten ein negatives Testergebnis bescheinigt. Um diese Testbescheinigungen ausstellen zu können, müssen Unternehmen u.a. einer Selbstverpflichtung nachkommen.

Symbolisches Piktogramm eines Schnelltests, im Hintergrund ein Piktogramm einer Uhr.

Corona-Schnelltest: Alle Infos zur Arbeitgeberbescheinigung

Betriebliche Testbescheinigungen

Unternehmen, die die Voraussetzungen nach §10i der Hamburgischen SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung (HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO) erfüllen und eine durch die FHH bereitgestellte Selbstverpflichtung unterschreiben, sind berechtigt, ihren Beschäftigten bei Testungen auf das Corona Virus SARS-CoV-2 mittels eines PoC-Antigentests (Schnell- bzw. Eigentests) zusätzlich auch Bescheinigungen über die Testung sowie das Ergebnis auszustellen. Diese Bescheinigungen dürfen nur durch betriebliche Testbeauftragte ausgestellt werden, die in der Durchführung von Schnell- bzw. Eigentests geschult und der für Gesundheit zuständigen Behörde als solche angezeigt worden sind (arbeitgeberbescheinigung-testung@soziales.hamburg.de).

Das Ausstellen von Testbescheinigungen für betriebsfremde Personen ist nicht zulässig.

Zudem muss die Testung unter Aufsicht der oder des betrieblichen Testbeauftragten durchgeführt werden. Die Testungen sind unter Angabe der Personendaten schriftlich oder elektronisch zu dokumentieren und aufzubewahren (im Übrigen siehe § 10i Hamburgische SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung).


Fragen und Antworten

Welche Unternehmen dürfen Testbescheinigungen ausstellen? 

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die über eine Sicherheitsbeauftragte oder einen Sicherheitsbeauftragten nach § 22 Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII) vom 7. August 1996 (BGBl. I S. 1254), zuletzt geändert am 24.2.2021 (BGBl. I S. 274), verfügen müssen, dürfen Testbescheinigungen ausstellen. Grundsätzlich trifft dies auf Unternehmen mit einer Anzahl von mindestens 20 Mitarbeitenden zu. 

Für alle anderen Unternehmen ist es nicht möglich, Testbescheinigungen auszustellen.

Die Regelung des § 10 i Corona-Eindämmungsverordnung beruht auf einer Entscheidung des Verordnungsgebers und ist vor Erlass der Verordnung, in die diese Regelung erstmalig aufgenommen worden ist, abgestimmt worden. „Sonderzulassungen“ sind nicht vorgesehen.

Die Sozialbehörde weist darauf hin, dass zwischenzeitlich eine Vielzahl von kostenfreien Testangeboten in der Stadt vorhanden ist, die von Mitarbeitenden kleinerer Arbeitgeber/innen, die nicht die Voraussetzungen des § 10 i Corona-Eindämmungsverordnung erfüllen, auf zumutbare Weise in Anspruch genommen werden können und die auch mit der Ausstellung von Testbescheinigungen verbunden sind. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Arbeitgeber/innen weiterhin Eigenschnelltests ohne Bescheinigung den Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können.

Welche Voraussetzungen sind nötig, um als Arbeitgeber Testbescheinigungen ausstellen zu dürfen?

Es ist eine Berechtigung zur Ausstellung einer betrieblichen Testbescheinigung (Selbstverpflichtung) auszufüllen und zu verwahren, welches nur auf Verlangen der zuständigen Behörde herauszugeben ist. Für die Durchführung der Tests ist mind. eine geschulte Testbeauftragte oder ein geschulter Testbeauftragter, der die Durchführung der Tests beaufsichtigt, notwendig.

Ist es für Unternehmen anderer Bundesländer möglich, Hamburger Beschäftigten eine Testbescheinigung auszustellen?

Grundlage für die Ausstellung einer betrieblichen Testbescheinigung durch Unternehmen in Hamburg ist die entsprechende Regelung in der Hamburgischen Eindämmungsverordnung. Unternehmen anderer Bundesländer können ihren Beschäftigten ggf. Testbescheinigungen auf Grundlage der jeweiligen Landesverordnung unabhängig davon, aus welchem Bundesland diese kommen, ausstellen.

Was ist der Behörde zu melden?

Die Testbeauftragten sind der für die Gesundheit zuständigen Behörde namentlich unter Benennung des Unternehmens mit dem Betreff „Anzeige von Testbeauftragten“ anzuzeigen (arbeitgeberbescheinigung-testung@soziales.hamburg.de).

Welche Aufgaben haben betriebliche Testbeauftragte? 

Die Aufgaben der Testbeauftragten sind in § 10i der Hamburgischen SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung geregelt, insbesondere: 

  • Aufsicht der Testungen,
  • Beratung und Information zur Testdurchführung,
  • Sicherstellung des Infektionsschutz gem. den Maßgaben der CoronaEindämmungsverordnung (AHA+L Regeln, also genügen Abstand gewährleisten, Hygieneregeln beachten und Hygienemittel bereitstellen, medizinische Masken nutzen, regelmäßige Belüftung der Räume),
  • Dokumentation der Testungen (Testlogbuch),
  • auf Wunsch des Getesteten das Ausstellen der Testbescheinigung und Aufbewahrung einer Abschrift oder eines elektronischen Datensatzes der Testbescheinigung,
  • Gewährleistung des Datenschutzes Die Testbeauftragten haben auf Verlangen der zuständigen Behörde alle dokumentarischen unverzüglich Unterlagen vorzulegen.

Wer führt die Tests durch?

Die Tests werden als Eigenschnelltest von den Mitarbeitenden selbstständig durchgeführt. Steht medizinisches Personal zur Verfügung, können die Tests auch vom medizinischen Personal durchgeführt werden.

Wo können die Tests durchgeführt werden?

Die Tests können in geeigneten Räumen insbesondere unter Beachtung des § 5 Hamburgische SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung erfolgen, mithin ist ein geregelter Zugang und ausreichende Lüftung zu gewährleisten. Es wird empfohlen – auch in Hinblick möglicher positiver Testergebnisse (siehe unten) – den Zugang zum Testen nur mit einer FFP2-Maske zu gestatten.

Eine digitale Durchführung der Testungen unter Aufsicht (z.B. via Zoom, Skype usw.) ist zurzeit nicht für die Durchführung und Ausstellung von Testbescheinigungen geeignet. 

Welche Schulungen sind für Testbeauftragte notwendig?

Eine Bescheinigung darf nur durch betriebliche Testbeauftragte ausgestellt werden, die in der Durchführung von Schnelltests qualifiziert geschult und der für Gesundheit zuständigen Behörde als solche angezeigt worden sind. Dabei sind zwei verschiedene Konstellationen zu unterscheiden:

  • Wird der Test von einer bzw. einem betrieblichen Testbeauftragten durchgeführt, so muss die qualifizierte Schulung beispielsweise durch eine Ärztin bzw. einen Arzt, medizinische Dienste oder Hilfsorganisationen erfolgen und ist von den geschulten Personen mittels Zertifikat zur Schulung (Ausbildungsnachweis oder Zeugnis) der jeweiligen Schulungseinrichtung nachzuweisen. Die Fachkunde kann sich weiterhin aus einem Ausbildungszeugnis aus dem medizinischen Bereich ergeben.
  • Wird  der Test durch die Beschäftigten selbst unter Aufsicht einer  bzw. eines betrieblichen Testbeauftragten durchgeführt (ausschließlich möglich bei der Verwendung von sog. Eigenschnelltests/Laientests), muss die qualifizierte Schulung durch ein entsprechendes Schulungsvideo bzw. vergleichbare Schulungsformate und das Studium der Packungsbeilage des verwendeten Tests erfolgen, ggf. mit zusätzlicher Beratung durch fachkundiges Personal.  Die Schulung (Art und Umfang) ist zu dokumentieren.

Welche Tests dürfen verwendet werden?

Es dürfen alle vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Eigenschnelltests PoC-Antigen-Schnelltests verwendet werden. Es wird empfohlen, nur die Tests zu verwenden, die vom Paul-Ehrlich-Institut validiert wurden (PEI-Liste).

Die Kosten für die Tests sind von den Unternehmen zu tragen.

Wie ist nach einem positiven Test vorzugehen?

Die Testbeauftragten informieren die Getesteten gemäß Eindämmungsverordnung darüber, dass der Getestete verpflichtet ist, eine PCR-Nachtestung (siehe unten) unverzüglich durchzuführen, sich danach auf direktem Weg nach Hause zurückzukehren und sich sofort zu isolieren. Es wird dringend empfohlen, eine FFP2/CPA-Maske zu tragen (Unternehmen sollten hierzu einen Vorrat an FFP2-Masken zur Verteilung bereithalten). 

Ein Termin für eine PCR-Testung kann bei symptomfreien positiv Getesteten unter anderem über die Hamburger Testzentren mit PCR-Kapazitäten (www.hamburg.de/corona-schnelltest) erfolgen. Darüber hinaus  können Sie die PCR-Nachtestung bei Ihrem Hausarzt (nur nach telefonischer Rücksprache) oder in einer Infektsprechstunde vereinbaren. Die Terminvereinbarung erfolgt online unter https://eterminservice.de/terminservice oder telefonisch unter 116117.

Wie ist zu bescheinigen? 

Der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin muss auf Wunsch der Getesteten über den Testbeauftragten das Ergebnis der Tests den Mitarbeitenden bescheinigen. Hierzu ist ein durch die zuständige Behörde vorgegebenes Formular zu verwenden. Das Formular finden sie im Download-Bereich. Es ist von den Testbeauftragten selbst zu unterschreiben oder digital zu signieren. Das Formular darf weder verändert noch zu anderen Zwecken verwendet werden. Die Ausstellung nicht der Wahrheit entsprechender Testbescheinigungen erfüllen den Tatbestand von Ordnungswidrigkeiten nach § 39 Hamburgische SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung und sind somit bußgeldbewehrt.

Welche Vorteile hat eine Bescheinigung?

Mit einer Bescheinigung über ein positives Testergebnis können die Getesteten eine PCR-Nachtestung schnellstens erhalten. Ein negatives Testergebnis kann unter Voraussetzung des § 10h Hamburgischen SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung als Testnachweis für das Recht zum Betreten oder das Recht zur Nutzung oder die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen genutzt werden. Im Falle eines Schnelltests ist die Bescheinigung derzeit 48 Stunden vor dem Betreten, der Nutzung oder der Dienstleistungsinanspruchnahme gültig. Es gelten die Bestimmungen der geltenden Eindämmungsverordnung.

Sind Testbeauftrage berechtigt, sich vorzeitig impfen zu lassen?

Derzeit ist es für Testbeauftragte nicht vorgesehen, eine vorzeitige Bescheinigung für eine Impfberechtigung zu erhalten.

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Wichtiger Hinweis: Die obenstehenden Hinweise dienen nur zur Einordnung. Inhaltlich bindend ist die Eindämmungs-Verordnung.

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Kontakt und Information

Weitere Informationen
Fragen und Antworten rund um das Thema Corona-Tests

Rückfragen zur Arbeitgeberbescheinigung
Bitte unter Nennung des Betreffs „Rückfragen“ per E-Mail an: arbeitgeberbescheinigung-testung@soziales.hamburg.de

Nur für Rückfragen der Medien
Sozialbehörde Pressestelle​​​​​​​

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